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Was sind Nahrungsmittelintoleranzen?

Prinzipiell können alle Nahrungsmittelintoleranzen auslösen. Zu den häufigsten und daher bekanntesten Unverträglichkeiten zählen jene von Kuhmilch, Gluten, Fisch oder Schalentiere. Nahrungsmittelunverträglichkeiten können auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen sein (1). Neben resoptionsbedingten oder enzymatischen Intoleranzen treten vor allem Allergien vom Typ III häufig auf. Sie sind auf eine Reaktion des Immunsystems zurückzuführen.

Allergien Typ III/IgG 1-3
Die Entstehung der Allergie des Typs III ist noch nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht davon aus, dass hier Proteine aus Nahrungsmitteln, die nicht als „gut“ markiert wurden, durch die Darmwand in das Blut gelangen. Dies geschieht vor allem dann, wenn die Darmwand durch Virusinfektionen, Stress, Antibiotikaeinnahmen, etc. durchlässig wird.

Diese Fremdproteine werden vom Immunsystem als körperfremd und somit potentiell gefährlich wahrgenommen und es werden Antikörper vom Typ (IgG 1-3) gebildet. Sie lagern sich mit der Zeit im Körper ab und bilden sogenannte Immunkomplexe. Abgebaut werden Immunkomplexe durch Entzündungsreaktionen, die chronisch werden können.

Die Folgen
Nahrungsmittelintoleranzen können das Leben sehr beeinträchtigen. Nicht behandelt können auch schwere Symptome oder Erkrankungen, wie zum Beispiel das immer häufiger diagnostizierte Reizdarmsyndrom oder chronische Entzündungen, auftreten. Die Symptome sind vielfältig und von Mensch zu Mensch verschieden, was die Diagnose erschwert. Folgende Beschwerden sind möglich oder können durch Nahrungsmittelintoleranzen vermehrt auftreten:

  • Angstzustände, akut & chronisch
  • Arthritis
  • Asthma
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS)
  • Bettnässen
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Darmerkrankungen, chronisch entzündlich
  • Depressionen
  • Durchfall
  • Ekzeme, Juckreiz
  • Erschöpfung
  • Fibromyalgie
  • Gastritis
  • Gewichtsprobleme
  • Hyperaktivität
  • Kopfschmerzen
  • Malabsorption
  • Migräne
  • Müdigkeits-Syndrom, chronisch
  • Obstipation
  • Ödeme
  • Reizdarmsyndrom
  • Schlaflosigkeit
  • Schlafstörungen

Häufig werden die Beschwerden falsch eingeordnet. Die Diagnosen lauten dann auf Magen-Darm-Verstimmung, psychosomatische Beschwerden oder schlicht „Einbildung“. Treten die Symptome trotz Behandlung aber immer wieder auf, sollte man auch an eine Nahrungsmittelintoleranz denken.

Intoleranz versus Allergie (Typ I)
Im alltäglichen Sprachgebrauch wird hier kein Unterschied gemacht. Aber es gibt ihn!

Allergiesymptome, wie Niesen, Schwellungen, Durchfall, Erbrechen oder Nesselfieber treten sehr schnell auf, manchmal innerhalb von Minuten.

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann die Reaktion auch erst Stunden oder Tage nach dem Verzehr des unverträglichen Lebensmittels eintreten. Das erschwert die Identifikation des verantwortlichen Lebensmittels.

Bei Allergien des Typ I ist der Grund eine Abwehrreaktion bei der IgE Antikörper gebildet werden.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden zwar in den meisten Fällen ebenfalls durch eine Immunreaktion ausgelöst, es sind jedoch IgG 1-3 Antikörper, die hier verantwortlich sind (siehe oben).

Während Lebensmittelunverträglichkeiten selten lebensbedrohlich sind, können Allergien in manchen Fällen auch tödlich enden, etwa durch einen anaphylaktischen Schock oder das Zuschwellen der Atemwege.

1 European Academy of Allergy and clinical Immunology (EAACI)

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