HOMÖOPATHIE auf
den Punkt gebracht.

Presse

Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2014
Jungärztin aus Oberösterreich für Diplomarbeit ausgezeichnet

Jungärztin aus Oberösterreich für Diplomarbeit ausgezeichnet

Wien, 20.04.2015. Am Samstag, dem 18. April, wurde im Rahmen einer Feier der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) der Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie 2014 verliehen. Die Preisträgerin, Dr. Magdalena Rumpl, beleuchtete in ihrer Diplomarbeit an der Medizinischen Universität Wien alle Homöopathie-Studien der Jahre 2008 bis 2012.

Am Samstag, dem 18. April überreichten Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG und Vorsitzender des Ausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig, und Dr. Anton Rohrer, Allgemeinmediziner und Homöopath, den mit 3.000,– Euro dotierten Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie der frisch gebackenen Ärztin Dr. Magdalena Rumpl. In ihrer Diplomarbeit an der Medizinischen Universität Wien analysierte sie alle verfügbaren Studien zur Wirkung der Homöopathie, die in den Jahren 2008 bis 2012 erschienen sind. Der systematische Review ist Teil einer groß angelegten Metaanalyse unter der Leitung von Universitätsprofessor Dr. Michael Frass und Universitätsprofessor Dr. Michael Kundi.

Peithner: „Eine hervorragende Arbeit, die – im Gegensatz zur kürzlich zum wiederholten Male publizierten Australischen Studie – alle Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens erfüllt. So wurde u.a. eine vollständige Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung aller randomisiert kontrollierten Studien durchgeführt, die im fraglichen Zeitraum erstellt wurden, wie dies bei einem systematischen Review eigentlich üblich ist.“

Hochqualitative Studien
Insgesamt erfüllten 29 Studien die Einschlusskriterien und konnten in die quantitative Analyse einbezogen werden. Ihre interne Validität war durchwegs hoch, 26 der Studien konnten sogar als hochqualitativ bewertet werden. „Der Vergleich der eingeschlossenen Studien zeigt einen deutlichen Trend zugunsten der homöopathischen Behandlung, einige zeigten sogar einen signifikanten Therapievorteil zugunsten der Homöopathie“, so Peithner.

Hexenjagd beenden
Rohrer gratulierte der Preisträgerin im Namen der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin: „Für die Homöopathie ist das eine sehr wichtige Studie, die wieder zeigt, was wir in der ärztlichen Praxis täglich erleben, nämlich dass homöopathische Arzneimittel wirken. Die Studie zeigt weiters deutlich, dass es sehr wohl hochqualitative Homöopathie-Studien gibt und es an der Zeit ist, die Hexenjagd zu beenden mit der eine wirksame medizinische Therapie diskreditiert werden soll. Konventionelle Medizin und Homöopathie sollten endlich Hand in Hand arbeiten – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.“

Die Preisträgerin
Dr. Magdalena Rumpl hat im Jahr 2014 ihr Studium an der Medizinischen Universität Wien abgeschlossen. Während ihrer Studienzeit engagierte sie sich für die StudentInnen-Initiative Homöopathie (SIH). Ihr Psychologiestudium, dem sie zusätzlich zur Medizin nachging, wird sie 2015 mit dem Bachelor abschließen. Derzeit absolviert die frischgebackene Medizinerin ihre Turnusausbildung im Krankenhaus Vöcklabruck. Heute konzentriert sie sich auf ihre Turnusausbildung, denn: „Ich finde es extrem wichtig, als Homöopathin auch eine gute Schulmedizinerin zu sein“, sagt Rumpl.

Der Preis
Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde 2003 von der Dr. Peithner KG, dem führenden Hersteller homöopathischer Arzneien in Österreich, ins Leben gerufen. Ziel ist die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie in Österreich. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit EUR 3.000,– dotiert. Internet: www.peithner.at.

Die ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie.

Rumpl, M. (2014). Metaanalyse homöopathischer Studien im Zeitraum 2008 bis 2012. Dipl.Arb. Medizinische Universität Wien, Klinik für Innere Medizin und Institut für Umwelthygiene.

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG – Haus der Homöopathie
Alexandra Abrahim, Bakk.phil., Public Relations Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-660, alexandra.abrahim@peithner.at
www.peithner.at

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Foto:
v.li.n.re. Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, Dr. Michaela Zorzi, Allgemeinmedizinerin, Homöopathin (Preisträgerin 2007), Dr. Magdalena Rumpl, Preisträgerin 2014, Dr. Anton Rohrer, Allgemeinmediziner und Homöopath.
Fotocredit: Dr. Peithner KG
Abdruck honorarfrei!

 

 

 


 

Tag der Homöopathie April 2015
Wenn Magen & Darm rebellieren – Homöopathische Hilfe bei gastrointestinalen Problemen
Veranstalter: Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin und Initiative „Homöopathie hilft!“ in Kooperation mit Dr. Peithner KG

Mag. pharm. Martin Peithner, MBA, Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG.

Homöopathie ist beliebt. Vor allem bei Frauen. Leichte Veränderungen gibt es in den Bundesländern. Das Vertrauen in die Homöopathie bleibt ungebrochen. Die Kosten für homöopathische Arzneimittel sind für die Österreicherinnen und Österreicher akzeptabel. Zu den Anwendungsgebieten zählen vor allem Erkältungskrankheiten, Immunsystem und Unruhezustände. Doch Homöopathie kann mehr!

Laut der neuesten Studie „Homöopathie in Österreich“(1) nutzte im Jahr 2014 die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher homöopathische Arzneimittel. „Besonders Frauen schätzen die Homöopathie. 62 Prozent von ihnen haben sie angewendet, bei den Männern waren es 37 Prozent“, so Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG und Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig. Auch Familien mit Kleinkindern (63 Prozent) und Familien mit Schulkindern (58 Prozent) setzen mehrheitlich auf die Homöopathie.

Homöopathie in den Bundesländern
Spitzenreiter bei der Homöopathienutzung sind die Kärntner mit 60 Prozent, gefolgt von den Salzburgern (55 Prozent), den Oberösterreichern (51 Prozent) und den Niederösterreichern (50 Prozent). Im guten Mittelfeld liegen Wien und die Steiermark: Jeweils 49 Prozent verwenden in diesen Bundesländern homöopathische Arzneimittel. Während die Nutzung in der Bundeshauptstadt gegenüber der Studie aus dem Jahr 2012 um 4 Prozent zulegte, haben die Steirer mit einem Minus von 8 Prozent den höchsten Anwenderschwund zu verzeichnen. In Vorarlberg und Tirol nutzen 48 bzw. 47 Prozent homöopathische Arzneimittel. Das Schlusslicht bildet das Burgenland mit 46 Prozent. Allerdings entdecken immer mehr Burgenländer die Heilkraft der Homöopathie. Mit einem Plus von 10 Prozent verzeichnen sie die höchste Zuwachsrate. (Siehe Infografik).

Vertrauen ungebrochen
Auf die Frage, weshalb kein homöopathisches Arzneimittel verwendet wurde, gaben 37 Prozent an, dass sie nicht erkrankt waren und daher keines benötigten. Nur 29 Prozent der Befragten zweifeln die Wirkung der Homöopathie an. Dagegen sagen 59 Prozent, dass sie großes Vertrauen in die Homöopathie setzen. „Und allen Unkenrufen zum Trotz sagen 71 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, dass homöopathische Arzneimittel gut wirksam sind“, sagt Peithner.

Kosten akzeptabel
Auch die Kosten für Homöopathika halten die Befragten für akzeptabel. 36 Prozent würden bis zu zehn Euro ausgeben, 40 Prozent sind sogar bereit mehr für homöopathische Arzneimittel zu bezahlen. Die durchschnittlichen Kosten für ein homöopathisches Komplexmittel betragen ca. zehn Euro. Ein Fläschchen Globuli kostet ca. 5,40 Euro, das ist weniger als die Rezeptgebühr beträgt. Insgesamt wurden im Jahr 2014 rund 40,1 Millionen Euro für homöopathische Arzneimittel ausgegeben (2). Das sind ca. 0,84 Prozent des gesamten österreichischen Pharmamarktes.

Verwendung
An der Spitze der Beschwerden gegen die Homöopathika angewendet wurden liegen leichte Erkältungen bzw. grippale Infekte mit 31 Prozent, gefolgt von Schnupfen und Husten mit je 28 Prozent. Für die Erhöhung der Abwehrkräfte wurden homöopathische Arzneimittel in 23 Prozent der Fälle verwendet. Auch bei Nervosität und Unruhe (16 Prozent) und bei Verletzungen (12 Prozent) wird oft zu Homöopathika gegriffen. Zu den Stiefkindern zählen jedoch völlig zu Unrecht Indikationen des Magen-Darm-Bereichs, wie Magenschmerzen (8 Prozent), Durchfall (7 Prozent) und Verstopfung (4 Prozent).

Dr. Peithner KG – Das Haus der Homöopathie
Die Dr. Peithner KG ist in Österreich Marktführer auf dem Gebiet der Homöopathie. Das Unternehmen vertritt die Homöopathie in ihrer gesamten Vielfalt und nimmt ihre Vorreiterrolle sowohl in der Klassischen Homöopathie – die mit Einzelmittel arbeitet – als auch in der Komplexmittel-Homöopathie wahr. Seit April 2009 gehört die Dr. Peithner KG zur Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel GmbH.
1 GfK Austria: Homöopathie in Österreich, 2015, Grundgesamtheit 2.000 Personen ab 15 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung; Auftraggeber: Dr. Peithner KG. 2 Quelle: IMS Health Austria, 2014; Homöopathische Einzelmittel werden statistisch nicht erfasst.

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG nunmehr GmbH & Co, Alexandra Abrahim, Public Relations Managerin,
Tel. +43-1-616 26 44-660, alexandra.abrahim@peithner.at, www.peithner.at.

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Infografik

 

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Foto: Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.
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Abdruck honorarfrei!

 

 

 

 

Dr. Erfried Pichler, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Klagenfurt und Wien, Leiter der homöopathischen Ambulanz der Kinderonkologie Klagenfurt und Präsident der ÖGHM

Die homöopathische Medizin konzentriert sich nicht ausschließlich auf ein einzelnes erkranktes Organ, sondern betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit mit allen individuellen körperlichen, seelischen und mentalen Zuständen bzw. Problemen. Für die Behandlung akuter und chronischer Magen-Darm-Erkrankungen steht eine Reihe bewährter homöopathischer Arzneien zu Verfügung. Ihre Auswahl orientiert sich wesentlich an den Befindlichkeiten, Vorlieben und Abneigungen des Patienten. Ein aufgetretenes organisches Problem wird dabei quasi „mitbehandelt“.

Bewährte Arzneien bei akuten Beschwerden
Zur Behandlung akuter Magen-Darm-Beschwerden stehen vor allem folgende Arzneien im Vordergrund: Nux vomica (Brechnuss), Pulsatilla pratensis (Kuh- oder Küchenschelle), Colocynthis (Bittergurke) und Acidum arsenicosum (auch Arsenicum album genannt). Sie werden üblicherweise als C30-Potenz einmal oder gegebenenfalls nach einer halben Stunde nochmals eingenommen.

Nux vomica bewährt sich insbesondere bei Beschwerden wie Kopfweh, Übelkeit und Erbrechen, die am Morgen auftreten, wenn am Vorabend zu viel gegessen, getrunken, geraucht oder gefeiert wurde. Typisch für Nux-vomica-Menschen ist, dass sie dabei sehr reizbar oder sogar grantig sind und in Ruhe gelassen werden wollen. Sie empfinden die Zufuhr von Wärme bzw. von warmen Getränken (z.B. Tee) als angenehm.

Pulsatilla prataensis hilft v.a. bei Übelkeit, Magendrücken oder -schmerzen, die nach reichlichem Konsum fetter Speisen oder auch fettreicher Eiscreme (z.B. Vanille oder Schokolade) auftreten. Typisch für diese Patienten ist, dass ihnen Ruhe, Bewegung im Freien und v.a. frische Luft Erleichterung verschaffen.

Colocynthis (Bittergurke) eignet sich vor allem bei krampfartigen, heftigen kolikartigen Bauchschmerzen, deren Auslöser häufig eine belastende, mit großem, unterdrücktem Ärger verbundene Umweltsituation ist. Die Beschwerden bessern sich durch Druck und Zusammenkrümmen in Seitenlage.

Acidum arsenicosum: Diese tiefgreifende Arznei bewährt sich besonders bei Beschwerden, die auf den Verzehr verdorbener Speisen zurückzuführen sind – also bei einer leichteren oder ausgeprägteren Lebensmittelvergiftung. Im Akutzustand kann es zu plötzlichem heftigem Erbrechen und Durchfall kommen. Typische Begleitsymptome sind brennende Schmerzen, große Unruhe und oft auch ängstliche Zustände. Meistens kommt es nachts zu einer Verschlechterung. Bewegung und Wärmezufuhr werden von dem Patienten als angenehm wahrgenommen.

Hilfreiche Homöopathika bei chronischen Magen-Darm-Erkrankungen
Die häufigsten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, wobei diese nicht immer klar voneinander abzugrenzen sind. Morbus Crohn verläuft in der Regel schwerer und kann den gesamten Verdauungstrakt von der Speiseröhre bis zum Enddarm betreffen. Die Erkrankung verläuft in Schüben, die mehrere Wochen andauern können. Die Ursachen sind nach wie vor unklar, eine familiäre Häufung ist bekannt. Jährlich kommen auf 100.000 Einwohner 7-8 Neuerkrankungen und ca. 150 behandelte Patienten.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verursachen chronische Entzündungen im Verdauungstrakt mit starken Bauchschmerzen, Durchfällen, Fieber bis hin zu Anämie sowie Fistelbildungen zu benachbarten Organen im Bauchraum oder auch in die Außenwelt, vor allem rund um den After. Immer wieder kommt es auch zu potenziell lebensbedrohlichen Darmverschlüssen, Darmgeschwüren mit Blutungen bis hin zu Darmdurchbrüchen.

In der konventionellen Therapie kommen hauptsächlich Kortison, Azathioprin und Biologika, neuerdings auch Antibiotika zum Einsatz. Diese mildern die Krankheit, erzielen jedoch bis dato keine Heilung.

In der Homöopathie wird neben den körperlichen Beschwerden der ganze Mensch in seiner Individualität betrachtet. Unter den rund 30 Arzneien, die einen starken Bezug zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen aufweisen, haben vor allem Mercurius solubilis (Quecksilber), Acidum nitricum (Salpetersäure) und Acidum arsenicosum einen hohen Stellenwert. Grundsätzlich werden diese Arzneien in LM-Potenzen verabreicht, in Akutphasen zusätzlich durch C30 ergänzt. Die Behandlung erstreckt sich über Monate bis Jahre. Ziel ist jedenfalls, die Intensität der Schübe zu reduzieren, die beschwerdefreien Intervalle zu verlängern und einen seelischen Ausgleich zu erzielen. Gelingt letzteres, ist häufig parallel dazu eine Verbesserung der körperlichen Situation zu beobachten.

Mercurius solubilis entspricht vor allem Menschen, die vorwiegend nachts unter heftigen Bauchbeschwerden besonders rechtsseitig leiden und bei denen blutig-eitrige Stühle sowie reichlicher, übelriechender Schweiß auftreten. Sie sind gerne an der frischen Luft, vertragen aber weder Hitze noch Kälte gut, sondern bevorzugen eine wohltemperierte Umgebung. Typisch sind süßlicher, metallischer Mundgeruch und vermehrter Speichelfluss. Diese Menschen sind relativ rasch geschwächt, unruhig und nervös, neigen zu Reizbarkeit, Ärgerlichkeit, Streitlust und Aggressivität. Sie haben Verlangen nach Alkohol, Brot und Fleisch, vertragen diese jedoch nicht gut. Auch Medikamentenmissbrauch ist häufig. Häufig träumen diese Menschen von Selbstmord, Mord, Krieg oder Unfällen und leiden unter Ängsten, dass ihnen etwas Schlimmes passiert. Außerdem sind sie oft nicht schwindelfrei.

Acidum nitricum: Insbesondere bei Fistelbildungen ist an diese Arznei zu denken. Meist handelt es sich um leicht reizbare, unzufriedene Menschen mit großen Ängsten (z.B. vor einer Tumorerkrankung) und hoher Geräusch- und Berührungsempfindlichkeit. Sie sind besonders anfällig für andere Erkrankungen und Infekte, diese sind häufig mit Durchfall kombiniert. Im Rahmen von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa treten oft stark blutende Darmgeschwüre und extrem übelriechender Stuhl auf. Die Patienten können sich in der Nacht kaum erholen, die starken Schmerzen werden häufig mit charakteristischen Bildern beschrieben: „wie ein Splitter, der im Bauch herumsticht“ oder „wie ein Pflock im Mastdarm“. Als angenehm und beruhigend empfinden diese Menschen, wenn sie sich ganz entspannt bewegen können oder – noch besser – ruhig bewegt werden, wie zum Beispiel beim Autofahren oder in einem Schaukelstuhl.

Bei Auftreten von Beschwerden brechen sie psychisch leicht zusammen, sind kaum zu beruhigen, jammern, fühlen sich elend und verzweifeln rasch. Dies mündet nicht selten in Selbstmordgedanken und extremen Ängsten, nicht mehr gesund zu werden.

Acidum arsenicosum: Bei Patienten, die bereits geschwächt sind, nachts große Unruhe aufweisen, viel Wärme brauchen und unter Ängsten sowie vorwiegend brennenden Schmerzen im Bauchbereich leiden, ist Acidum arsenicosum ein Mittel der Wahl. Daraus lässt sich auch rückschließen, dass homöopathische Arzneien sowohl bei akuten als auch bei chronischen Leiden verwendet werden können und müssen, wenn die Symptome stimmen.

Kontakt
Österreichische Gesellschaft für homöopathische Medizin (ÖGHM)
1190 Wien, Billrothstraße 2/8. Stock
Tel. 01/526 75 75
Ordination: 9020 Klagenfurt, Herbertstraße 10
Zweitpraxis: 1130 Wien, Hietzinger Hauptstraße 34B
Tel. 0463/51 15 73 und 0650/310 52 22
E-Mail: erfried.pichler@medway.at
Web: www.homoeopathie.at

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Dr. Gloria Kozel, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Graz

Es gibt in der homöopathischen Praxis Themen, die sich dem Zeitgeist gemäß „hereinschleichen“.

In den letzten acht Jahren beschäftigt mich das Thema der Nahrungsmittelunverträglichkeiten Laktose-Fruktose- und Histaminintoleranz intensiv – pro Woche behandle ich bestimmt drei bis vier Patienten mit diesem Symptomenkomplex.

Ich habe meinen Beitrag unter anderem auch deshalb „moderne Krankheiten“ genannt, weil diese Erkrankungen Dr. Samuel Hahnemann, dem Begründer der homöopathischen Heilmethode, nicht bekannt waren. Sie lassen sich aber trotzdem mit demselben System wie vor mehr als 200 Jahren bekämpfen!

Es gelingt in sehr vielen Fällen mithilfe der chronischen Arznei, dem sogenannten Konstitutionsmittel, eine Besserung, ja sogar Heilung zu erreichen. Erstaunlich: Die Patienten können bald wieder alles essen – und: Diese Zeit beträgt nur wenige Wochen bis zu einem halben Jahr.

Die Diagnose Laktose-Fruktose- oder Histaminintoleranz wird heutzutage sehr häufig gestellt. Mit Sicherheit hat sich die Diagnostik verbessert. Hat sich aber auch unsere Nahrung verändert? Sind die Lebensbedingungen der Menschen in Job und Familie in den letzten Jahren härter geworden?

Magenschutzpräparate als Ursache von Nahrungsmittelintoleranzen
Als mögliche Ursache der vielen Nahrungsmittelintoleranzen wird ein Zusammenhang der Einnahme von Säurehemmern (Magenschutzpräparaten) mit Schmerzmitteln diskutiert.

Die monatlich erscheinende „med info“ der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse befasste sich im April 2009 mit dem Thema „Säurehemmer und Nahrungsmittelallergien“. Demnach zählt die Gruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) zu den weltweit am häufigsten und nach allgemeiner Einschätzung zu den deutlich zu oft verordneten Medikamenten. Die „med info“ zitiert eine entsprechende Arbeit mit Studienvergleichen im British Medical Journal vom Jänner 2008. Auch drei Autorinnen der MedUniWien konnten in zahlreichen, international publizierten Arbeiten zeigen, dass routinemäßige Einnahme von Säureblockern nachweislich das Risiko steigert, an einer Nahrungsmittelallergie zu erkranken.

Durch die Einnahme von magensäurehemmenden Medikamenten erhöht sich der pH-Wert im Magen. Das Magenenzym Pepsin kann so das mit der Nahrung aufgenommene Eiweiß nicht aufspalten; unverdaute Proteine können leichter sensibilisieren und auch schon bei geringer Dosis Symptome auslösen. So werden einerseits die Neusensibilisierungen gefördert und andererseits bestehende Allergien schon bei geringeren Allergenmengen symptomatisch.

Histamin zu meiden ist nicht leicht
Kuhmilch oder Fruchtzucker kann man eine gewisse Zeit weglassen; am schwierigsten ist es, dem Histamin auszuweichen. Diese chemische Verbindung wird einerseits in unserem Körper als wichtiger Botenstoff gebildet und andererseits auch mit der Nahrung aufgenommen.

Histaminhaltige Nahrungsmittel finden sich auf unserem täglichen Speiseplan: Milch, reifer Käse, Tomaten, Ketchup, luftgetrocknetes Fleisch und Würste, Rotweinessig, Balsamico, Bier. Nicht alltäglich, aber doch geschätzt sind zum Beispiel alte Rotweine oder Champagner.

Einige Nahrungsmittel besitzen die Fähigkeit, körpereigenes Histamin vermehrt freizusetzen. Dazu gehören Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Meeresfrüchte und Tomaten. Bei bestätigter Histaminintoleranz werden oftmals Kreuzreaktionen mit Nüssen, Schokolade und Himbeeren beobachtet.

Was bleibt noch über – was kann man da noch essen?
Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehören homöopathisch gesehen zu den chronischen Krankheiten, wir finden für die ganz individuellen Symptome der Kranken mittels einer ausführlichen Anamnese (Fallaufnahme) eine einzige Arznei.

Die Symptome der Nahrungsmittelintoleranzen können sehr verschieden sein – Bauch- und Kopfschmerzen sowie Hauterscheinungen sind dabei die häufigsten Beschwerden. Wir homöopathischen Ärzte hören aufmerksam zu und finden für die auffälligsten Lokalsymptome, für die Allgemeinsymptome (dazu zählen Eigenheiten und Gewohnheiten in Bereichen wie z.B. Schlaf, Krankheitsneigungen, Schweiß, Wettervorlieben oder Anfälligkeiten in speziellen Jahreszeiten, Temperaturregulation, Durst, Nahrungsmittelverlangen oder -abneigungen) und die Eigenarten des Patienten sein chronisches Mittel – eine Arznei für alle Beschwerden. Die Wahl der Potenz (= Stärke) entspricht der Ebene der Störung (körperlich oder psychisch – Achtung auf auslösende Ursachen), der Dauer der Beschwerden und dem Energiezustand des Patienten.

Fallbeispiel I: Klara (Name geändert), 71 Jahre
Klara litt an juckenden Hautausschlägen an Armen und Unterschenkeln, sowie unter Bauchschmerzen nach jedem Essen; morgens zusätzlich an Schmerzen am Hinterkopf. Nachts wurde sie oft wach, es war ihr heiß. Tomaten und Wein verschlimmerten diese Zustände. Zusätzlich verspürte sie Jucken an der Nasenspitze, im Gehörgang und am Rücken. Ihr Charakter: gewissenhaft und peinlich genau in Kleinigkeiten. Verlauf Februar – Mai 2007: Seit der dreimaligen Gabe von Sepia in steigenden Potenzen ist die Patientin beschwerdefrei geblieben.

Fallbeispiel II: Michaela (Name geändert), 25 Jahre
Michaela litt an krampfartigen Bauchschmerzen nach dem Essen. Sie hatte abwechselnd mit Verstopfung und Durchfall zu kämpfen. An Armen und Beinen bekam sie häufig Hautausschläge. Oft wurde Michaela zusätzlich von pulsierenden Kopfschmerzen an der Stirn, begleitet von Übelkeit geplagt. Ihr Charakter: schüchtern und zaghaft, zurückhaltend und reserviert, sanft. Zudem spürte sie häufig ein starkes Verlangen nach Schokolade, die sie aber leider nicht gut vertrug.

Verlauf Anfang November 2014 bis heute: Verordnung von Pulsatilla D200 1x/Woche bis Anfang Jänner 2015. Daraufhin wurden die Beschwerden besser, kamen aber leicht zurück. (Im Verlauf einer chronischen Erkrankung kommt es häufig zu einer Besserung und dann wieder zu einer Verschlechterung. In dem Fall wird die Potenz der Arznei gesteigert.) Der Patientin wurde Pulsatilla M im Abstand von 10 Tagen verordnet. Seit der letzten Kontrolle war die Patientin beschwerdefrei und ist es bis heute geblieben.

Kontakt
Ordination Dr. Gloria Kozel
8020 Graz, Kindermanngasse 29
Tel. 0316/71 54 46, Mobil 0664/23 73 691
E-Mail: kozel@inode.at
Web: www.graz-homoeopathie.at

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Dr. Wolfgang Jezek, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Homöopathie in Wien

In der konventionellen Medizin wurden über lange Zeit Körper und Seele als weitgehend getrennt wahrgenommen. Erst in den letzten Jahrzehnten wird diese eher mechanistische Sichtweise durch das sogenannte bio-psycho-soziale Denkmodell abgelöst. Demnach bilden Körper, Seele und Geist eine funktionelle Einheit, die unter Einbeziehung der Umgebung zusammenhängen und einander gegenseitig beeinflussen – dieser ganzheitliche Zugang ist in der Homöopathie von Beginn an eine Selbstverständlichkeit. Sie stellt bereits seit ihren Anfängen eine psycho-somatische Medizin im eigentlichen Sinne dar, die emotionale Faktoren ebenso berücksichtigt wie körperliche Befindlichkeiten und Symptome.

Zentralorgan unserer Emotionen
Das Verdauungssystem gilt in der Homöopathie als ein Zentralorgan zur Verarbeitung von Emotionen. Je größer diese sind, desto stärker reagieren Magen und Darm mit – umso mehr, wenn es sich um unterdrückte Gefühle handelt. Die Zusammenhänge zwischen Verdauung und Gefühlen sind im Volksverständnis offenkundig und spiegeln sich in vielen Redewendungen wider, zum Beispiel: „Das liegt mir im Magen“, „Das ist wie ein Schlag in die Magengrube“, „Das ist zum Speiben“.

Bei Beschwerden im Verdauungssystem wird in der Homöopathie ein besonders großes Augenmerk auf psychische Aspekte gelegt. Grundsätzlich bewirken homöopathische Arzneien oft, dass verdrängte oder verborgene Gefühle wieder hervorkommen und ausgedrückt werden können, z.B. durch Wut oder Weinen. Dadurch lassen sich die auslösenden Ereignisse besser bewältigen. Beispiele für bewährte Mittel bei Magen-Darm-Problemen mit psychischen Hintergründen sind Nux vomica, Lycopodium, Phosphor und Ignatia.

Bewährte Arzneien
Nux vomica (Brechnuss): Die Brechnuss enthält Strychnin, bei einer Vergiftung treten starke Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Magenbeschwerden und üble Laune auf. Nux vomica ist dementsprechend ein wichtiges „Katermittel“, das häufig bei nervösem Magen am Morgen nach übermäßigem Genuss von Alkohol, Zigaretten, Kaffee sowie zuwenig Schlaf hilfreich wirkt. Typisch ist u.a. das Paradox, dass ein Verlangen nach derartigen Reizmitteln besteht, diese aber schlecht vertragen werden. Weiters kann man das Mittel auch bei chronischer hartnäckiger Verstopfung einsetzen.

Auf psychischer Ebene sind Nux-vomica-Menschen leistungsorientiert und vielfach sehr ehrgeizig. Sie haben häufig eine unzufriedene, gereizte Grundhaltung und tragen einen tiefen Zorn in sich, der sich durch heftige Wutausbrüche entladen kann. Nux vomica ist also ein gutes Mittel für zornige Menschen, die oft nervöse Magen-Darm-Beschwerden haben.

Lycopodium (Bärlapp): Dieses Mittel ist mit verschiedensten Magen-Darm-Symptomen verbunden, wie z.B. Magenbeschwerden in nüchternem Zustand. Paradox: Der Mensch ist hungrig, nach dem Essen werden die Beschwerden (z.B. Völlegefühl) jedoch oft stärker. Außerdem tritt oft am Vormittag (zwischen 10 und 11 Uhr) eine Verschlimmerung ein. Verschiedene Nahrungsmittel können schlecht verarbeitet werden und verursachen oft starke Blähungen. Es kann sowohl zu Verstopfung als auch zu Durchfällen kommen.

Der Lycopodium-Mensch ist sehr ehrgeizig. Er hat oft ein schlechtes Selbstwertgefühl, fühlt sich klein und nicht entsprechend wahrgenommen, respektiert und honoriert. Lycopodium ist daher oft in beruflichen Zusammenhängen angezeigt. Der Mensch kann ziemlich zornig sein, manchmal auch sentimental. Beispielsweise kann er bei Lob und Anerkennung zu weinen beginnen.

Phosphor: Dieses Mittel eignet sich für leicht erregbare, gegenüber verschiedensten Reizen (z.B. Wetter, Lärm, Licht) extrem empfindliche Menschen. Sie nehmen atmosphärische Schwingungen der Umgebung besonders stark war, ahnen häufig Ereignisse voraus.

Damit verbunden sind verschiedene Magen-Darm-Beschwerden. Auffällig sind Verschlechterung durch Hunger sowie Verlangen nach kalten Getränken und Nahrungsmitteln, die aber oft nicht gut vertragen werden. Phosphor ist auch ein wichtiges Durchfallmittel, auch bei Magen-Darm-Infekten mit massiven schwallartigen Entleerungen, die schwächen.

Früher wurden Streichhölzer mit Phosphor hergestellt. Analog dazu handelt es sich bei Phosphor-Menschen um Persönlichkeiten, die schnell entflammen, deren Begeisterung jedoch häufig nicht lange anhält. Sie können leicht Kontakte knüpfen und Menschen kennenlernen, brauchen immer Kontakt und halten Alleinsein schlecht aus. Die Kontakte sind aber oft recht oberflächlich. Phosphor-Menschen wenden sich relativ rasch wieder anderen Personen zu.

Ignatia amara: Dieses wichtige Trauma- und Kummermittel wird v.a. bei akuten schweren psychischen oder körperlichen Traumata eingesetzt, manchmal auch bei unverarbeiteten länger zurückliegenden Verletzungen. Es ist besonders hilfreich bei Magen-Darm-Beschwerden, die v.a. mit verborgener, verdrängter Trauer oder mit unterdrückten Gefühlen wie Ärger oder Aufregungen zu tun haben.

Ignatia-Menschen wollen um jeden Preis weiterfunktionieren, auch wenn dies fast nicht mehr möglich ist. Sie sind sehr diszipliniert und stark, aber sie verdrängen vieles. Häufig leiden sie unter nervös bedingten Magen-Darm-Beschwerden, z.B. Durchfällen vor herausfordernden Ereignissen (z.B. Prüfungen).

Kontakt
1230 Wien, Anton-Baumgartner Straße 125 /Stg 7/1.OG/Tür 01 (Kassenpraxis)
1010 Wien, Laurenzerberg 1/29 (Privatordination)
Tel. 01/662 18 10
E-Mail: dr.jezek@drjezek.at
Web: www.drjezek.at

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Univ. Prof. Dr. Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin in Wien

Tagtäglich machen weltweit Millionen von Ärzten und Patienten positive Erfahrungen mit Homöopathie. Ihre genaue Wirkungsweise ist nach wie vor nicht wissenschaftlich erklärbar. Die gute Wirksamkeit ist jedoch subjektiv wahrnehmbar und auch in großen systematischen Reviews und Metaanalysen belegt.

In Metaanalysen dokumentierte Effektivität
Bereits 1991 zeigte eine britische Metaanalyse (1) von 105 Studien, dass die vorliegende Evidenz möglicherweise ausreicht, um Homöopathie als reguläre Behandlung zu etablieren. Eine weitere Metaanalyse (2) von 89 Studien ergab, dass die Ergebnisse nicht mit der Hypothese kompatibel seien, dass die klinischen Effekte von Homöopathie ausschließlich auf Placeboeffekten beruhen. Eine rezente Arbeit (3) bestätigt, dass die individualisierte Homöopathie signifikant besser wirkt als Placebo.

Cave methodische Mängel
Häufig wird die Aussagekraft homöopathischer Studien von Skeptikern mit dem Hinweis auf qualitative Schwächen angezweifelt. Bei zwei großen Metaanalysen, die der Homöopathie die Wirksamkeit absprechen wollen, wurden jedoch selbst grobe methodische Mängel offenkundig:

• Eine von Homöopathiekritikern gerne zitierte, 2005 in „The Lancet“ erschienene Metaanalyse (4) hatte aus insgesamt 110 Studien – davon 27 mit hoher Qualität – ohne Angabe von Gründen plötzlich auf acht Arbeiten reduziert. Im Gegensatz zur Darstellung im Abstract war die Homöopathie jedoch genauso wie die konventionelle Medizin wirksam.

• Ebenfalls für lebhafte Diskussionen sorgte die erst im März 2015 neuerlich publizierte, allerdings schon im Vorjahr präsentierte, von der australischen Gesundheitsbehörde „National Health and Medical Research Council“ (NHMRC) in Auftrag gegebene Metaanalyse zu Homöopathie-Studien (5). Auch hier wurden gravierende methodische Schwachstellen aufgedeckt. Beispielsweise wurden nur Studien mit mehr als 150 Teilnehmern berücksichtigt, obwohl auch gute kleinere Studien klinisch relevante und valide Ergebnisse erbringen können. Es wurden nur englisch-sprachige Studien zugelassen und Qualitätskriterien der Homöopathie nicht beachtet. Außerdem wurden Übersichtsarbeiten einbezogen, ohne die Primärstudien zu prüfen. Diese Präsentation wurde keinem Gutachterprozess unterworfen, wie es bei wissenschaftlichen Arbeiten üblich ist.

Unvoreingenommener Zugang gefragt
Es bedarf also eines korrekten Umgangs mit vorhandenen Daten, um die Wirksamkeit der Homöopathie objektiv beurteilen zu können. Eindrucksvoll belegt wird dies durch eine 2013 publizierte Auswertung (6) von Metaanalysen gepoolter Daten aus Placebo-kontrollierten klinischen Studien. Autor Robert G. Hahn, Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der schwedischen Universität Linköping, der selbst nicht Homöopath ist, kam zu folgenden Kernaussagen:

• Um den Schluss ziehen zu können, dass Homöopathie einer klinischen Wirkung entbehrt, müssten 90 Prozent der vorhandenen klinischen Studien außer Acht gelassen werden. Alternativ müssten fehlerhafte statistische Methoden angewendet werden.

• Die Methode des „Funnel Plot“ – die für die 2005 in „The Lancet“ publizierte Metaanalyse verwendet worden war – erwies sich für die Analyse heterogener Datensätze, wie dies bei der Homöopathie der Fall ist, als fehlerhaft und ist daher ungeeignet.

• Leser dieser Literatur sollten sich bewusst sein, dass Ideologie in diesen Metaanalysen eine Rolle spielt.

Skepsis aufgrund mangelnden Wissens
Vielen Homöopathie-Skeptikern fehlt es an einer naturwissenschaftlichen, geschweige denn medizinischen Ausbildung und ausreichendem Wissen zur Homöopathie. Dies führt mitunter dazu, dass Argumente sich selbst widerlegen:

• Beispielsweise sollte u.a. 2014 im Rahmen einer Aktion auf dem Wiener Stephansplatz demonstriert werden, dass Homöopathie nicht wirkt – übrigens nicht zum ersten Mal. Dazu schluckte eine Reihe von Homöopathiekritikern eine große Menge Globuli einer Hochpotenz – ohne Wirkung oder Nebenwirkung, was für Homöopathen keineswegs unerwartet kam. Denn laut Arzneimittelprüfungsvorschriften ist eine einmalige Einnahme zwar geeignet, die Sicherheit festzustellen, nicht jedoch die Wirkung. De facto war die Aktion auf dem Stephansplatz also der bisher größte prospektiv durchgeführte Nachweis der Sicherheit von homöopathischen Hochpotenzen.

• Häufig wird Homöopathen vorgeworfen, sie würden die Patienten um den additiven Effekt der konventionellen Medizin betrügen. Ein Beispiel aus meinem Berufsalltag widerlegt dies klar: Einer 22-jährigen Patientin sollte wegen wiederholten Abszessen nach siebenmaliger Operation am Sprunggelenk der Fuß amputiert werden. Dank homöopathischer Behandlung konnte dies verhindert und der Fuß erhalten werden. Der additive Effekt der Arzneimittelmedizin wäre die Amputation gewesen.

• Ein weiteres Argument lautet, dass 80 Prozent aller Krankheiten ohnehin von selbst heilen würden. Eigentlich versteckt sich in dieser Aussage ein massiver Angriff auf die gesamte Ärzteschaft sowie auf die Ausbildungsqualität der Medizinischen Universitäten. Denn fast jeder Patient bekommt von seinem Arzt irgendeine medizinische Behandlung vorgeschlagen. Wenn also der Großteil aller Leiden ohnehin von selbst verschwindet, müsste man eigentlich sowohl aus medizinischen als auch aus ökonomischen Gründen sehr viel zurückhaltender mit Verordnungen umgehen.

• Weiters wird gerne behauptet, dass Homöopathen ohne Studienevidenz arbeiten. Dem ist entgegenzuhalten, dass in Wahrheit 89 Prozent aller Interventionen der konventionellen Medizin nicht ausreichend belegt sind (7).

Fazit
Ideologische Herangehensweisen sind bei der Bewertung einer medizinischen Methode wenig hilfreich. Zahlreiche Metaanalysen belegen mittlerweile den Nutzen der Homöopathie. Um ihre Wirksamkeit für sich selbst beurteilen zu können, ist es am besten, sie persönlich auszuprobieren.

Literatur
(1) Klejnen J, et al. Clinical trials of homoeopathy. Br Med J 1991;302:316–323.
(2) Linde K, et al. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials. Lancet 1997;350: 834–843.
(3) Mathie RT et al. Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis. Systematic Reviews 2014;3:142.
(4) Shang A, et al. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. The Lancet 2005;366(9487):726–732.
(5) http://www.atms.com.au/atms-calls-on-federal-government-support-and-recognition-for-homoeopathy/#.VRE1ejJOXcs
(6) Hahn RG. Homeopathy: Meta-Analyses of Pooled Clinical Data. Forschende Komplementärmedizin 2013;20:376-381.
(7) http://clinicalevidence.bmj.com/ceweb/about/knowledge.jsp

Kontakt
MedUni Wien/AKH Wien, Universitätsklinik für Innere Medizin I
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Tel. 01/40 400-45060
Ordinationen: 1090 Wien, Sporkenbühelgasse 2 / Ecke Lustkandlgasse 49
2340 Mödling, Viechtlgasse 10
Tel. 0680/111 97 26 (Sekretariat: Frau Simonsky),
E-Mail: michael.frass@meduniwien.ac.at
Web: www.ordination-frass.at

 

Presseinformation

Die Hälfte aller Österreicher nutzte im Jahr 2014 homöopathische Arzneimittel, wie eine aktuelle GfK-Studie (1) zeigt. „59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie großes Vertrauen in die Homöopathie setzen.

71 Prozent sind der Meinung, dass homöopathische Arzneimittel gut wirksam sind“, so Mag. pharm. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG und Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.

Zu den Hauptanwendungsgebieten zählen traditionell Erkältungskrankheiten, geschwächtes Immunsystem und Unruhezustände. Aufholbedarf besteht bei Problemen im Magen-Darm-Bereich, denn auch hier bieten homöopathische Arzneien Hilfe sowohl für akute als auch für chronische Beschwerdebilder.

Ganzheitliche Betrachtung des Menschen
„Die homöopathische Medizin konzentriert sich nicht ausschließlich auf ein einzelnes erkranktes Organ, sondern betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit mit allen individuellen körperlichen, seelischen und mentalen Zuständen bzw. Problemen“, erläutert Dr. Erfried Pichler, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Klagenfurt und Wien, Leiter der komplementärmedizinischen Ambulanz der Kinderonkologie Klagenfurt und Präsident der ÖGHM. Die Arzneiwahl orientiert sich wesentlich an den Befindlichkeiten, Vorlieben und Abneigungen des Patienten. Ein aufgetretenes organisches Problem wird dabei quasi „mitbehandelt“.

Bewährte Arzneien bei Magen-Darm-Problemen
Zur Behandlung akuter Magen-Darm-Beschwerden stehen laut Dr. Pichler v.a. Nux vomica (Brechnuss), Pulsatilla pratensis (Kuh- oder Küchenschelle), Colocynthis (Bittergurke) und Acidum arsenicosum (auch Arsenicum album genannt) im Vordergrund. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen besitzen Mercurius solubilis (Quecksilber), Acidum nitricum (Salpetersäure) und Acidum arsenicosum einen hohen Stellenwert.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten
In den letzten Jahren werden immer häufiger Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose-Fruktose- oder Histaminintoleranz diagnostiziert. Als mögliche Ursache wird ein Zusammenhang mit der begleitenden Einnahme von Säurehemmern als Magenschutz bei Schmerztherapien diskutiert. Mithilfe der Homöopathie kann auch bei diesen chronischen Leiden, in vielen Fällen Besserung, ja sogar Heilung erreicht werden, wie Dr. Gloria Kozel, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Graz berichtet: „Die Patienten können bald wieder alles essen – und zwar meist bereits nach nur wenigen Wochen oder Monaten.“

Verdauungssystem und Psyche
„Das Verdauungssystem gilt in der Homöopathie als ein Zentralorgan zur Verarbeitung von Emotionen“, betont Dr. Wolfgang Jezek, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Homöopathie in Wien. Je größer diese sind, desto stärker reagieren Magen und Darm mit – umso mehr, wenn es sich um unterdrückte Gefühle handelt. Die Zusammenhänge zwischen Verdauung und Gefühlen sind im Volksverständnis offenkundig und spiegeln sich in vielen Redewendungen wider, zum Beispiel: „Das liegt mir im Magen“, „Das ist wie ein Schlag in die Magengrube“, „Das ist zum Speiben“.

Bei Beschwerden im Verdauungssystem – insbesondere chronischer Natur – legt die Homöopathie daher ein besonderes Augenmerk auf psychische Aspekte. „Grundsätzlich bewirken homöopathische Arzneien oft, dass verdrängte oder verborgene Gefühle wieder hervorkommen und ausgedrückt werden können, z.B. durch Wut oder Weinen“, so Dr. Jezek. „Dadurch lassen sich die auslösenden Ereignisse besser bewältigen.“ Als Beispiele für bewährte Mittel bei Magen-Darm-Problemen mit psychischen Hintergründen nennt der Experte Nux vomica, Lycopodium, Phosphor und Ignatia.

Homöopathie wirkt – in Praxis und Theorie
Wie die aktuelle GfK-Studie zeigt, genießt die Homöopathie hohe Beliebtheit und Vertrauen – völlig zu Recht, wie Univ. Prof. Dr. Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin in Wien argumentiert: „Die gute Wirksamkeit ist subjektiv wahrnehmbar und auch in großen systematischen Reviews und Metaanalysen (2-5) bewiesen.“ Vielen Skeptikern, welche die Homöopathie ungeachtet der guten Datenlage weiterhin diskreditieren wollen, fehle es laut Prof. Frass „an einer naturwissenschaftlichen, geschweige denn medizinischen Ausbildung und ausreichendem Wissen zur Homöopathie“. Fazit des Experten: „Ideologische Herangehensweisen sind bei der Bewertung einer medizinischen Methode wenig hilfreich. Zahlreiche große Untersuchungen mit insgesamt tausenden Patienten belegen den Nutzen der Homöopathie. Um ihre Wirksamkeit für sich selbst beurteilen zu können, ist es am besten, sie persönlich auszuprobieren.“

Tag der Homöopathie 2015 am 15. April
Anlässlich des Tages der Homöopathie lud die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) in Kooperation mit der Initiative „Homöopathie hilft!“ zum kostenlosen Vortragsabend am Mittwoch, 15. April 2015, 18-20.30 Uhr, ins Don Bosco Haus (1130 Wien, St. Veit-Gasse 25) zum Thema „Wenn Magen & Darm rebellieren – homöopathische Hilfe bei gastrointestinalen Problemen“.

Tag der Homöopathie, Akupunktur & Co 2015 für Tiere am 7. Mai
Kostenloser Vortragsabend am Donnerstag, 7. Mai 2015, 17-21 Uhr, in der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Hörsaal A (1210 Wien, Veterinärplatz 1) für Tierliebhaber, Tierhalter, Studenten, Tierärzte und alle, die sich für komplementäre Behandlungsmethoden interessieren. Außerdem erwarten die Besucher Infostände, ein Biobuffet und ein Gewinnspiel. Der Eintritt ist frei.
Infos: www.oegvh.at

Literatur
(1) GfK Austria: Homöopathie in Österreich, 2015, Grundgesamtheit 2.000 Personen ab 15 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung; Auftraggeber: Dr. Peithner KG.
(2) Klejnen J, et al. Clinical trials of homoeopathy. Br Med J 1991;302:316–323.
(3) Linde K, et al. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials. Lancet 1997;350: 834–843.
(4) Mathie RT et al. Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis. Systematic Reviews 2014;3:142.
(5) Hahn RG. Homeopathy: Meta-Analyses of Pooled Clinical Data. Forschende Komplementärmedizin 2013;20:376-381.

 

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Homöopathie – die große Kraft der kleinen Kugeln
Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass ihnen die Kraft der Natur besser hilft als die Schulmedizin. Häufig fällt ihre Wahl auf die Homöopathie. Ein Therapieverfahren, das seit mehr als 200 Jahren chronische und akute Krankheiten auf natürliche Weise heilt. Dabei wird bei einer Erkrankung der gesamte Organismus bei der Heilung unterstützt – durch Anregung körpereigener Abwehrkräfte. Homöopathische Arzneien behandeln nicht nur die Symptome einer Erkrankung, sondern den ganzen Menschen.

„Homöopathie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „ähnliches Leid“ (Homoin = ähnlich, pathos = das Leiden). Sie ist eine Reiz- und Regulationstherapie basierend auf den drei Prinzipien Arzneimittelprüfung – Ähnlichkeitsprinzip – Potenzierung. Homöopathie ist ein Bereich der Komplementärmedizin und nicht zu verwechseln mit Bachblüten, Phytotherapie, Ayurveda, Aromatherapie u.a.

Die Qual der Wahl
Zur Behandlung der Symptome sucht der klassische Homöopath oder die klassische Homöopathin nach der exakten, individuell auf den Zustand des Betroffenen passenden Arznei, mittels körperlicher Untersuchung und der Anamnese. Darunter versteht man die umfangreiche Erhebung der Krankengeschichte. Das ausführliche Gespräch kann schon mal länger als eine Stunde dauern. Neben der Hauptbeschwerde interessieren den homöopathischen Arzt auch individuelle Begleiterscheinungen wie Schlafgewohnheiten, Essensvorlieben und -abneigungen und das psychische Befinden des Patienten.

Mit den mehr als 2.000 verschiedenen Mitteln, die in diesem Verfahren zum Einsatz kommen, hat der Arzt unzählige Möglichkeiten zu reagieren.

Allein für Kopfschmerzen hat die homöopathische Apotheke mehr als 900 mögliche Heilmittel zur Verfügung gestellt, denn nicht jeder Betroffene hat die gleiche Art von Kopfschmerzen.

In Apotheken werden häufig homöopathische Komplexmittel, eine Kombination bewährter homöopathischer Substanzen, empfohlen. Diese wurden von erfahrenen Homöopathen zusammengestellt und decken ein breiteres Spektrum an Symptomen ab. Komplexmittel können in der Selbstmedikation hilfreich sein, wie etwa Spigelon® der Firma Heel (Vertrieb Dr. Peithner KG), das bei verschiedenen Arten von Kopfschmerzen angewendet wird.

Geschichte der Homoöpathie
„Similia similibus curentur“ – „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ folgerte der Erfinder der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843), aus einer Reihe von Selbstversuchen. Bereits im Jahr 1796 – dem Geburtsjahr der Homöopathie – publizierte er als Simile-Prinzip, dass sowohl die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln aus Pflanzenextrakten, Kräutern, Mineralien und auch tierischen Essenzen bei gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen wie die Krankheiten, gegen die sie erfolgreich eingesetzt werden. Als Beweis dieser These gilt sein berühmter Chinarinden-Selbstversuch (1790): Er nahm einige Quäntchen Chinin, ein aus der Rinde des Chinabaumes gewonnenes Malariamittel. Dieses Mittel löste bei ihm ähnliche Symptome wie ein Malariaschub aus: Schüttelfrost, Fieber, Schweißausbrüche … Hahnemanns Schlussfolgerung: eine Arznei, die beim Gesunden Symptome hervorruft, die denen einer Krankheit ähnlich sind, vermag diese Krankheit zu heilen.

Seine Kollegen zeigten sich von seinen Erkenntnissen wenig begeistert; und er selbst stand mit den damaligen medizinischen Praktiken auf Kriegsfuß. Beispielsweise stufte er schon damals den Aderlass als „unsinnig und gefährlich“ ein. Aus Enttäuschung über die oft schädigende Behandlungsweise der seinerzeitigen Medizin gab er seine praktische Tätigkeit nach acht Jahren Praxis als Arzt auf und befasste sich ausschließlich mit Chemie, Pharmazie und medizinischen Übersetzungsarbeiten. Erst als er für sich wieder Möglichkeiten sah, als Arzt Menschen wirkliche Heilung bringen zu können, praktizierte er weiter. „Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachteiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen“, schrieb Hahnemann im § 2 seines Hauptwerkes, dem Organon (1810). Und in der Tat können homöopathische Mittel Krankheiten schnell und sanft heilen bzw. lindern.

Homöopathie heute
Heute ist Homöopathie eine anerkannte Heilmethode. In Österreich dürfen allerdings nur speziell ausgebildete Ärzte Homöopathie in einem gesetzlich genau definierten Rahmen als Therapieform anbieten. Homöopathen müssen eine schulmedizinische Ausbildung abgeschlossen und selbstständig als Allgemeinmediziner oder als Facharzt tätig sein. Empfehlungen dürfen natürlich auch Apotheker und Hebammen aussprechen.

Wie wird man zum Homöopathen oder Homöopathin?
Die medizinische Spezialausbildung für das ÖÄK-Diplom „Homöopathie“ dauert mehrere Jahre und richtet sich an Ärzte sowie Medizinstudenten im dritten Studienabschnitt. Zahnärzte ohne jus practicandi können kein ÖÄK-Diplom erlangen. An diese Grundausbildung schließen regelmäßige Fortbildungen an.

Das ÖAK-Diplom kann u.a. bei der ÖGHM (Österreichischen Gesellschaft für Homöopathie – www.homoeopathie.at) absolviert werden.

Wann ist die Therapie mit Homöopathie sinnvoll?
Homöopathie ist immer anwendbar, solange körpereigene Abwehrmechanismen vorhanden sind und keine Stoffe – wie etwa Insulin bei Diabetes – ersetzt werden müssen. Homöopathische Arzneien sind gut verträglich und nebenwirkungsarm. Sie eignen sich dadurch größtenteils auch für die Behandlung von Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern (nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt).

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Foto: Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG

Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.
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Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2013
Arzt aus Niederösterreich zum zweiten Mal ausgezeichnet

Arzt aus Niederösterreich zum zweiten Mal ausgezeichnet

Wien, 07.04.2014. Am Samstag, dem 5. April, wurde im Rahmen einer Feier der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2013 verliehen. Der Preisträger Dr. Jörg Hildebrandt wurde für seine Arbeit zur Vergleichbarkeit von Arzneimittelselbsterfahrungen* ausgezeichnet.

Am Samstag, dem 5. April überreichten Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, und Dr. Michael Hajek, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM), den mit EUR 3.000,– dotierten Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie an den St. Pöltner Arzt Dr. Jörg Hildebrandt. Seine Arbeit über die Vergleichbarkeit von Arzneimittelselbsterfahrungen (AMSE) überzeugte die Jury. Peithner: „Dr. Hildebrandt hat mit seiner Studie einen wichtigen Beitrag für die Grundlagenforschung in der Homöopathie geleistet. Wir freuen uns, ihm diese Auszeichnung nun bereits zum zweiten Mal überreichen zu können.“

Die Studie – Arzneimittelselbsterfahrung (AMSE)
Bei einer Arzneimittelselbsterfahrung wird gesunden Probanden über einen bestimmten Zeitraum von mehreren Tagen ein homöopathisches Arzneimittel in gleichbleibender Dosierung verabreicht. Während dieser Zeit wird beobachtet, welche Symptome die Testperson entwickelt. Diese Herangehensweise entspricht dem homöopathischen Prinzip „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“. Jene Symptome, die ein gesunder Mensch nach mehrmaliger Verabreichung der homöopathischen Arznei entwickelt, können mit diesem Mittel beim kranken Menschen geheilt werden. Sie ergeben das Arzneimittelbild.

Beobachtet werden sowohl körperliche als auch seelische Symptome, aber auch Gemütszustände, Vorlieben und dergleichen. Solche AMSE fördern oft komplexe Symptomansammlungen zu Tage und es stellt sich die Frage nach der Vergleichbarkeit bzw. der Objektivierung dieser Vergleiche, insbesondere wenn es sich um AMSE mehrerer Prüfungsleiter handelt. Hildebrandt untersuchte in seiner Arbeit mehrere ASME einer Arznei vulkanischen Ursprungs. Zur Überprüfung stellte er eine pflanzliche Arznei gegenüber. Er fand einen signifikanten Unterschied zwischen den Prüfungen mit demselben Arzneimittel und Prüfungen mit unterschiedlichen Arzneien. Hajek: „Mit seiner Arbeit legte Dr. Hildebrandt den Grundstein für die Schaffung eines Instrumentariums zur Vergleichbarkeit und Objektivierung von homöopathischen Arzneimittelprüfungen.“

Der Preisträger
Dr. Jörg Hildebrandt erhielt den Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2008 für die Entdeckung eines neuen Arzneimittels, dem Toxopneustes pileolus (Rosenseeigel), das u.a. bei Zahn- und Zahnfleischbeschwerden, Speichelstein, Prüfungsblackout, Migräne, drückender Augenschmerzen (von der Halswirbelsäule ausgehend), Taubheit der Extremitäten und schwerer Akne zum Einsatz kommt.

Dr. Jörg Hildebrandt ist Allgemeinmediziner und Facharzt für Augenheilkunde in St. Pölten. Sein Behandlungsspektrum umfasst sowohl die konventionelle Medizin als auch die Klassische Homöopathie, die Manualtherapie und die Akupunktur.

Der Preis
Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde 2003 von der Dr. Peithner KG, dem führenden Hersteller homöopathischer Arzneien in Österreich, ins Leben gerufen. Ziel ist die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie in Österreich. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit EUR 3.000,– dotiert. Internet: www.peithner.at

Die ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
Die ÖGHM ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 800 Mitglieder. Internet: www.homoeopathie.at

* In Österreich dürfen homöopathische Arzneimittelprüfungen nur mit medizinisch geschulten Probanden in Form einer Arzneimittelselbsterfahrung (AMSE) durchgeführt werden.

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG – Haus der Homöopathie
Alexandra Abrahim, Bakk.phil., Public Relations Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-660, alexandra.abrahim@peithner.at
www.peithner.at

Presseinformation

 

 

 

© Dr. Peithner KGFoto: v.li.n.re. Dr. Michael Hajek, Vorstand der ÖGHM; Dr. Jörg Hildebrandt, Preisträger des Dr. Peithner Preises 2013; Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG.
Foto: Dr. Peithner KG
Abdruck honorarfrei!

 

 


 

Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2012
Homöopathie wirksam bei Allergien

Homöopathie wirksam bei Allergien

Wien, 15.4. 2013. Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde am Samstag, dem 13. April, im Rahmen einer Feier der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) verliehen. Die preisgekrönte Studie zeigt deutlich die Vorteile einer homöopathischen Behandlung bei Allergiesymptomen. Eine Vielzahl weiterer Untersuchungen beweist ebenfalls die gute Wirksamkeit der Homöopathie.

Dr. Christa Gründling, Allgemeinmedizinerin in Enns, Oberösterreich, zeigte in ihrer prospektiven multizentrischen Studie „Real-life effect of homeopathy in the treatment of allergies“(1), die im Jänner 2012 auch in der renommierten Fachzeitschrift Wiener Klinische Wochenschrift veröffentlicht wurde, dass es unter homöopathischer Therapie zu einer deutlichen Verbesserung der Allergiesymptome kommt. Bei den meisten jener PatientInnen, die sich zum Zeitpunkt des Studienbeginns konventionellen Therapien unterzogen, konnten diese reduziert oder völlig weggelassen werden. Mag. Johanna Gugler, Marketingleiterin der Dr. Peithner KG, dazu: „Einmal mehr zeigt eine Studie die gute Wirksamkeit der Homöopathie bei Allergien.“ Zahlreiche PatientInnen hatten einen jahrelangen Leidensweg hinter sich. „In der aktuellen Studie litt die Hälfte der TeilnehmerInnen bereits mehr als 10 Jahre unter allergischen Symptomen.“, so Gugler weiter.

Hohe Sicherheit und Patientenzufriedenheit
„Die mögliche Reduktion konventioneller Medikamente ist sowohl aus klinischer als auch aus ökonomischer Sicht positiv zu bewerten“, so Dr. Erfried Pichler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM). „Bei keinem der Studienteilnehmer sind unerwünschte Ereignisse eingetreten.“ Auch die Zufriedenheit der PatientInnen war äußerst hoch.

Wirksamkeit der Homöopathie vielfach bewiesen
Dr Felix Kromer vom Medizinischen Service bei der Dr. Peithner KG: „Nicht nur die Studie von Gründling, auch eine Vielzahl anderer Untersuchungen beweisen genau das Gegenteil.“ So stellt der von der Schweizer Regierung in Auftrag gegebene HTA-Bericht eindeutig fest, „dass es ausreichende Belege für die präklinische (experimentelle) Wirkung und klinische Wirksamkeit der Homöopathie gibt (…)“(2)

Positive Studienergebnisse in der Intensivmedizin
Zwei randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien, die unter der Leitung von Professor Frass durchgeführt wurden, zeigen eindeutig die positive Wirkung einer komplementären homöopathischen Therapie bei intensivmedizinisch betreuten PatientInnen.(3,4) Kromer: „Diese positiven Studienergebnisse lassen sich nicht durch den Placeboeffekt oder polemische Hinweise auf den Glauben erklären.“

Die Preisträgerin
Dr. Christa Gründling hat im Jahr 1991 an der Medizinischen Universität Wien promoviert. Seit 1997 führt sie eine Privatpraxis im oberösterreichischen Enns. Ihr ÖÄK Diplom Komplementäre Medizin Homöopathie erhielt sie 2002. Im Jahr 2010 schloss sie den Postgraduate Lehrgang für Clinical Research an der Johannes Keppler Universität in Linz ab. „Ein Ärztekammerdiplom beinhaltet für mich auch einen Auftrag zur Forschung und Reflexion“, so Gründling. „Letztendlich soll damit auch der Dialog zwischen konventioneller und nichtkonventioneller Medizin gefördert werden.“

(vollständiger Pressetext im Download)

(1) Gründling,C. Real life effect of homeopathy in the treatment of allergies. In: Wiener Klinische Wochenschrift 1-2/2012.
(2) Bornhöft G., Matthissen PF (Hg.): Homöopathie in der Krankenversorgung. Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. HTA-Bericht zur Homöopathie im Rahmen des Programmes Evaluation Komplementärmedizin in der Schweiz. VAS Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt 2006.
(3) Frass M., et al.: Adjunctive homeopathic treatment in patients with severe sepsis: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial in an intensive care unit. Homeopathy. 2005 Apr;94(2):75-80
(4) Frass M., et al.: Influence of Potassium Dichromate on Tracheal Secretions in Critically III Patients. Chest 2005; 127.3.936.

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG – Haus der Homöopathie
Alexandra Abrahim, Bakk.phil., Public Relations Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-660, alexandra.abrahim@peithner.at
www.peithner.at

Presseinformation kurz

Presseinformation lang

© Dr. Peithner KG

 

Bild: v.li.n.re: Dr. Erfried Pichler, Präsident der ÖGHM, Dr. Christa Gründling, MSc., Preisträgerin,
Mag. Johanna Gugler, Markteingleiterin Dr. Peithner KG
Dr. Peithner KG/Abdruck honorarfrei

 

 

 


 

Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2011
Wiener Jungärztin für Diplomarbeit ausgezeichnet

Wiener Jungärztin für Diplomarbeit ausgezeichnet

Wien, 23.4. 2012. Am Samstag, dem 21. April, wurde im Rahmen einer Feier der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2011 verliehen. Die Preisträgerin, Dr. Anna Zorzi, beleuchtete in ihrer Diplomarbeit an der Medizinischen Universität Wien unterschiedliche Erklärungsmodelle der Homöopathie.

Am Samstag, dem 21. April überreichten Mag. Johanna Gugler, Marketingleiterin der Dr. Peithner KG, und Dr. Gloria Kozel, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM), den mit EUR 3.000,– dotierten Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie an die Wiener Jungärztin Dr. Anna Zorzi. In ihrer Diplomarbeit untersucht sie unterschiedliche Erklärungsmodelle der Homöopathie. Hauptfragestellung war, ob die Homöopathie mit energetischen Modellen plausibel erklärt werden kann. Zur Beantwortung zog Zorzi nicht nur Fachliteratur heran, sie holte auch die Expertise von Fachleuten der Bereiche Homöopathie, Klinische Medizin, Veterinärmedizin, Physiologie, Pharmakologie und Physik ein. Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG: „Eine hervorragende Arbeit. Anna Zorzi beleuchtet die unterschiedlichen Erklärungsmodelle der Homöopathie, gibt einen sehr guten Überblick auch über die Kritik
und hat ein exzellentes Literaturverzeichnis recherchiert.“

Wissenschaftliche Auseinandersetzung
„Anna Zorzi hat in ihrer Diplomarbeit einen sehr schönen Überblick über die vorhandenen Erklärungsmodelle der Homöopathie gegeben“, meint Kozel. „Zorzis Arbeit ist eine große Hilfe, in der Forschung nach dem Wirkmechanismus der Homöopathie und dabei die „Spreu vom Weizen“ zu trennen. Ihr Beitrag, ist aber auch eine Aufforderung Ideen und Spekulationen sein zu lassen und in die Richtung zu forschen, wo wir mit einer
wissenschaftlichen Erklärung der Homöopathie rechnen können“, so Kozel weiter. „In diesem Sinn ist das Ergebnis der Diplomarbeit, dass die Homöopathie nicht als ‚Energiemedizin’ zu verstehen ist, sondern alles darauf hinweist, dass die Homöopathie als ‚Informationsmedizin’ erklärt werden kann, ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt für zukünftige Forschungen.“

Die Preisträgerin
Dr. Anna Zorzi hat im Jahr 2011 sowohl ihr Studium an der Medizinischen Universität Wien als auch ihre Homöopathie-Ausbildung bei der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) abgeschlossen. Derzeit befindet sich die frischgebackene Medizinerin in der Turnusausbildung im Krankenhaus Mistelbach. Ihr größter Wunsch war es Homöopathin zu werden. Warum Homöopathie? „Weil ich seit meiner Kindheit immer mit Homöopathie in Kontakt war und ihre positive Wirkung sowohl an mir selbst erfahren als auch bei allen Familienmitgliedern gesehen habe,“ sagt Zorzi.

Der Preis
Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde 2003 von der Dr. Peithner KG, dem führenden Hersteller homöopathischer Arzneien in Österreich, ins Leben gerufen. Ziel ist die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie in Österreich. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit EUR 3.000,– dotiert. Internet: www.peithner.at.

Die ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 900 Mitglieder. www.homoeopathie.at

Zorzi, A. (2011). Das Energiekonzept in der Homöopathie. Dipl.Arb. Medizinische Universität Wien,
Inst. f. Geschichte der Medizin.

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG – Haus der Homöopathie
Alexandra Abrahim, Bakk.phil., Public Relations Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-660, alexandra.abrahim@peithner.at
www.peithner.at

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© Dr. Peithner KGFoto: v.li.n.re. Dr. Gloria Kozel, Präsidentin der ÖGHM; Dr. Anna Zorzi, Preisträgerin des Dr. Peithner Preises 2011;
Mag. Johanna Gugler, Marketingleiterin der Dr. Peithner KG.
Foto: Dr. Peithner KG.
Abdruck honorarfrei!

 

 


 

Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2010
Medizinerin aus Linz ausgezeichnet

Medizinerin aus Linz ausgezeichnet

Stockerau, 9.4.2011. Am Samstag, dem 9. April, wurde im Rahmen einer Feier der Öster-reichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2010 verliehen. Die Preisträgerin, Dr. Rosemarie Brunnthaler-Tscherteu, wurde für ihre Arbeit über Calcium chloratum bei der Behandlung von HNO-Erkrankungen ausgezeichnet.

Am Samstag, dem 9. April überreichten Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, und Dr. Gloria Kozel, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM), den mit EUR 3.000,– dotierten Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie an die Linzer Allgemeinmedizinerin und Psychotherapeutin Dr. Rosemarie Brunnthaler-Tscherteu. Ihre Arbeit über Calcium chloratum bei der Behandlung von HNO-Erkrankungen fand Beachtung bei der Jury, weil es sich bei diesem homöopathischen Arzneimittel um ein bisher wenig bekanntes handelt. Dazu Peithner: „Dr. Brunnthaler-Tscherteu hat mit ihrer Arbeit ein neues Anwendungsgebiet für Calcium chloratum, einem bisher selten angewendeten homöopathischen Arzneimittel, erschlossen.“ So sieht die bundesdeutsche Aufbereitungsmonografie der Kommission D als einziges Anwendungsgebiet den Verdauungstrakt vor. Die Studie beschreibt insgesamt rund 100 Arzneimittelselbsterfahrungen und Kasuistiken im Detail. Erfolge konnten insbesondere bei der Behandlung von Sinusitis, Rhinitis und Allergien mit Beteiligung der oberen Atemwege erzielt werden. Peithner: „Diese Indikationen sind vielversprechend. Weitere Studien in diesem Bereich sind wünschenswert.“

Die Preisträgerin
Dr. Rosemarie Brunnthaler-Tscherteu ist Allgemeinmedizinerin und Psychotherapeutin. Sie führt das Zusatzdiplom Homöopathie der Österreichischen Ärztekammer. Seit 2004 leitet sie die Homöopathie Ambulanz an der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie des Konventhospitals der Barmherzigen Brüder in Linz. Brunnthaler-Tscherteu ist für die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) Bundeslandreferentin für Oberösterreich. Sie gehört seit Mitte der 90-er Jahre auch zum Ausbildungsteam der Gesellschaft.

Der Preis
Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde 2003 von der Dr. Peithner KG, dem führenden Hersteller homöopathischer Arzneien in Österreich, ins Leben gerufen. Ziel ist die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie in Österreich. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit EUR 3.000,– dotiert. Internet: www.peithner.at

Die ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 900 Mitglieder. www.homoeopathie.at

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG – Haus der Homöopathie
Alexandra Abrahim, Bakk.phil., Public Relations Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-660, alexandra.abrahim@peithner.at
www.peithner.at

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Foto: Dr. Rosemarie Brunnthaler-Tscherteu erhielt den Dr. Peithner Preis 2010 für
Ihre Arbeit zu Calcium chloratum bei HNO-Erkrankungen.
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Woche der Homöopathie März 2011
Im Zeichen der Frauengesundheit
Veranstalterin Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin in Kooperation mit Dr. Peithner KG

Wien, 28.03.2011. Studienergebnisse zeigen: die Österreicher haben großes Vertrauen in die Homöopathie. Vor allem Frauen nutzen die komplementärmedizinische Behandlungsmethode zur Linderung ihrer Beschwerden. Während der Schwangerschaft und in der Geburtshilfe aber auch bei Wechselbeschwerden hat die Homöopathie große Bedeutung erlangt. Letzteres vor allem aufgrund der hohen Risiken von Hormonbehandlungen, die vor kurzem abermals durch Studien bestätigt wurden.

Laut der Studie „Homöopathie in Österreich“ (1), die alle vier Jahre von GfK Austria und der Dr. Peithner KG durchgeführt wird, nutzte rund die Hälfte der Österreicher im Jahr 2008 homöopathische Arzneimittel. Unter den Nutzern waren es mit 60 Prozent vor allem die Frauen, die diese komplementärmedizinische Behandlungsmethode zur Linderung ihrer Beschwerden angewendet haben. Die Vertrauensbasis ist jedoch insbesondere bei der weiblichen Bevölkerung höher. 61 Prozent der insgesamt befragten Frauen und 48 Prozent der Männer haben viel Vertrauen in die Homöopathie. Als gut wirksam wurde sie von 73 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer beurteilt. Und 69 Prozent der Frauen glauben nicht, dass es sich bei der Homöopathie nur um eine Modeerscheinung handelt. Das zeigen auch die Marktzahlen: im Jahr 2010 wurden rund 35,3 Millionen Euro (2) für homöopathische Komplexmittel ausgegeben (3).

Schwangerschaft: Homöopathie schützt Leben
Einer der Hauptgründe für die Affinität von Frauen zur Homöopathie dürfte das äußerst günstige Nebenwirkungsprofil sein. Dieses ist unter anderem während der Schwangerschaft und Stillzeit von großer Bedeutung für Frauen, da in dieser Zeit nicht nur auf den eigenen Körper, sondern auch auf das heranwachsende Kind geachtet wird. Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer des Homöopathie-Herstellers Dr. Peithner KG: „Die wenigsten werdenden Mütter sind während der Schwangerschaft beschwerdefrei. Da die meisten Medikamente jedoch placentagängig sind, wird das ungeborene Kind zwangsläufig mitbehandelt.“ Aber auch über die Muttermilch können Wirkstoffe an das Kind weitergeben werden. „Homöopathische Arzneimittel eignen sich in diesen Fällen besonders, da sie praktisch frei von Nebenwirkungen sind,“ so Peithner weiter. Auch in der Geburtshilfe finden Homöopathika mehr und mehr Verbreitung.

Homöopathie versus Hormontherapie
Besondere Bedeutung hat die Homöopathie auch bei Wechselbeschwerden erlangt. Sie ermöglicht eine hormonfreie Behandlung, was vor dem Hintergrund erhöhter Gesundheitsgefahren durch Hormonbehandlungen während der Menopause von großer Wichtigkeit ist. So spricht eine Ende 2010 im Journal of the American Medical Association JAMA veröffentlichten Studie(4) von einem um 25 Prozent erhöhten Risiko an Brustkrebs zu erkranken, wenn Frauen mit einer Östrogen-Progesteron-Kombinationstherapie behandelt wurden. Das Risiko an dieser Erkrankung zu sterben erhöhte sich um 96 Prozent. Je früher mit einer solchen Behandlung begonnen wurde, desto höher war auch das Risiko, konstatiert eine weitere Studie, die vor kurzem im Journal of the National Cancer Institute JNCI (5) veröffentlichte wurde.

Die Diskussionen um die Gefahren von Hormontherapien veranlassen viele Frauen dazu nach Alternativen zu suchen. Eine davon ist Klimaktoplant, ein homöopathisches Kombinationspräparat, das in einer bereits in den 90-er Jahren an der Universität Heidelberg durchgeführten multinationalen, offenen Multizenter-Beobachtungsstudie (6) mit 851 Patientinnen, die an akuten Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Herzbeschwerden, Schlafstörungen oder depressiven Verstimmungen litten, sehr gute Erfolge erzielte. Im Verlauf einer 16 wöchigen Behandlung konnte bei 20,1 Prozent der Patientinnen eine vollständige Remission der Symptome, bei 56,8 Prozent eine Besserung festgestellt werden. Die Verträglichkeit wurde von 96 Prozent der Patientinnen mit „sehr gut“ und „gut“ bewertet. Rund drei Viertel führten die Therapie auch nach Studienende weiter. Eine weitere Untersuchung aus dem Jahr 2006 (7) zeigte bei 90 Prozent der Patientinnen vollständige Beschwerdefreiheit oder spürbare Besserung nach 12 Wochen Behandlungsdauer. Auch hier wurde die Verträglichkeit mit „sehr gut“ (38,1 Prozent) und „gut“ (61,9 Prozent) bewertet.

Ein weiteres Anwendungsgebiet im Bereich Frauenheilkunde, das in engem Zusammenhang mit der hormonellen Situation von Frauen steht, ist das Prämenstruelle Symdrom (PMS). Auch hier stehen mit Mulimen-Tropfen, die regulierend auf die Ovarien wirken, und Spascupreel-Tabletten bzw. -Zäpfchen bei Krampfzuständen des Uterus, zwei wirkungsvolle homöopathische Komplexmittel zur Verfügung.

1 GfK Austria/Dr. Peithner: Nutzerbefragung der österreichischen Bevölkerung – Homöopathie, 2008, 4.000 Interviews (2066 Frauen/1934 Männer). 2 Quelle: IMS Health Austria, 2010. 3 Homöopathische Einzelmittel werden statistisch nicht erfasst. 4 JAMA. 2010;304(15):1684-1692. doi: 10.1001/jama.2010.150. 5 JNCI J Natl Cancer Inst (2011) 103 (4): 296-305. doi: 10.1093/jnci/djq527 First published online: January 28, 2011. 6 Gerhard I. et al. (1998 ).Alternative Therapie akuter Wechselbeschwerden Balance Feber s 5-10. 7 Gerhard I. et al. (2006). Klimakterische Beschwerden: Wirksamkeit eines homöopathischen Kombinationshomöopathikums. In: Der Kassenarzt, Sonderbeilage 15:1 4.

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG nunmehr GmbH & Co, Alexandra Abrahim, Public Relations Managerin,
Tel. +43-1-616 26 44-660, alexandra.abrahim@peithner.at, www.peithner.at.

Dr. Peithner KG – Das Haus der Homöopathie
Die Dr. Peithner KG ist in Österreich Marktführer auf dem Gebiet der Homöopathie. Das Unternehmen vertritt die Homöopathie in ihrer gesamten Vielfalt und nimmt ihre Vorreiterrolle sowohl in der Klassischen Homöopathie – die mit Einzelmittel arbeitet – als auch in der Komplexmittel-Homöopathie wahr. Seit April 2009 gehört die Dr. Peithner KG zur Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel GmbH.

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Foto: Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.
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Homöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
werden.
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Homöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
werden.
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Immer mehr Menschen in Österreich vertrauen auf alternative Heilmethoden. Ein breites Sortiment homöopathischer Arzneimittel und die fundierte Beratung dazu gibt es in der Apotheke.

Homöopathische Arzneimittel bestehen häufig aus Substanzen, die ähnliche Symptome hervorrufen können, wie sie für die Krankheit typisch sind. Also wird bei Schnupfen ein Extrakt aus Zwiebeln eingesetzt, der normalerweise die Augen tränen und die Nase rinnen lässt; oder bei Unruhe und Schlafstörungen ein Extrakt aus Kaffee. Beides allerdings sehr stark verdünnt. Starke Verdünnungen sind Potenzierungen sind typisch für homöopathische Medikamente. Oft sind nur noch Spuren der Ausgangssubstanz enthalten, manchmal ist sie wissenschaftlich nicht mehr nachweisbar. Die Homöopathen meinen, dass durch die Verdünnungen die Wirkung des Heilmittels jedoch nicht schwächer würde, sondern stärker – sie würde „potenziert“. Die Wirksamkeit beruht auf biophysikalischer Ebene.

Richtige Einnahme
Viele Apotheken bieten ein breites Sortiment an hochwertigen homöopathischen Arzneimitteln. Da die Wirkstoffe immer über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, soll man die homöopathischen Arzneimittel auf der Zunge zergehen lassen. Starke ätherische Öle wie Eukalyptus oder Menthol, die zum Beispiel in herkömmlichen Zahnpasten enthalten sind, können die Wirkung homöopathischer Arzneimittel beeinträchtigen. Achten Sie deshalb während der Behandlung auf eine mentholfreie Zahnpasta. Homöopathische Mittel nimmt man mit einem Plastik- oder Porzellanlöffel ein. Essen und trinken Sie 30 Minuten vor und nach der Einnahme nichts.

Richtige Aufbewahrung
Homöopathische Arzneimittel sollen kühl gelagert und nicht in der Nähe von elektronischen Quellen (Mikrowelle, Musikbox…) aufbewahrt werden. Wenn Sie auf Reisen gehen, geben Sie Ihre Arzneimittel immer ins Handgepäck, nicht ins große Fluggepäck. Vermeiden Sie, dass die Homöopathika in der Handtasche neben dem Handy liegen.

Mag.pharm. Betina Halmschlager
Obmann-Stellvertreterin der Pharmazeutischen Gehaltskasse und Apothekerin in Niederösterreich

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Mag. pharm. Betina Halmschlager, Obmann-Stellvertreterin der Pharmazeutischen
Gehaltskasse und Apothekerin in Niederösterreich
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Das weibliche Hormonsystem ist sehr komplex und leicht beeinflussbar. In der Pubertät entwickelt sich ein rhythmischer Zyklus, der bei jeder Frau anders und individuell ist. Follikelhormon (Östrogen) und Gelbkörperhormon (Progesteron) sind die Regulatoren in diesem komplexen System. Schwanken die Hormone stark, kommt es zu unterschiedlichen Beschwerden. Der weibliche Zyklus ist in diesem Vortrag der Güssinger Allgemeinmedizinerin und Homöopathin Dr. Christina Ari ebenso Thema wie der Einfluss der „Pille“ auf den weiblichen Hormonhaushalt. Zweiter Themenschwerpunkt sind Symptome und Beschwerden in den Wechseljahren: Wallungen, Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, Depressionen und Schlafstörungen gehören dazu, ebenso können Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Harninkontinenz, nervöse Anspannung, Labilität und Konzentrationsstörungen oder Gelenksbeschwerden auftreten. Etwa ein Drittel aller Frauen hat so starke Probleme, dass sie sich behandeln lassen sollten. Dr. Ari erklärt die Einsatzmöglichkeiten homöopathischer Arzneien.

Dr. Christina Ari: „Wenn die Hormone verrückt spielen“
31. März 2011, Kolpinghaus Wien-Zentral, Gumpendorferstraße 39, 1060 Wien. Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr
Vortragsmanuskript

Hormonsysteme im Organismus
Hormone sind biochemische Botenstoffe. Sie übermitteln Informationen von einem Organ zum anderen und arbeiten mit den Überträgersubstanzen des Nervensystems eng zusammen. Sie sind maßgeblich für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden verantwortlich. Sämtliche Hormonsysteme im menschlichen Organismus stehen über Rückkopplungsmechanismen miteinander in Verbindung. Sie unterliegen einem perfekt entwickelten Regulationssystem, welches sich ausgehend vom Zwischenhirn über die Hirnanhangsdrüse bis zu den hormonproduzierenden Organen im Körper erstreckt.

Der Hormonhaushalt des Mannes ist von Natur aus stabiler. Veränderungen und Schwankungen gehen langsam vor sich. Abgesehen vom recht stürmischen Einsetzen der Geschlechtsreife in der Pubertät schwankt der Testosteronspiegel kaum. In der Jugend ist er höher und ab dem 40. Lebensjahr sinkt er langsam aber stetig – rund 1% im Jahr, was sich kaum im Organismus bemerkbar macht. Männer können sich also leichter auf einen veränderten Hormonhaushalt einstellen als Frauen.

Das weibliche Hormonsystem ist gegenüber dem männlichen viel komplexer und entspricht dem typisch weiblichen Wesen mit den spezifischen Organen und deren Funktionen, die für die vielschichtigen Aufgaben im Bereich der menschlichen Fortpflanzung notwendig sind. Den damit verbundenen Anforderungen entsprechend, können sich Frauen von Natur her leichter anpassen, was bedeutet, dass sie flexibler, aber auch labiler sind. Hormonelle Schwankungen können zu Irritationen im Wohlbefinden der Frau führen, welche sich auf alle ihre Wahrnehmungsmuster und die daraus resultierenden Handlungen auswirken. Sie können Ursache für unterschiedlichste Gesundheitsstörungen sein.

Entwicklung des weiblichen Organismus bis zur Geschlechtsreife
Die Festlegung des Geschlechts erfolgt bereits bei der Befruchtung. In der vierten Embryonalwoche entwickeln sich die weiblichen Genitalien. Die primären Geschlechtsorgane sind also bei der Geburt bereits fertig angelegt und verweilen in einem Ruhezustand bis etwa ab dem 7. Lebensjahr die Aktivitäten des komplexen weiblichen Hormonsystems einsetzen. Sobald in den heranreifenden Eierstöcken Follikelhormon produziert wird, spricht man von der weiblichen Pubertät.

Die Östrogene regen die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale an, sind für die Verteilung der typischen Fettablagerungen an Hüften, Brüsten und am Gesäß verantwortlich sowie für das Einsetzen des Brustwachstums. Androgene aus der Nebennierenrinde fördern das Knochenwachstum und bilden die Scham- und Achselbehaarung aus.

Zwischen 10 und 15 Jahren kommt es zur Menarche. Das ist der Zeitpunkt des Auftretens der ersten, meist noch unregelmäßigen Monatsblutungen ohne vorausgehenden Eisprung.

Der ovulatorische Zyklus
Die Zeit der Geschlechtsreife von der Pubertät bis zur Menopause ist geprägt von zyklischen Schwankungen im Hormonhaushalt, abhängig von den zwei abwechselnden Phasen der Eierstocktätigkeit. Die Zeit der Eireifung nennt man Follikelphase. Bleibt nach dem Eisprung die Befruchtung aus, kommt es zur Gelbkörperphase. Durch den Abfall beider Hormone wird die Menstruationsblutung eingeleitet, die den Anfang und das Ende eines Zyklus darstellt.

Jede Frau hat ihren eigenen, persönlichen rhythmischen Zyklus, der ihr hilft, das richtige Maß in ihrem Verhalten zu finden ( Einfühlsamkeit, Hingabe, Selbstbestimmung, Willenskraft, Individualität).

Follikelhormone (Östrogene) und Gelbkörperhormone (Progesterone) sind die Regulatoren im weiblichen Hormonhaushalt. Wenn dieser intakt ist, fühlt sich Frau wohl und ausgeglichen. Die euphorisierende Wirkung der Östrogene in der Follikelphase weckt die Antriebskräfte und verstärkt die Leistungsfähigkeit. Nach dem Eisprung überwiegen die Gelbkörperhormone mit ihrer beruhigenden und entspannenden Wirkung. Die Lust, etwas zu unternehmen sinkt, Frau zieht sich zurück und spart Energie. Fehlen diese Erholungsphasen, welche die Natur für Frauen vorgesehen hat, können Beschwerden entstehen. Die moderne Gesellschaft stellt sich kaum auf die individuellen Bedürfnisse von Frauen ein. Leistungsprinzipien kennen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Frau soll immer und jederzeit leistungsfähig sein, auf die natürlichen und regulierenden Schwankungen des Organismus darf nicht eingegangen werden. Diese werden eher als störend wahrgenommen und häufig durch Einnahme von Hormonpräparaten, aber auch willentlich unterdrückt. Das macht krank.

Frauenkrankheiten ab der Pubertät, während der Zeit der Geschlechtsreife bis hin zur Menopause sind häufig und sprechen im Allgemeinen recht gut auf homöopathische Behandlung an. Hormonbehandlungen mit gefährlichen Nebenwirkungen können dadurch minimiert werden!

PMS: Beschwerden an den Tagen vor den Tagen
Die Tage vor der Menstruation erleben viele Frauen als sehr belastend. Sie haben geschwollene, schmerzhafte Brüste, Wasseransammlungen im Gewebe, Hautprobleme, migräneartige Kopfschmerzen und Heißhungerattacken. Stimmungsschwankungen führen zu Gereiztheit, Überforderungsgefühlen und Antriebsschwäche. Mit dem Einsetzen der Monatsblutung verschwinden die Beschwerden schlagartig. Die Beschwerden werden als PMS (Prämenstruelles Syndrom) zusammengefasst. Als homöopathische Ärztin betrachte ich in diesen Fällen die der Störung zugrunde liegenden Ursachen. Chronische Überforderung zum Beispiel verstärkt PMS massiv. Schwierige Lebensumstände, familiäre Belastungen können krank machen. Auch das Annehmen der eigenen Weiblichkeit ist oft ein Thema.

Gesunde Ernährung, Sport, stressausgleichende Entspannungstechniken können ebenso helfen, wie pflanzliche Präparate. Homöopathisch kommen Pulsatilla, Lachesis, Lilium tigrinum, Helonias, Sepia, Nux vomica und mehr zum Einsatz.

Bei schwerwiegenden und über längere Zeit bestehenden Beschwerden empfielt sich eine empfiehlt sich eine personenbezogene, homöopathische Therapie im ganzheitlichen Sinn.

PCO- Syndrom und Endometriose
Auch das PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovar Syndrom – Vergrößerung der Eierstöcke mit fehlendem Eisprung, spärlicher Blutung und Unfruchtbarkeit) muss nicht unbedingt mit Hormonen therapiert werden. Zwar bewirkt eine Hormonbehandlung (z.B. mit Pille) regelmäßige funktionelle Blutungen und die Symptome der Erkrankung (Akne, maskulines Erscheinungsbild) können gemildert werden. Nach Absetzen der Behandlung bleiben aber Eisprung und Blutungen erneut aus. Die Behandlung mit der Pille vermindert nachweislich die Wahrscheinlichkeit einer späteren Schwangerschaft. Ähnliches gilt auch für den Einsatz von Hormonen bei Endometriose (Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle).

Eine individuelle Therapie durch einen erfahrenen homöopathischen Arzt ist zielführender. Die Homöopathie kann mehr als nur körperliche Symptome lindern. Sie sucht und behandelt die dahinterliegenden Störungsmuster, die hier meist familiär bedingt sind und, sozusagen in Form von Genblockaden übertragen werden und heilt ganzheitlich. Sie eignet sich hervorragend zur Behandlung des PMS, der Endometriose und des PCO Syndroms. Dadurch wird die positive Einstellung zum weiblichen Geschlecht gefördert. Erst wenn das natürliche Frauenbild als solches angenommen wird, was oft bereits über mehrere Generationen gestört oder belastet ist, können die Beschwerden deutlich verringert werden.

Die Pille – hocheffektiv, aber mit gefährlichen Nebenwirkungen
Seit den fünfziger Jahren, also seit drei Frauengenerationen werden synthetische Hormone hergestellt. Millionen Frauen auf der ganzen Welt nehmen künstliche Hormone zu sich – vor allem in Form der Antibabypille. Die Möglichkeit der Geburtenregelung hat die Stellung der Frau in der modernen Gesellschaft grundlegend verändert. Freilich hat diese Errungenschaft auch ihre Kehrseite.

Ich beobachte in meinem Praxisalltag und als Schulärztin schon länger, dass Rezepte für die Pille sogar von Fachärzten bereits für sehr junge Mädchen ausgestellt werden, häufig ohne ausreichende vorausgehende Verträglichkeitsprüfung und Aufklärung über die Möglichkeiten eventueller Nebenwirkungen. Es gibt14-jährige Mädchen, welche bereits die Pille einnehmen, auf Wunsch verunsicherter Mütter, die selber kein Vertrauen in die Selbstverantwortung ihrer Töchter legen und sich vor einer unerwünschten Schwangerschaft fürchten, welche die berufliche Karriere beeinträchtigen könnte. Diese Kinder haben zu diesem Zeitpunkt nicht einmal einen Liebhaber. Manchmal kommt es mir vor, dass die Pilleneinnahme bei jungen Mädchen auch auf einem bestimmten Geltungsbedürfnis gegenüber Mitschülerinnen beruht, ähnlich einem Statussymbol, so wie früher das Zigarettenrauchen oder das Tragen von Markenartikeln. Auch bei Akne und Menstruationsschmerzen wird die Pille viel zu schnell verordnet. Kaum eine der jungen Frauen ist sich bewusst, dass sie täglich ein hochwirksames, nebenwirkungsreiches Medikament einnimmt. Es kann heute niemand einen kausalen Zusammenhang bei der Entstehung hormonabhängiger Tumoren ausschließen! Was passiert mit der Einnahme der Pille? Die Pille erzeugt einen rein funktionellen Rhythmus und unterdrückt die eigene Hormonproduktion komplett. Das hat natürlich Folgen. Einerseits verstärken die konstanten Follikelhormone die Belastbarkeit, andererseits können die Gelbkörperhormone der Pille eine Depression auslösen. Feineinstellungen sind in unserem Hormonsystem nicht mehr möglich. Der Eigenrhythmus geht verloren, ein künstlicher Kontrollmechanismus entsteht.

Kontrolle versus Eigenrhythmus
Immer mehr junge Frauen nehmen die Pille, weil die Verhütungsmethode einfach und sehr sicher ist. Das (Selbst)Bild, das moderne Frauen von sich haben, verlangt, immer „alles unter Kontrolle“ zu haben. Viele Frauen lassen sich darauf ein und leben nach den Erwartungen der anderen – sie „funktionieren“ für ihren Freund, ihren Job, ihre Familie. Dieser Umstand kann das Auftreten eines immer häufiger diagnostizierten Burn Out Syndroms begünstigen.

Man kann sagen, dass die Pille der Frau einerseits mehr Macht und Freiheit verleiht, andererseits aber auch das natürlich Weibliche einschränkt. Die hormonelle Empfängnisverhütung ist eindeutig die „bequemste“ aber auch die ungesündeste. Egal ob leichte oder starke Pille, Pflaster, Spirale, Kristalle oder Injektionen alle paar Monate. Das Wesentliche bei der hormonellen Empfängnisverhütung ist immer die Unterdrückung des Eigenrhythmus des weiblichen Organismus. Wenn eine reife erwachsene Frau bewusst die Entscheidung zur Pille trifft, ist das sicher in Ordnung. Mir geht es aber darum, den Frauen zu erklären, was in ihrem Körper abläuft, welche möglichen Nebenwirkungen die Pille auf ihren Organismus hat und welche gefährlichen Auswirklungen eventuell auf nachfolgende Generationen zu erwarten sind. Jedenfalls sollten Verordnungen in einem bewussteren Maß vorgenommen werden.

Wer eine Alternative zur hormonellen Verhütung sucht, kann sich in jeder Apotheke informieren lassen. Eine gründliche Information lohnt sich auf alle Fälle, denn das Angebot ist vielfältig geworden. Alternative Verhütung ist zwar etwas unsicherer, aber viel besser verträglich mit dem Grundprinzip des Lebens. Empfehlenswert sind für mich z.B. Fruchtbarkeitscomputer zur Messung der täglichen Hormonkonzentration im Urin. Frauen sollen mehr und mehr Selbstverantwortung übernehmen und sich Ihrer Wertigkeit bewusst werden. Ich kenne keinen Mann, der freiwillig täglich ein hochwirksames Medikament einnimmt, um die Effizienz seiner Spermien zu unterdrücken?

Natürlich durch die Wechseljahre
Das Klimakterium ist in etwa die Phase zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr der Frau, in der die Tätigkeit der Eierstöcke allmählich abnimmt und die Menstruation aufhört. Die Menopause ist die Zeit nach der letzten Regelblutung bis ins hohe Alter. Sie ist natürlich und zweckmäßig und stellt eine Erholungsphase für den Körper dar. Wie in der Pubertät oder Schwangerschaft handelt es sich hier nicht um eine Krankheit, sondern eine Lebensphase.

Symptome und Beschwerden in den Wechseljahren sind in Stärke und Häufigkeit recht unterschiedlich. Etwa ein Drittel aller Frauen haben starke Probleme, die in jedem Fall behandelt werden sollten. Unsere Sexualhormone stehen in ständiger Wechselwirkung mit den anderen Hormonsystemen im Körper, wie etwa dem Stress-System oder der Schilddrüse. Hormone sind den Botenstoffen im Gehirn fast gleichzusetzen und beeinflussen so unser psychisches und vegetatives Gleichgewicht maßgeblich. Schwanken die Hormone stark, kommt es zu vielfältigen Beschwerden: Wallungen, Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen, Depressionen und Schlafstörungen gehören dazu, ebenso Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Harninkontinenz, nervöse Anspannung, Labilität und Konzentrationsstörungen oder Gelenksbeschwerden. Künstliche Hormone können die körperlichen Symptome lindern und den natürlichen Alterungsprozess hinausschieben. Allerdings begünstigen Hormone das Risiko von Brustkrebs- und Herz-Kreislauferkrankungen.

Hormone dürfen keinesfalls verabreicht werden, wenn Leberschäden, Krampfadern, Thrombosen, Embolien, Bluthochdruck oder Schilddrüsenfunktionsstörungen vorliegen oder in der Vergangenheit bekannt waren.
Pflanzliche Präparate wirken schwächer und haben auch kaum Nebenwirklungen. Sie sind bei leichten Beschwerden eine gute Wahl. Zum Einsatz kommen Cimicifuga, Rheum rhaponticum, Vitex Agnus Castus und Hypericum.

Homöopathische Arzneien, die sich besonders bewährt haben, sind Lachesis, Acidum Sulfuricum, Cimicifuga, Lilium Tigrinum, Sepia, Pulsatilla und Strontium Carbonicum. Ein erfahrener homöopathisch ausgebildeter Arzt kann hier helfen, die komplexen Zusammenhänge im Organismus zu erfassen und die Patientin ganzheitlich zu heilen.

Wann sind Hormontherapien sinnvoll?

Hormontherapien sollten für Ausnahmesituationen vorbehalten sein. Wenn möglich, ist die hormonelle Therapie so einzusetzen, dass natürliche Körperprozesse unterstützt und nicht gehemmt oder blockiert werden. Einsatzbereiche sind zum Beispiel:

  • Nach operativer Eierstockentfernung bei Frauen vor der Menopause (kurzzeitige Substitution)
  • Rezeptorblockade bei Carcinomtherapie.
  • Endometriose und Klimakterium (bei starken Beschwerden)
  • Hormonelle Verhütung bei Frauen, die sich bewusst für diese Methode entscheiden.
  • Hormonelle Verhütung bei Frauen, denen kein ausreichendes Koordinationsvermögen für alternative Methoden zumutbar ist.
  • Bei unerfülltem Kinderwunsch, nach vorausgegangener homöopathischer Behandlung, speziell bei primärer Amenorrhoe.
  • Bei angeborenen Entwicklungsstörungen der weiblichen Geschlechtsorgane

Vom 28. März bis 14. April 2011 informieren und beraten Ärztinnen und Ärzte der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin Mädchen und Frauen aller Altersgruppen in kostenlosen Vorträgen zum Thema Frauengesundheit. Das gesamte Programm finden Sie unter www.homoeopathie.at. Der Eintritt ist generell frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die österreichweiten Veranstaltungen finden alle zwei Jahre im Frühling – rund um den Geburtstag von Homöopathiebegründer Samuel Hahnemann am 10. April – mit wechselndem Themenschwerpunkt statt.
Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

Presseinformation

 

 

© Ari

 

Dr. Christina Ari ist Allgemeinmedizinerin, Bundesreferentin der ÖGHM für das Burgenland.
Weiters ist sie Österreich-Korrexpondentin beim internationalen Dachverband der
homöopathischen Ärztinnen (LMHI, Liga Medicorum Homeopathica Internationalis).
Foto: Ari

 

 

Banale Infekte, Allergien, Kopfschmerzen, die üblicherweise mit schulmedizinischen Medikamenten gut beherrschbar sind, werden in der Schwangerschaft zum Problem, da plötzlich nicht mehr auf die üblichen Therapien zurückgegriffen werden kann. Die Gefahr von unerwünschten und auch nicht absehbaren Nebenwirkungen auf das Ungeborene bewegt viele werdende Mütter, auf homöopathische Arzneien auszuweichen. Im Vortrag der Allgemeinmedizinerin und Homöopathin Dr. Katrin Strauch erfahren Sie, wie sich Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Verstopfung etc. homöopathisch behandeln lassen und wie homöopathische Arzneien den Geburtsverlauf günstig beeinflussen können.

Dr. Katrin Strauch: „Sanfte Arzneien für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“
31. März 2011, Kolpinghaus Wien-Zentral, Gumpendorferstraße 39, 1060 Wien. Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Zusammenfassung
Jede schwangere Frau erlebt ihre Schwangerschaft anders. Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die die Individualität des Menschen in den Mittelpunkt stellt und darauf Rücksicht nimmt. Homöopathische Arzneien eignen sich für die Behandlung von Beschwerden in der Schwangerschaft, da sie keine unerwünschten Nebenwirkungen für das ungeborene Kind und die Mutter mit sich bringen. Homöopathische Behandlungen sind oft genau so effektiv wie schulmedizinische bei Alltagsbeschwerden ebenso wie bei den typischen Schwangerschaftssymptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Kreuzschmerzen oder Sodbrennen. Auch psychische Befindlichkeitsstörungen wie Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen eignen sich für eine homöopathische Behandlung. Voraussetzung ist die richtige Mittelwahl und Anwendung – hierfür wendet man sich am besten an eine/n speziell ausgebildete/n homöopathische/n ÄrztIn.

Übelkeit
Übelkeit macht unterschiedlichste Symptome und wird von verschiedenen Befindlichkeitsstörungen begleitet. Tritt sie im Nüchternzustand auf oder nach dem Essen, geht sie mit Schwindelgefühlen einher, mit Heißhunger, mit Erbrechen? Erst die Gesamtschau aller Symptome macht die Wahl einer geeigneten Arznei möglich.

Fallbeispiel: eine 26 jährige Patientin, in der 9. Woche schwanger, 2. Schwangerschaft, das erste Kind ist 2 Jahre alt. Auch in der 1. Schwangerschaft Übelkeit und Erbrechen bis zum Ende des 6. Monats, damals 2 x stationäre Aufnahme deswegen. Sie klagt über Übelkeit bereits beim Erwachen, nach dem Aufstehen und besonders auch abends. Auffallend ist ein extremer Speichelfluß während der Übelkeit und v.a. nach dem Erbrechen, außerdem berichtet sie, dass sie immer niesen muss, wenn es ihr schlecht wird. Die Übelkeit bessert sich durch essen sowie durch Ablenkung, erbrechen bessert nicht. Ekel vor dem Essen. Verordnung von Sepia D 12 einmal täglich bringt die Übelkeit innerhalb der nächsten Woche zum Abklingen.

Geburtsbegleitung
Eine homöopathische Arznei kann die Geburtssituation ideal vorbereiten, der ganzheitliche Ansatz dieser Therapieform kann den Zustand der Patientin nicht nur im körperlichen sondern auch im seelischen Bereich zum Positiven beeinflussen. Für die Wahl der passenden Arznei ist ein sehr ausführliches Anamnesegespräch erforderlich, das spätestens vier Wochen vor der Geburt stattfinden sollte. Auch während der Geburt können homöopathische Arzneien einen erheblichen Einfluss auf die Dauer, die Schmerzintensität und die psychische Befindlichkeit der werdenden Mutter haben. Bei auftretenden Problemen können homöopathische Arzneien akut eingesetzt werden, z.B. wenn der Muttermund zu fest ist, es zu einer Wehenschwäche oder einem Geburtsstillstand kommt. In diesen Situationen vertraut man den homöopathischen Kenntnissen der Hebamme, die die passende Arznei auswählt.

Fallbeispiel: Eine 32 jährige Patientin in der 34. Schwangerschaftswoche, 2. Schwangerschaft, das erste Kind ist 2 Jahre alt. Sie konsultiert mich wegen Beckenendlage und Akne seit der Jugend.
Es begegnet mir eine eher bedrückte Patientin, sie ist allgemein eher niedergeschlagen und leidet sehr unter ihrem seit Jahren bestehenden Hautproblem. Sie meidet Gesellschaft, fühlt sich alleine und sorgt sich um andere, v.a. um ihre Mutter. Auch die Beckenendlage des Kindes macht ihr Sorgen. Manchmal hilft Ablenkung. Sie fühlt sich wie gefangen und unsicher. Sie ist extrem kälteempfindlich, Sonne tut jedoch der Haut nicht gut.

Nach Erhebung einer sehr ausführlichen Anamnese, die sich nicht nur auf die aktuelle Situation bezieht wird die Arznei Natrium carbonicum in der Potenz C 200 2 x einzunehmen, verordnet. Daraufhin berichtet die Patientin, dass in den beiden darauffolgenden Nächten die Kinsbewegungen extrem stark waren und das Baby sich gedreht hatte. Weiters hatte sie eine besonders gute Gesichtsfarbe bemerkt nach kurzem Aufenthalt in der Sonne, die Haut war ebenfalls relativ gut. Die Stimmung war stabiler, die Sorgen weniger.
Die Geburt verlief dann termingerecht und problemlos.

Wochenbett
Die Probleme im Wochenbett können sehr verschiedenartig sein. Handelt es sich um einen Wundschmerz nach einer Geburtsverletzung, kommt die Verdauung nicht in Schwung, hat die junge Mutter Hämorrhoiden, gibt es Probleme mit dem Wochenfluss oder dem Milcheinschuss, ist die Frau von der neuen Situation überfordert und psychisch nicht belastbar? So vielfältig die Beschwerden sind, so verschieden die Frauen sind, so groß ist auch die Zahl der Arzneimittel, die zur Behandlung geeignet sind.

Stillprobleme
Homöopathische Arzneien sind bestens geeignet um auf Stillprobleme einzuwirken, egal ab das offene Brustwarzen sind oder mangelnder Milchfluss, bzw. Milchstau und Brustentzündung. Jede Situation erfordert ihre Arznei. Die Beschwerden werden von den Frauen unterschiedlich erlebt, Schmerzen können stechen, ziehen, brennen, etc. Ein Schmerz strahlt aus, bessert oder verschlimmert sich durch unterschiedliche Einflüsse – all diese Auffälligkeiten werden wiederum zur Arzneifindung herangezogen.
Fallbeispiel: eine 34 jährige Patientin mit einem 5 ½ Wochen alten Säugling konsultiert wegen Stillproblemen und Brustentzündung. Stillprobleme seit der 2. Woche nach der Geburt. Bekam von der Hebamme bereits verschiedene homöopathische Arzneien sowie ein Antibiotikum vom Frauenarzt.

Sie klagt über stechende Schmerzen in der Brustwarze, der Schmerz zieht nach innen, wenn das Baby saugt. Die Brustwarze ist außen blutig. Sie fühlt sich wahnsinnig angespannt. Sie hat viel Durst und verlangen nach Süßem. Sie hat Angst die neue Situation nicht bewältigen zu können, diese Angst kennt sie aus ihrem Leben. Die Arznei Phellandrium wird zunächst in C 12 1 x täglich, danach in der Potenz Q1 nach Bedarf verordnet und verhilft Mutter und Kind zu einer befriedigenden Stillbeziehung. Sie hat ihr Kind dann insgesamt 1 ¾ Jahre gestillt und keine Brustentzündung mehr bekommen.

Im Idealfall kennt die Frau ihr individuelles Mittel, das sie gelegentlich, d.h. in relativ großen Abständen einnimmt und wird dadurch so unterstützt, dass die Schwangerschaft weitgehend beschwerdefrei verläuft, sie dadurch auf die Geburt optimal vorbereitet ist und es in Folge zu keinen Wochenbettproblemen kommt. Natürlich kann man auf die jeweilige akute Situation ebenso eingehen und rasch Linderung erwirken. Auch das Neugeborene kann von Anfang an bei Problemen mit homöopathischen Arzneien unterstützt werden.

Vom 28. März bis 14. April 2011 informieren und beraten Ärztinnen und Ärzte der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin Mädchen und Frauen aller Altersgruppen in kostenlosen Vorträgen zum Thema Frauengesundheit. Das gesamte Programm finden Sie unter www.homoeopathie.at. Der Eintritt ist generell frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die österreichweiten Veranstaltungen finden alle zwei Jahre im Frühling – rund um den Geburtstag von Homöopathiebegründer Samuel Hahnemann am 10. April – mit wechselndem Themenschwerpunkt statt.
Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

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Die Tage vor der Menstruation erleben viele Frauen als sehr belastend. Sie haben geschwollene, schmerzhafte Brüste, Wasseransammlungen im Gewebe, Hautprobleme, migräneartige Kopfschmerzen und Heißhungerattacken. Stimmungsschwankungen führen zu Gereiztheit, Überforderungsgefühl und Antriebsschwäche. Mit dem Einsetzen der Monatsblutung verschwinden die Beschwerden schlagartig. Die Beschwerden werden als PMS (Prämenstruelles Syndrom) zusammengefasst. Homöopathische Ärztinnen und Ärzte betrachten in diesen Fällen die der Störung zugrunde liegenden Ursachen. Der Psychiater und Homöopath Dr. Wolfgang Jezek erläutert in seinem Vortrag, welchen Einfluss chronische Überforderung, wie schwierige Lebensumstände, familiäre Belastungen etc. haben und wie homöopathische Arzneien regulierend eingesetzt werden können.

Dr. Wolfgang Jezek: „Migräne und PMS“, 31. März 2011, Kolpinghaus Wien-Zentral, Gumpendorferstraße 39, 1060 Wien. Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Zusammenfassung
Zwei Fallgeschichten zur homöopathischen Behandlung von Migräne und PMS sind Kern des Vortrags. Dr. Wolfgang Jezek schildert die beiden Beschwerdebilder einschließlich der Epidemiologie, von den Anamnesen (Patientengesprächen) über die Mittelwahl anhand von ausgewählten Symptomen bis zum weiteren Behandlungsverlauf.

Anhand der Fallgeschichten können sich die Zuhörerinnen ein Bild über die homöopathische Fragetechnik, die besondere Denkweise (in Analogien) und das weitere Vorgehen im Verlauf machen. Dr. Jezek erläutert auch Höhe und Auswahl der Dosierungen (= Potenzen). Besonders interessant für die Zuhörerinnen sind auch die klar herausgearbeiteten Unterschiede zwischen Homöopathie und klassischer Medizin.

Beim ersten vorgestellten „Fall“ handelt es sich um eine 36-jährige AHS- Lehrerin, die seit Jahren an häufigen Migräneattacken leidet. Sie wurde anfangs in der Kassenpraxis behandelt, anschließend homöopathisch. Bei der Anamnese kamen gravierende Erlebnisse in der Vorgeschichte ans Tageslicht, die aber immer „weggesteckt“ worden waren. Eine perfektionistische Grundhaltung und eine hohe Neigung zur Selbstkontrolle wurden ebenfalls deutlich. Als homöopathisches Mittel wurde Lycopodium (= Bärlapp) gewählt. Nach einer Gabe der Arznei berichtete die Patientin von einer deutlichen Besserung. Weitere Termine wurden nicht ausgemacht, informelle Treffen brachten aber die Information, dass es der Patientin weiterhin gut geht.

Auch der zweite Fall schildert die Krankheitsgeschichte einer Lehrerin (Lehrer stellen eine häufige Berufsgruppe dar, die sich in homöopathische Behandlung begibt). Die Patientin litt seit Jahren an schweren Regelbeschwerden mit vorangehender Depression und Gereiztheit. Die Frau hatte einen 16- jährigen Sohn mit Körperbehinderung und eine schwierige Beziehung mit ihrem Lebensgefährten (der sie zur Behandlung brachte). Sie schilderte eine allgemeine Überforderung, einen schlechten Selbstwert und ebenfalls perfektionistische Einstellungen. Aufgrund dieser Gegebenheiten und aufgrund spezieller körperlicher Beschwerden wurde ihr Sepia (= Tinte des Tintenfisches) in einer Hochpotenz gegeben, was die Beschwerden deutlich besserte. Aber auch die Homöopathie kann trotz guter Wirksamkeit nicht zur vollständigen Heilung führen, wenn schwierige Lebensumstände vorhanden sind.

Durch das Fortbestehen der Beziehungsprobleme war der Heilungsverlauf gestört, bis sich die Patientin von ihrem Lebensgefährten trennte.

Dr. Jezek zeigt in seinem Vortrag, dass die Homöopathie bei ausführlicher Befragung und einer gezielten Mittelwahl, die den Grundcharakter des Menschen erfassen soll, eine gute, wirksame und nebenwirkungsfreie Heilmethode darstellt.

Vom 28. März bis 14. April 2011 informieren und beraten Ärztinnen und Ärzte der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin Mädchen und Frauen aller Altersgruppen in kostenlosen Vorträgen zum Thema Frauengesundheit. Das gesamte Programm finden Sie unter www.homoeopathie.at. Der Eintritt ist generell frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die österreichweiten Veranstaltungen finden alle zwei Jahre im Frühling – rund um den Geburtstag von Homöopathiebegründer Samuel Hahnemann am 10. April – mit wechselndem Themenschwerpunkt statt.
Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

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Manche Frauen neigen von Kindheit an dazu, immer wieder an lästigen Harnwegsinfekten zu erkranken. Die Allgemeinmedizinerin Dr. Jutta Czedik-Eysenberg stellt in ihrem Vortrag sanfte Alternativen bei diversen Störungen des Wasserlassens – vom akuten Blasenkatarrh bis zur homöopathischen Therapie bei rezidivierenden Entzündungen der harnableitenden Organe – vor. Auf die Differentialdiagnose von infektiösen, funktionellen und anatomischen Besonderheiten wird ebenso eingegangen wie auf homöopathische Arzneien, die sich in der Therapie von Harnwegsinfekten besonders bewährt haben.

Dr. Jutta Czedik-Eysenberg: „Wiederkehrende Harnwegsinfekte und Pilzinfektionen“, 31. März 2011, Kolpinghaus Wien-Zentral, Gumpendorferstraße 39, 1060 Wien. Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Zusammenfassung
Dr. Jutta Czedik-Eysenberg stellt in ihrem Vortrag die Homöopathie als Methode vor, bei der die Selbstheilungskraft des Organismus gestärkt wird.

Die Regeln der Homöopathie sind allgemeine Naturgesetze, die homöopathische Arznei wirkt auf die Lebenskraft in eine ähnliche Richtung wie die ursprüngliche Krankheit und vermag dadurch diese aufzuheben. Lästige rezidivierende Harnwegs- und Pilzinfektionen heilen unter homöopathischer Behandlung endgültig aus. Chronisch Kranke können parallel zur schulmedizinischen Behandlung homöopathisch begleitet werden. Homöopathie ist auch für schwangere Frauen und Kinder gut geeignet.

Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Arzneien. Dr. Czedik-Eysenberg erklärt, wie homöopathische Arzneien individuell nach der größten Ähnlichkeit ausgewählt werden und welche Grenzen die Selbstbehandlung hat. Sie erläutert, warum die „große“ Homöopathie in die Hände homöopathisch ausgebildeter Fachleute gehört.

Harnwegsinfekte
Weil die weibliche Harnröhre kürzer ist, sind Harnwegsinfekte bei Frauen häufiger als bei Männern. Der Blasenkatarrh kann akut oder chronisch sein und mehrere Ursachen haben. Dr. Czedik-Eysenberg geht in ihrem Vortrag auf unterschiedliche Krankheitsbilder ein und stellt homöopathische Arzneien und Hausmittel vor, die sich bei Infektionen des Urogenitaltrakts besonders bewährt haben.

Aconit: Blasenkatarrh durch kalten Wind
Belladonna: Harnverhaltung nach Geburt, Harnzwang
Dulcamara: Kalte Abende nach warmen Tagen
Cantharis: Heftige Schmerzen, blutiger Urin, empfindlich auf Licht und Fließgeräusch, gereiztes Genitale
Apis: Brennende stechende Schmerzen, besser durch Kälte, Durstlosigkeit, Albuminurie
Tarantula: Ruhelos, Fieber, Urin geht nur mit Pfeifen
Lachesis: Urin mit schwärzlichen Partikeln wie Ruß
Pulsatilla: Bettnässen, Harndrang in Rückenlage, wechselhaftes, weinerliches Gemüt
Staphisagria: Zystitis nach Geschlechtsverkehr durch Irritation des Genitales
Sarsaparilla: Unerträgliche Schmerzen am Ende der Entleerung
Equisetum: Dumpfer Dehnungsschmerz in der Blase
Terebinthina: Urin riecht nach Veilchen, Blasenschmerzen-Nabelschmerzen
Chamomilla: Erfolgloses Drängen unter Qual, kann es nicht aushalten
Petrosellinum: Heftiger Schmerz, schüttelt sich
Mercurius corrosivus: Schleimigblutiger Urin mit heftigem Brennen
Cannabis: Nierenmittel
Eupatorium purpureum: Infekt der Blase mit Zerschlagenheitsschmerz der Knochen

Pilzinfektionen
Dr. Czedik-Eysenberg erklärt Funktion und Besiedelung einer gesunden Scheidenflora sowie Ursachen und Symptome von Pilzinfektionen. Vor allem bei rezidivierenden Pilzinfektionen muss das homöopathische Mittel sehr sorgfältig individuell verordnet werden.

Arzneien mit Bezug zum weiblichen Genitale sind beispielsweise Sepia, Pulsatilla, Lilium tigrinum etc.

Literatur zum Vortrag:
Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst, Karl Stauffer: Homöotherapie, Margret Tyler: Wichtige Krankheitszustände und ihre homöopathischen Mittel, Pfeiffer, Drescher, Hirte: Homöopathie in der Kinder- und Jugendmedizin, Bitschnau, Drähne: Homöopathie in der Frauenheilkunde, C.M. Boger: General Analysis, C.M. Boger: Synoptic Key, Radar Version 10, Frans Vermeulen: Prisma, J.Czedik-Eysenberg: Frühere Vorträge: „Homöopathie die andere Medizin“(2004) „Homöopathie für alle“ (2008)

Vom 28. März bis 14. April 2011 informieren und beraten Ärztinnen und Ärzte der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin Mädchen und Frauen aller Altersgruppen in kostenlosen Vorträgen zum Thema Frauengesundheit. Das gesamte Programm finden Sie unter www.homoeopathie.at. Der Eintritt ist generell frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die österreichweiten Veranstaltungen finden alle zwei Jahre im Frühling – rund um den Geburtstag von Homöopathiebegründer Samuel Hahnemann am 10. April – mit wechselndem Themenschwerpunkt statt.
Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

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Dr. Christina Ari ist Allgemeinmedizinerin, Bundesreferentin der ÖGHM fu?r das Burgenland.
Weiters ist sie Österreich-Korrexpondentin beim internationalen Dachverband der homöopathischen Ärztinnen (LMHI, Liga Medicorum Homeopathica Internationalis). Foto: Ari
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Mag. pharm. Betina Halmschlager, Obmann-Stellvertreterin der Pharmazeutischen Gehaltskasse und Apothekerin in Niederösterreich
Foto: Halmschlager
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© Dr. Peithner KGFoto: Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG
Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.
Fotocredit: Dr. Peithner KG
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© Peithner

Homöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
werden. Foto: Dr. Peithner KG
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© PeithnerHomöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
werden. Foto: Dr. Peithner KG
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Woche der Homöopathie April 2010
Homöopathie und Allergien
Veranstalterin Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin in Kooperation mit Dr. Peithner KG

Immer mehr Säuglinge erkranken an Neurodermitis. Kein Grund zu übertriebener Sorge oder erstes Alarmsignal für zukünftige allergische Erkrankungen oder gar Asthma? Was müssen Mütter und Väter bei der Ernährung und Behandlung von Kindern mit Neurodermitis beachten?

Unter Neurodermitis – man spricht heute eher von atopischer Dermatitis oder endogenem Ekzem – versteht man eine ekzemartige Hauterkrankung der Säuglinge, die mit trockener,schuppiger, geröteter Haut, Juckreiz bis zu offenen nässenden Stellen einhergeht. Die Ursachen sind bislang nicht geklärt. Man vermutet ein Zusammenspiel aus genetischen Faktoren, immunologischen Veränderungen und Umwelteinflüssen.

Stillen stärkt das Immunsystem
Die beste Maßnahme, die Mütter treffen können um ihre Kinder zu stärken, ist Stillen – durchaus das gesamte erste Lebensjahr. Allgemeinmedizinerin und Homöopathin Katrin Strauch: „Stillen ist gut für das Immunsystem des Kindes. Falls der Frau das Stillen nicht möglich ist, würde ich bei Kindern mit echter familiärer allergischer Disposition (Mutter oder Vater sind Allergiker) zu einer sogenannten hypoallergenen (HA) Nahrung greifen. Ansonsten empfehle ich einen möglichst natürlichen Umgang mit der Ernährung.“ Warum Neurodermits so wie generell allergische Erkrankungen im Zunehmen begriffen sind, dürfte viele Gründe haben. Katrin Strauch: „Als mögliche Ursachen gelten Umweltbelastung, Spritzmittel, Konservierungsstoffe in der Nahrung, Putzmittel, Impfungen und die vielen Zusatzstoffe, die wir ständig mit Lebensmitteln oder Medikamenten aufnehmen. Man kann der atopischen Dermatitis leider nicht wirklich vorbeugen, muss aber auch keine übertriebene Angst davor haben.“

Schulmedizin und Komplementärmedizin ergänzen sich gut
Wie wird die Neurodermits üblicherweise behandelt? Katrin Strauch: „Neben der schulmedizinischen Therapie – die Neurodermitis wird äußerlich mit cortisonhaltigen und pflegend-nährenden Salben behandelt – empfehle ich als ganzheitliche Therapie eine homöopathische Behandlung mit einer konstitutionellen Arznei, die ganz auf das Kind und seine Schwächen und Dispositionen abgestimmt ist.“ Eine Neurodermitis verschwindet meist bis zur Pubertät wieder, ca. 70% der als Kinder betroffenen Erwachsenen sind beschwerdefrei. Eine symptomatische Behandlung mit cortisonhältigen Salben ist auf Grund der Beschwerden im Kindesalter oft notwendig. Allerdings, so Katrin Strauch: „ beobachtet man dann zuweilen das Auftreten einer anderen atopischen Symptomatik wie z.B. Heuschnupfen in oder ab der Pubertät. Wurde die Neurodermits allerdings homöopathisch richtig behandelt, kann die Allergieneigung auch verschwinden.“

Von der Haut zu den Atemwegen
Bei schulmedizinischer Behandlung von Neurodermitis kann es manchmal zu einer Symptomverschiebung kommen. Katrin Strauch: „Die Haut wird mit Cortison behandelt und ist wieder „schön“, plötzlich treten dann Atemwegssymptome auf – spastische Bronchitis, asthmatische Beschwerden, häufige und komplizierte Atemwegsinfekte. Die Symptome haben sich auf eine andere Ebene verlagert.“ Wer zu diesem Zeitpunkt eine homöopathische Therapie beginnt, muss damit rechnen, dass im Rahmen des Heilungsvorgangs zuerst die Atemwegssymptome besser werden, und die alten Hautsymptome wieder an die Oberfläche kommen. Katrin Strauch: „Die Haut wird sich eventuell anfangs wieder verschlechtern. Es ist wichtig, die Eltern über diesen Verlauf im Vorhinein aufzuklären.“

Auch Asthma zusätzlich homöopathisch behandeln
Die homöopathische Konstitutionsbehandlung hilft auch Kindern, die an Asthma erkrankt sind. Katrin Strauch: „Bei Asthma wird üblicherweise inhalatives Cortison verordnet, dazu entzündungshemmende sowie immunmodulierende Medikamente. Die homöopathische Therapie wird zusätzlich gegeben. Wenn die homöopathische Behandlung gut anspricht, kann die schulmedizinische Therapie reduziert und eventuell langsam ausgeschlichen werden.“ Das geht natürlich nur unter fachlicher, engmaschiger Betreuung.

Allergie ist nicht gleich Intoleranz
Von einer echten Allergie spricht man bei Kindern erst ab dem 4. oder 5. Lebensjahr, davor besteht eine unspezifische Allergieneigung, eine Allergieaustestung ist nicht sinnvoll. Wichtig ist auch, den Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz zu kennen. Katrin Strauch: „Die Allergie ist eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose Umweltstoffe, die sich in typischen Symptomen äußert. Im Fall einer Nahrungsmittelintoleranz handelt es sich nur um eine Unverträglichkeitsreaktion ohne toxischen oder allergischen Hintergrund (Laktose- bzw. Fructoseintoleranz). Dabei fehlt dem Organismus ein für die Verdauung notwendiges Enzym. Dieser Enzymmangel bzw. -defekt kann angeboren oder erworben sein.“

Homöopathische Akutarzneien und Notfallsset
Bei Pollenallergie ist – ab einem gewissen Alter – eine Desensibilisierung auf die allergieauslösenden Stoffe möglich. Neben der homöopathischen konstitutionellen Behandlung kann bei akuten Heuschnupfenbeschwerden auch mit den lokal passenden homöopathischen Arzneien, Augen- oder Nasentropfen pflanzlichen Inhalts gearbeitet werden. Katrin Strauch: „Wenn ein Bienenstich bei einem Allergiker zu einem Notfall führt, d.h. es zu einem anaphylaktischen Schock kommen sollte, müssen so rasch wie möglich medizinische Sofortmaßnahmen ergriffen werden. Die schulmedizinische Therapie ist lebensrettend. Man kann auch in diesem Fall zusätzlich ein homöopathisches Notfallmittel verabreichen.“

Dr. Katrin Strauch ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Wien.

Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 900 Mitglieder. Internet: www.homoeopathie.at

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Dr. Katrin Strauch
Allgemeinmedizinerin und Homöopathin aus Wien
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Wien, 09.04.2010. Rund 20 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren leiden laut Gesundheitsbefragung der Statistik Austria an einer Allergie. Doch auch Kinder sind immer häufiger betroffen. Wie Studiendaten zeigen wenden sich mehr und mehr Menschen komplementärmedizinischen Methoden zu oder würden im Falle einer Allergie homöopathische Arzneimittel anwenden. „Bei der Akutbehandlung haben sich homöopathische Komplexmittel bewährt“, berichtet Frau Mag. pharm. Sabine Lexer, Leiterin der St. Anna Apotheke in Wien. Apothekerinnen und Apotheker spielen heute oft eine Schlüsselrolle bei der Entdeckung einer allergischen Erkrankung.

Jeder Fünfte leidet hierzulande an einer Allergie. Frauen trifft es mit 24 Prozent weit häufiger als Männer (18 Prozent) (1). Und auch Kinder sind laut Fachleuten immer öfter betroffen, mehr noch, ihr Risiko an einer Allergie zu erkranken stieg signifikant an. So wurden in den Jahren 1995 bis 2003 bei Kindern zwischen sechs und sieben Jahren hohe Steigerungsraten an diagnostiziertem Asthma (plus 16 Prozent), Heuschnupfen (plus 22 Prozent) oder Ekzem (plus 37 Prozent) festgestellt. Bei Kindern zwischen 12 und 14 Jahren steigt die Prävalenz während ihres Lebens an Asthma zu erkranken um 32 Prozent, bei Heuschnupfen um 19 Prozent und bei Ekzmen um 28 Prozent (2). Was folgt ist eine lange Allergiekarriere mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden, die eine Verbesserung der oft stark eingeschränkten Lebensqualität versprechen.

Homöopathie beliebt
Mit dem Erfolg schulmedizinischer Verfahren unzufrieden, wenden sich immer mehr Menschen komplementärmedizinischen Behandlungsformen zu. So wurden im Jahr 2009 mehr als zwei Millionen Euro alleine für homöopathische Komplexmittel gegen Allergien ausgegeben (3). Laut einer Studie von Gfk Austria/Dr. Peithner KG verwendet rund die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher homöopathische Arzneimittel. Davon vertrauen elf Prozent auch bei der Behandlung ihrer Allergien auf die Homöopathie. Ein Viertel der Bevölkerung gab an, dass sie im Falle einer allergischen Erkrankung homöopathische Arzneimittel verwenden würden (4).

Erste Anlaufstelle für Allergie-Opfer ist – vor allem in Akutsituationen – meist die Apotheke. „Hier haben sich vor allem bei allergischer Rhinitis, Konjunktivitis und Dermatosen homöopathische Komplexmittel sehr bewährt“, so Mag. pharm. Sabine Lexer, Leiterin der St. Anna Apotheke in Wien Meidling.

Homöopathie zeigt Wirkung
So beispielsweise der Luffeel-Nasenspray. Eine randomisierte Äquivalenzstudie Studie (5) untersuchte die Effizienz und Verträglichkeit von Luffa comp.-Heel-Nasenspray (6) im Vergleich zu einem Cromoglicinsäure-Nasenspray bei der Behandlung der saisonalen allergischen Rhinitis. Die Ergebnisse zeigten, dass der homöopathische Nasenspray Luffa comp.-Heel ebenso wirksam war wie das herkömmliche Therapeutikum. Der positive Effekt trat ebenso rasch und nachhaltig ein und die Behandlung führte zu einer vollständigen Remission der Heuschnupfensymptome.

Rote, tränende und juckende Augen, weitere Allergie-Symptome, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen, können erfolgreich mit dem homöopathischen Komplexmittel Oculoheel behandelt werden. Eine Vergleichsstudie (7) von Oculoheel mit einem Tetryzolin hältigen Therapeutikum zeigt ebenfalls die Gleichwertigkeit beider Präparate. Auch bei der Behandlung mit Oculoheel wurde eine klinisch relevante Reduktion der Symptome nach vier bis sieben Tagen festgestellt. Der Therapieerfolg wurde in 88 Prozent der Fälle mit sehr gut und gut bewertet.

Sonderfall Haut
Eigentlich ist die Haut ein Schutzwall zur Umwelt, aber bei Kontakt mit Allergie auslösenden Stoffen ist sie selbst häufig von allergischen Reaktionen betroffen. Viele Allergiker leiden an atopischer Dermatitis. Sie ist gekennzeichnet durch Rötung, Entzündung, Trockenheit und Juckreiz der Haut. Bei der Behandlung hat Halicar, eine Salbe mit den Inhaltsstoffen von Cardiospermum halicacabum (zu deutsch Ballonwein), gute Wirkung gezeigt. In einer Untersuchung (8) mit unterschiedlichen Cardiospermum-Präparaten konnten bei den Symptomen Erythem, Ödem, Infiltration, Bläschen, Exkoriation, Schuppung und Fissuren eine Besserungsrate bzw. Remission von mehr als 80 Prozent festgestellt werden. Dies korreliert in hohem Maß mit der Einschätzung der Probanden hinsichtlich der subjektiven Beschwerden (z.B. Juckreiz), die ebenfalls einen Wert über 80 Prozent erreichte. Eine weitere Studie (9) konnte belegen, dass Halicar im Vergleich zu Bufexamac-Salbe überlegen war.

Schlüsselrolle Apotheke
Die Dunkelziffer allergischer Erkrankungen dürfte höher liegen als statistisch erfasst ist, denn viele denken bei Schnupfensymptomen, tränenden Augen und Hautausschlägen nicht sofort an eine allergische Reaktion. Oft wird erst in der Apotheke auf diese Möglichkeit hingewiesen. „Immer mehr Menschen – Tendenz steigend – die zu uns in die Apotheke kommen berichten gerade jetzt in der Heuschnupfensaison von lange anhaltenden Schnupfensymptomen,“ so Lexer. „Hier muss durch ein intensives Beratungsgespräch den möglichen Ursachen auf den Grund gegangen werden, denn immer häufiger besteht der Verdacht auf eine Allergie“, stellt Lexer fest. Eine schnellstmögliche ärztliche Betreuung ist hier unbedingt notwendig.

1 Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2006/2007. 2 Schernhammer, E. S. et al. (2007). Time trends of the prevalence of asthma and allergic disease in Austrian children, In: Pediatric Allergy and Immunology, 19, 2: 125-131. 3 IMS Health Marktforschung GmbH., 03/2010. 4 GfK Austria/Dr. Peithner KG: Nutzerbefragung der österreichischen Bevölkerung – Homöopathie, 2008, 3.981 Interviews. 5 Weiser, M. et al. (1999). A Randomized Equivalece Trial Comparing the Efficacy and Safety of Luffa comp.-Heel Nasal Spray with Vromolyn Sodim Spray in the Treatment of Swasonal Allergic Rhinitis. In: Forschende Komplementärmedizin 1999; 6: 142-148. 6 In Österreich: Luffeel-Nasenspray. 7 Küstermann, R. W. et al. (2001). Homeopathic Treatment of conjunctivitis as Good as Conventional Therapy with Tetrozoline. In: Biologische Medizin 2001; 30; 3: 126-131. 8 Niedner, R. et al. (1996). Cardiospermum halicacabum – Ein neuer Wirkstoff in der nichtsteridoalen Ekzembehandlung?. In:hautnah extra; 1, 1996. 9 Brüggemann, B. et al. (1995). Lokale Therapie der atopischen Dermatitis: Cardiospermum halicacabum und Bufexamac im Vergleich. In: Haut; 1995; 6: 2818-22.

Rückfragehinweise
Dr. Peithner KG nunmehr GmbH & Co
Alexandra Abrahim
PR Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-660
Alexandra.Abrahim@peithner.at
www.peithner.at

St. Anna Apotheke
Mag. pharm. Sabine Lexer
Leitung St. Anna Apotheke
Meidlinger Hauptstraße 86
1120 Wien
Tel. +43-1-813 10 62-0
info@apotheke-st-anna.at

Dr. Peithner KG – Das Haus der Homöopathie
Die Dr. Peithner KG ist in Österreich Marktführer auf dem Gebiet der Homöopathie. Das Unternehmen vertritt die Homöopathie in ihrer gesamten Vielfalt und nimmt ihre Vorreiterrolle sowohl in der Klassischen Homöopathie – die mit Einzelmittel arbeitet – als auch in der Komplexmittel-Homöopathie wahr. Die Dr. Peithner KG ist Teil der Dr. Willmar Schwabe-Gruppe zu der auch die Austroplant Arzneimittel GmbH., Vertrieb von Phytotherapeutika, gehört. Die Unternehmensgruppe Dr. Peithner KG/Austroplant ist außerdem in den CEE Ländern Tschechien, Slowakei, Ungarn und Rumänien aktiv.

St. Anna Apotheke
Die St. Anna Apotheke feiert im September 2010 ihr 100-jähriges Bestehen. Bis Anfang der 1980-iger Jahre beherbergte sie die Austroplant Arzneimittel GmbH. sowie die Dr. Peithner KG. Diesen historischen Wurzeln Rechnung tragend gehört die Homöopathie bis heute zu den Beratungsschwerpunkten der Apotheke und sie ist bekannt für ihr großes Sortiment an homöopathischen Arzneimitteln. Heute stehen auch andere komplementärmedizinische Methoden im Mittelpunkt der Beratungstätigkeit, wie die Biochemie nach Dr. Schüßler oder die Bachblütentherapie. Auch die zur Schulmedizin zählende Phytotherapie gehört zu den Spezialgebieten der MitarbeiterInnen der St. Anna Apotheke.

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Mag. pharm. Sabine Lexer
Leiterin der St. Anna Apotheke in Wien Meidling
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Jeder Fünfte Österreicher leidet an einer Allergie.

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Frauen sind häufiger von Allergien betroffen als Männer.
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Wien, 9. April 2010. Immer mehr Menschen können immer weniger essen: Allergien und Intoleranzen gegen unterschiedlichste Stoffe lösen bei ihnen starke körperliche Reaktionen aus. Strenge Diätvorschriften helfen zwar, sind aber nicht immer leicht einzuhalten. Eine homöopathische Konstitutionsbehandlung kann das überschießende Immunsystem wieder normalisieren.

Meist ist es der Hausarzt, der bei vielen unklaren Beschwerdebildern zu einer Allergietestung rät: Die Diagnose lautet immer öfter „Laktoseunverträglichkeit“ oder „Histaminintoleranz“. Was versteht man darunter genau?

Laktoseintoleranz: Blähungen, Bauchweh, Durchfall
Als Ursache einer Laktose (Milchzucker)-Intoleranz wird der Mangel an Laktase definiert, die den Milchzucker im Darm spalten soll. Allgemeinmedizinerin und Homöopathin Dr. Gloria Kozel: „Aufgrund dieses Mangels entsteht eine beschleunigte Darmpassage – das Resultat sind Blähungen, diffuse Bauchschmerzen und Durchfall etwa ein bis zwei Stunden nach einer laktosehältigen Mahlzeit. Dieser Fermentmangel tritt bei 17% der Bevölkerung Nordeuropas auf, Kinder erkranken selten vor dem 5. Lebensjahr.“

Die Behandlung besteht üblicherweise in einer Verminderung des Laktoseanteils in der Ernährung, nach Diagnosestellung sollte der Patient mindestens drei Wochen alle Milchprodukte (Süß- und Sauermilch, Joghurt, Butter etc.) meiden und dann wieder vorsichtig mit dem Aufbau beginnen.

Histaminintoleranz: Schwellungen, Juckreiz, Herzklopfen
Histamin ist eine chemische Verbindung, die in unserem Körper sowohl als wichtiger Botenstoff gebildet, als auch mit der Nahrung aufgenommen wird. Das im Körper gebildete Histamin hat die Aufgabe, an Rezeptoren in bestimmten Organen Reaktionen auszulösen. Diese Rezeptoren finden sich an der Haut, an der Schleimhaut von Atmungs- und Verdauungsorganen und im Gehirn. Gloria Kozel: „Diese Reaktionen werden bei Allergikern zu leicht ausgelöst. Besetzen Histaminmoleküle die Andockstellen, führt dies zu einer Art Notfallsituation: Schwellung und Juckreiz von Haut und Schleimhäuten, verstopfte Nase, Niesreiz, Sodbrennen, Durchfall, Koliken, Hustenreiz, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Blutdrucksenkung, um nur einige Beschwerden zu nennen.“

Histamine sind (fast) überall
Histaminhältige Nahrungsmittel finden sich häufig auf unserem täglichen Speisezettel: Milch, Käse – je länger der Käse gereift ist, desto höher ist der Histamingehalt – Tomaten, bzw. Produkte wie Ketchup, Tomatenmark, Dosentomaten, Pizza. Frische Fische und Fleischprodukte sind unbedenklich, aber luftgetrocknetes Fleisch oder Würste reichern mit der Dauer der Lagerung Histamin an. Bio-Nahrungsmittel sind leider nicht histaminärmer als industriell hergestellte.

Einige Nahrungsmittel haben die Fähigkeit, körpereigenes Histamin vermehrt freizusetzen, dazu gehören Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Meeresfrüchte und wieder Tomaten.

Alkohol greift auf mehreren Ebenen in den Histaminhaushalt ein: obergäriges Weizenbier enthält viel Histamin; absolut unverträglich sind alte Rotweine und Champagner, je geringer der Säuregehalt des Weines, desto mehr Histamin ist vorhanden. Auch Rotweinessig und Balsamico enthalten Histamin.
Medikamente, die Histamin freisetzen können, sind beispielsweise Acetylsalizylsäure, Diclophenac, Indomethazin u.a.

Bei bestätigter Histaminintoleranz werden oftmals Kreuzreaktionen beobachtet. Die Patienten vertragen keine Schokolade, Nüsse, Himbeeren, Birnen, tropischen Früchte, Fruchtsäfte und Hülsenfrüchte, Fertigsuppen und Glutamat. Gloria Kozel. „Letztendlich bleibt nicht viel über, was die Betroffenen noch beschwerdefrei essen können.“

Homöopathie lindert Intoleranzen
Die Homöopathie sucht in allen diesen Fällen nach dem passenden individuellen Mittel, der sogenannten chronischen Arznei für den Patienten/die Patientin, der unter diesen einschränkenden Störungen zu leiden hat. Gloria Kozel: „Zu Beginn machen wir eine genaue und gründliche Anamnese. Alles ist interessant, die Lebens- und Essgewohnheiten, durchgemachte Erkrankungen, Probleme mit Schlaf, Gewicht, Haut, körperliche Fitness, die psychische Situation.“ Nach aufmerksamem Zuhören und Beobachten übersetzt der Homöopath die Beschwerden des Patienten in die Sprache des Repertoriums, das homöopathische Symptomenverzeichnis. Gloria Kozel: „Homöopathische Arzneien spiegeln in gewisser Weise Eigenschaften und Problembereiche der Patienten wider.“

Gloria Kozel hat in ihrer Praxis einige Patienten mit Histaminintoleranz erfolgreich behandelt. Ein Fall ist ihr besonders in Erinnerung geblieben: „ Eine ältere Dame litt seit 25 Jahren an –zwei Jahre zuvor diagnostizierter – Histaminallergie und bezahlte jeden Diätfehler mit Juckreiz, Schwellungen, Migräne und Herzrasen. Tomaten, Rotwein, Schokolade, Himbeeren, tropische Früchte, Käse und Nüsse – das alles hatte sie über die Jahre schon von ihrem Speisezettel gestrichen. Sie kam ursprünglich wegen Hautausschlägen, Bauchschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Schlafproblemen zu mir. Nach mehreren Einzelgaben einer Arznei innerhalb von nur drei Monaten kann die Patientin wieder weitgehend normal essen – es war für uns beide eine unglaublich freudige Erfahrung.“

Dr. Gloria Kozel ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathin Graz. Sie ist Präsidentin der ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin.

Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 900 Mitglieder. Internet: www.homoeopathie.at

Wo sind Histamine enthalten?

Histaminhältige Nahrungsmittel: Milch, reifer Käse, Tomaten, Ketchup, Pizza, luftgetrocknetes Fleisch/Würste, Bier, alte Rotweine, Champagner, Rotweinessig, Balsamicoessig
Nahrungsmittel, die körpereigenes Histamin freisetzen: Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Meeresfrüchte, Tomaten
Medikamente, die Histamin freisetzen: Acetylsalizylsäure, Diclophenac, Indomethazin u.a.
Mögliche Kreuzreaktionen: Schokolade, Nüsse, Himbeeren, Birnen, tropische Früchte, Fruchtsäfte, Hülsenfrüchte, Fertigsuppen, Glutamat

Mögliche Symptome bei Histaminintoleranz

Haut: Schwellung und Juckreiz von Haut und Schleimhäuten
Atemwege: verstopfte Nase, Niesreiz, Hustenreiz
Verdauung: Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Koliken
Herz/Kreislauf: Herzklopfen, Kopfschmerzen, Migräne, Blutdrucksenkung

Presseinformation

Wien, 9. April 2010. Allergiker haben es im Frühling nicht leicht: heftige Niesanfälle plagen, die Augen jucken und brennen – Heuschnupfenzeit! Während die generelle Allergieneigung am besten in der allergenfreien Zeit behandelt werden sollte, können einige homöopathische Akutarzneien auch jetzt Linderung bringen.

Jedes Jahr ab Februar/März – je nach Wettersituation und Länge des Winters beginnt für Allergiker das gleiche Leiden. Zu Dauernießreiz, Schnupfen und verschwollenen Augen können in vielen Fällen auch quälende, juckende Hautausschläge oder gar asthmatische Anfälle kommen. Die Auslöser können vielfältig sein: Im Februar sind es Erle und Haselnuss, später vor allem Birke und Gräser. Später im Jahr kommt Ragweed dazu, das sehr stark auf die Atemwege wirkt.

Ein Blick auf den Pollenkalender (www.pollenwarndienst.at) oder eine genaue Austestung können hier Aufschlüsse liefern. Allgemeinmedizinerin und Homöopathin Gloria Kozel: „Wir nehmen an, dass bereits 20 – 25% der österreichischen Bevölkerung an irgendeiner Form der Allergie leiden, 200.000 Österreicher sind von Asthma betroffen, Asthma im Kindesalter hat in den letzten Jahren zugenommen, geschätzte 10 Prozent der Kinder leiden bereits darunter.“

Was ist eine Allergie?
Erst vor etwa 100 Jahren, im Jahr 1906 schuf der Wiener Kinderarzt Clemens von Pirquet den Begriff „Allergie“, um damit eine veränderte Reaktionslage des Organismus zu beschreiben. Zwei Systeme im menschlichen Körper stehen in ständiger Wechselbeziehung zwischen der Umwelt und der Einzelperson: das Immunsystem und das Zentralnervensystem. Das intakte Immunsystem erkennt Fremdartiges im Körper sofort – weiß, was Krankheitserreger sind und reagiert darauf. Liegt eine Störung des Immunsystems vor, können Allergien entstehen.

Überreaktion des Immunsystems
Der menschliche Körper setzt sich bei jedem Atemzug, bei jeder Berührung, bei jedem Bissen mit Fremdstoffen auseinander. Die Abwehrkräfte des Körpers können im gesunden Zustand blitzartig zwei Dinge erkennen: Ist das, was in den Organismus gelangt, fremdartig und ist dieses Fremdartige eine Bedrohung für das eigene Leben? Gloria Kozel: „Beim Allergiker stimmt die Antwort des Immunsystems nicht, das System regiert zu empfindlich. Jede Allergie ist eine überschießende Antwort auf im Grund genommen harmlose Eindringlinge wie Pollen, Tierhaare oder Staub.“ Das Immunsystem entdeckt einen an sich völlig harmlosen Stoff, den es für ein gefährliches Antigen hält, und beginnt, Antikörper herzustellen. Der Organismus reagiert verstört auf eine Welt, die er fälschlicherweise für feindlich hält.

Stress, falsche Ernährung und hohes Lebenstempo schwächen uns
Viele Faktoren begünstigen Allergien. Gloria Kozel: „Chronische Überlastung und Stress schwächen das Immunsystem ebenso wie Angst, Kummer und Kränkungen. Falsche Ernährung und zuwenig Bewegung blockieren den Darm. Das gesteigerte Lebenstempo und die Umstände am Arbeitsplatz erlauben es nicht mehr, akute Infektionen gründlich auszukurieren. Wir schirmen uns von Kälte, Wind und Wetter weitgehend ab und sind deshalb unfähig geworden, die verschiedenen Wetterlagen als Trainingsmöglichkeit zu nutzen.“

Nicht auf die leichte Schulter nehmen
Jede Allergie ist ein Warnzeichen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Gloria Kozel: „Wir stehen heute vor einer deutlichen Zunahme der Allergien. Allergische Reaktionen zeigen sich am häufigsten an der Haut in Form von Nesselausschlägen, es folgen Störungen der Atemwege von Heuschnupfen bis zum Asthma, an dritter Stelle rangieren Störungen des Verdauungstraktes.“

Konstitutions-Behandlung und Akutmittel
Gloria Kozel: Zur homöopathischen Behandlung von Allergien eignet sich die allergenfreie Zeit am besten. In einer ausführlichen Anamnese (Patientengespräch) ermitteln wir eine Arznei, die sowohl die individuellen Beschwerden des Heuschnupfens, als auch diverse andere Krankheiten (Verdauungsprobleme, Schlafprobleme) berücksichtigt.“ Idealerweise beginnt die homöopathische Behandlung noch vor der Heuschnupfensaison, eventuell werden später bei heftigen Pollenflügen auch noch zusätzliche Akutmittel verordnet.

Entgegen der landläufigen Meinung sind Allergien homöopathisch durchaus auch völlig heilbar. Gloria Kozel: „Es gelingt nach meinen Praxiserfahrungen im ersten Jahr etwa 40% der Beschwerden zu lindern, nach etwa fünf bis sechs Jahren kann die Allergie durchaus ausgeheilt sein.“

Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 900 Mitglieder. Internet: www.homoeopathie.at
Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

Mögliche Akutmittel Heuschnupfen

Euphrasia, Augentrost
Hilft in erster Linie bei Beschwerden, die vorwiegend die Augen betreffen. Reichlicher, brennender Tränenfluss, die Augen schwimmen, schlimmer im Freien, im Liegen oder beim Husten. Entzündung der Bindehaut, Lichtscheu. Die Lidränder sind gerötet. Aus der Nase kommt mildes Sekret.

Allium Cepa, Zwiebel
Brennen und Stechen in Augen, Nase und Mund. Die Absonderung aus der Nase ist scharf und macht die Nasenlöcher wund. Häufiges, heftiges Niesen, schlechter im warmen Zimmer und abends. Dagegen deutlich: milder Tränenfluss im Gegensatz zu Euphrasia.

Sabadilla, mexikanisches Läusekraut
Heuschnupfen, gekennzeichnet durch intensiv starke Niesanfälle (10x hintereinander und mehr), andauerndes Kitzeln im Gaumen und trockenem Husten. Im Gaumendach sonderbares Juckgefühl – der Patient drückt zur Erleichterung die Zunge an den weichen Gaumen. Dünne Absonderung aus der Nase, Jucken und Kribbeln in der Nase, die Nase ist verstopft. Der Patient ist kälteempfindlich, Verschlechterung des Heuschnupfens in der Kälte.

Wyethia, kalifornische Kompasspflanze
Intensiver Juckreiz in Nase, Hals und Gaumen, manchmal bis in die Ohren. Ständiges Räuspern, trockener, hackender Husten. Eine Patientin beschrieb eine mögliche Hilfe in der Vorstellung, eine Flaschenbürste könnte den schrecklichen Juckreiz hinten im Hals lindern.

Die angegebenen Arzneien sollten in der Potenz D12 – zweimal täglich 5 Globuli – eingenommen werden. Eine halbe Stunde vorher und nachher sollte nichts gegessen werden. Bei stärkeren Beschwerden wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt.

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Allergien sind leider nach wie vor im Vormarsch und zeigen der Schulmedizin und ihren Behandlungsmöglichkeiten oft die Grenzen auf. Viele Menschen, die unter Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis leiden, interessieren sich daher immer häufiger für sanfte Heilmethoden. Die Homöopathie bietet eine erprobte und erfolgsversprechende Alternative zu Cortison & Co.

Dieser Ratgeber beleuchtet das Thema Allergien erstmals aus homöopathischer Sicht und gibt Auskunft über Auslöser, Immunsystem und Heilungsverlauf. Der Homöopath Dr. Walter Glück zeigt, welche homöopathischen Mittel bei Allergien helfen und sich in der Praxis bewährt haben. Zusätzlich informiert er über weitere hilfreiche sanfte Methoden aus der Pflanzenheilkunde, der Akupunktur, der Magnetfeldtherapie u.v.m.

Auf einen Blick:

  • Wie wirkt Homöopathie und wie wendet man sie richtig an?
  • Allergie, Pseudo-Allergie oder Unverträglichkeit?
  • Homöopathie bei akuter Allergie und chronischen Beschwerden
  • Mit natürlichen Mitteln Allergien vorbeugen
  • Zusätzliche Maßnahmen: Darmsanierung, Ernährung, Allegiker-Produkte, Akupunktur, Heilpflanzen, Vitalstoffe

Der Autor:
Dr. Walter Glück ist Allgemeinmediziner mit eigener Praxis in Wien und widmet sich seit mehr als 20 Jahren sanften Behandlungsmethoden. Er ist Kurarzt sowie Leiter des Ärztelehrgangs „Naturheilverfahren“ an der Donau-Universität Krems. Im Kneipp-Verlag erschienen: „Mit Homöopathie zum Wohlfühlgewicht“, „Heilsame Schwingungen“

Technische Daten:
144 Seiten, durchgehend farbig, Softcover mit Klappen, 16,5 x 23,5 cm
ISBN 978-3-7088-0480-4, € 17,95/CHF 31,50

KNEIPP-VERLAG, Claudia Plitmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Lobkowitzplatz 1, A-1010 Wien, claudia.plitmann@verlagsservicewien.at
www.kneippverlag.com

Presseinformation

 

© GlueckDr. Walter Glück
Arzt für Allgemeinmedizin; Homöopathie, Chirotherapie, Arbeitsmedizin, Akupunktur,
Thermographie aus Baden
Leiter des Ärztelehrganges „Naturheilverfahren“ an der Donau – Universität Krems.
Fotorechte: Walter Glück
Fotograph: Stephan Huger
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© Glueck

 

Dr. Walter Glück
Arzt für Allgemeinmedizin; Homöopathie, Chirotherapie, Arbeitsmedizin, Akupunktur,
Thermographie aus Baden, Leiter des Ärztelehrganges „Naturheilverfahren“ an der Donau – Universität Krems.

Fotorechte: Walter Glück Fotograph: Stephan Huger
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© Mag. pharm. Sabine Lexer

 

Mag. pharm. Sabine Lexer
Leiterin der St. Anna Apotheke in Wien Meidling
Foto: Lexer
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© Strauch

 

Dr. Katrin Strauch
Allgemeinmedizinerin und Homöopathin aus Wien
Foto: Katrin Strauch
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© Fotolia GodferJeder Fünfte Österreicher leidet an einer Allergie.
Foto: fotolia.de/godfer
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Frauen sind häufiger von Allergien betroffen als Männer.
Foto: ©istockphoto/loooby
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Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2008
Mediziner aus Niederösterreich für Neuentdeckung ausgezeichnet

Mediziner aus Niederösterreich für Neuentdeckung ausgezeichnet

Wien, 25.04.2009. Am Samstag, dem 25. April wurde im Rahmen einer Feier der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2008 verliehen. Der Preisträger, Dr. Jörg Hildebrandt, wurde für seine Arbeit über den Toxopneustes pileolus (Rosenseeigel), einer Neuentdeckung im Bereich Homöopathie, ausgezeichnet.

Am Samstag, dem 25. April überreichten Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, und Dr. Reinhard Flick, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM), den mit EUR 3.000,– dotierten Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie an den St. Pöltener Arzt Dr. Jörg Hildebrandt. Seine Arbeit über den Toxopneustes pileolus, zu Deutsch Rosenseeigel, fand großen Anklang bei der Jury. Dazu Peithner: „Dr. Hildebrandt ist hier einem neuen homöopathischen Arzneimittel auf die Spur gekommen und hat in mehreren Studien das Arzneimittelbild identifiziert und bestätigt.“

Die Studie – Arzneimittelselbsterfahrung (AMSE)¹
Die Prüfung wurde in Form einer Doppelblindstudie durchgeführt, das heißt weder Teilnehmer noch Prüfungsleiter kannten die Herkunft noch die Art des Mittels. Die Probanden erhielten Hochpotenzen (Globuli) von Toxopneustes pileolus (Rosenseeigel), eines an sich toxischen Meeresbewohners, oder Placebo. Die Probanden mussten gesund sein, denn ein Grundsatz der Homöopathie lautet „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“. Durch die AMSE werden demnach jene Symptome identifiziert, die das Mittel bei gesunden Menschen hervorruft und gleichzeitig bei kranken Menschen heilt. Ziel der Studie war die klinische Verifizierung von Prüfungssymptomen. Hildebrandt: „Bei der inzwischen mehrfachen homöopathischen Anwendung des Toxopneustes pileolus (abgekürzt: Toxop.) konnten folgende Symptome bestätigt werden: Hypästhesie², Parästhesie³, Prüfungsblackout, sowie Zahn- und Zahnfleischbeschwerden.“

Der Preisträger
Herr Dr. Jörg Hildebrandt ist Allgemeinmediziner und führt die Diplome für Akupunktur, Homöopathie, Manualtherapie und Notfallmedizin der Österreichischen Ärztekammer. 2004 schloss er seine Ausbildung zum Augenarzt ab. Im selben Jahr eröffnete er auch seine Wahlarzt- und Privatordination in St. Pölten. Sein Behandlungsspektrum umfasst sowohl die Schulmedizin wie auch die Klassische Homöopathie, die Manualtherapie und die Akupunktur.

Der Preis
Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde 2003 von der Dr. Peithner KG, dem führenden Hersteller homöopathischer Arzneien in Österreich, ins Leben gerufen. Ziel ist die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie in Österreich. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit EUR 3.000,– dotiert. Internet: www.peithner.at

Die ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
Die ÖGHM ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 900 Mitglieder. Internet: www.homoeopathie.at

¹ In Österreich dürfen homöopathische Arzneimittelprüfungen nur mit medizinisch geschulten Probanden in Form einer Arzneimittelselbsterfahrung (AMSE) durchgeführt werden.
² Herabgesetzte Berührungs- oder Schmerzempfindung vor allem im Bereich der Haut
³ Unangenehme, manchmal schmerzhafte Körperempfindung mit Kribbeln, Taubheit, Einschlafen der Glieder, Kälte- und Wärmewahrnehmungsstörungen, die nicht durch adäquate Reize ausgelöst wird

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG – Haus der Homöopathie
Alexandra Abrahim
PR Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-660
alexandra.abrahim@peithner.at
www.peithner.at

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© Hildebrandt

 

 

Dr. Jörg Hildebrandt erhält den Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2008.
Foto: Hildebrandt
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© Hildebrandt

 

Der Toxopneustes pileolus oder Rosenseeigel – ein schöner Meeresbewohner mit Stacheln und giftigen Greiffüßchen.
Foto: Hildebrandt
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© Dr. Peithner KG

 

v.l.n.re.: Dr. Reinhard Flick, Vizepräsident der ÖGHM; Dr. Jörg Hildebrandt, erhielt den Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie 2008; Mag. Martin Petihner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG Foto: Dr. Peithner KG
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Woche der Homöopathie März 2009
Homöopathie in der Sportmedizin
Veranstalterin Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin in Kooperation mit Dr. Peithner KG

Wien, 31.03.2009. Rund 201.000 Mal verletzen sich die Österreicherinnen und Österreicher jährlich bei der Ausübung eines Sports (1). Laut einer aktuellen Studie von GfK Austria und der Dr. Peithner KG vertraut rund die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher der Homöopathie, zur Behandlung von Sportverletzungen wird sie jedoch nur relativ wenig herangezogen. Dabei belegen Untersuchungen, wie das Beispiel Traumeel zeigt, dass Homöopathika bei Verletzungen ebenso wirksam sind wie andere Therapien. Trotz des Verletzungsrisikos ist die positive Wirkung sportlicher Aktivität auf die Gesundheit unbestritten. Dem trägt auch die Dr. Peithner KG Rechnung und fördert sowohl den Breitensport als auch ihre sportlich interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher sind sportlich aktiv. Die beliebteste Sportart war 2007 mit rund 4,5 Millionen Ausübenden das Radfahren, gefolgt von 4,2 Millionen Schwimmern und 3,7 Millionen Wanderern. Laufen und Jogging liegen mit rund 2,6 Millionen Ausübenden auf der Hitliste der beliebtesten Sportarten auf Rang 4 (2). Doch nicht alle Sportarten sind gleich gefährlich. Von den durchschnittlich rund 201.000 Sportverletzungen entfielen nur 11,5 Prozent auf Radfahrer. Gefährlichste Sportart ist mit einem Verletzungsanteil von 23,54 Prozent der Alpine Skilauf, gefolgt von Fußball mit 15,88 Prozent. Betroffen sind je nach Sportart zumeist die unteren oder oberen Extremitäten. Und noch eines zeigt uns die Freizeitunfallstatistik des Kuratorium für Verkehrssicherheit: Männer scheinen risikofreudiger zu sein als Frauen, denn sie sind außer bei den typisch weiblichen Sportarten wie Reiten und Gymnastik, häufiger von Verletzungen betroffen (3).

Homöopathie beliebt bei Erkältungen
„Während homöopathische Arzneimittel im Spitzensport wegen der Dopingproblematik bereits seit Jahren etabliert sind, werden sie im Breitensport relativ wenig genutzt“, so Magister Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG. Laut einer neuen Studie von GfK Austria und der Dr. Peithner KG (4) verwendeten im abgelaufenen Jahr 48 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher homöopathische Arzneimittel. Peithner: „Hauptgründe für den Griff zur Homöopathie sind für die Anwender grippale Infekte (35 Prozent), Schnupfen (30 Prozent) und Husten (29 Prozent).“ Zur Abwehrsteigerung verwenden 21 Prozent von ihnen Globuli und Co. Gelenks- und Kreuzschmerzen, die auch in der Sportmedizin zu den häufigen Beschwerdebildern zählen, werden jedoch nur von 10 Prozent mit homöopathischen Mitteln behandelt, bei Verletzungen sind es 7 Prozent. „Dabei sind homöopathische Arzneien in vielen Fällen ebenso wirksam und bieten zudem noch den Vorteil einer hohen Arzneimittelsicherheit. Diese Ergebnisse zeigen deutlich die Notwendigkeit der Aufklärung, dass die Homöopathie auch bei Sportverletzungen gute Behandlungsmöglichkeiten bietet“, so Peithner.

Homöopathie zeigt Wirkung
Ein Beispiel für die gute Wirksamkeit ist das homöopathische Komplexmittel Traumeel®, das unter anderem bei Verletzungen (5) und bei entzündlichen Prozessen, besonders auch am Stütz- und Bewegungsapparat, Anwendung findet. Peithner: „Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Traumeel® eine gute Alternative zu herkömmlichen entzündungshemmenden Schmerzmitteln darstellt.“ So stellten Schneider et al. (6) beim Vergleich von Traumeel®-Salbe und Diclofenac-Gel 1% anhand der Variablen „Schmerzen“ und „Gesamtbehandlungsergebnis“ 2005 fest, dass die homöopathische Behandlung bei Tendopathien gegenüber der konventionellen Therapie gleichwertig ist. Bei den Beweglichkeitsvariablen gab es einen Trend zur Überlegenheit von Traumeel®. Auffallend war auch, dass 92,5 Prozent der Patienten in der Traumeel®-Gruppe und nur 87,9 Prozent in der Diclofenac-Gruppe hinsichtlich der Verträglichkeit die höchste Bewertung „sehr gut“ abgaben. Ähnliche Ergebnisse lieferte eine Studie von Birnesser et al. (7) aus dem Jahr 2004, bei der die Wirksamkeit von Traumeel® im Vergleich zu NSAIDS (8) bei Epicondylitis untersucht wurde. Hier zeigte sich ebenfalls eine Gleichwertigkeit von Traumeel® in der ersten Behandlungswoche während in der zweiten Woche das homöopathische Präparat bei der Mobilität der Gelenke bessere Ergebnisse zeigte. Eine weitere Studie (9), bei der die Wirkung von Traumeel® im Vergleich zu herkömmlichen Schmerzmitteln bei der Behandlung von leichten bis moderaten Verletzungen, wie Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen untersucht wurde, zeigte ebenfalls eine Gleichwertigkeit der homöopathischen Behandlung mit Traumeel® gegenüber konventionellen Therapien.

Alles läuft!
Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit überwiegen jedoch bei weitem das Risiko eine Verletzung zu erleiden. Auch die österreichische Bundesregierung sieht in ihrem Regierungsprogramm die Förderung des Breitensports vor. Ziel der Koalitionsparteien ist es, die sportlichen Aktivitäten der Bevölkerung auf deutlich mehr als 50 Prozent zu steigern. Bereits einen Schritt weiter ist die Dr. Peithner KG. „Wir unterstützen nach 2008 auch dieses Jahr wieder die sBausparkassen Volkslaufcups mit 29 Einzelveranstaltungen in ganz Österreich,“ sagt Peithner. „2009 sind wir außerdem bei großen Sportevents, wie dem Vienna City Marathon, dem OMV Linz Marathon oder dem dm Frauenlauf präsent.“ Ferner steht die Dr. Peithner KG für den Traumeel®-Radweg in Salzburg Pate. Aber auch an die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde gedacht. Die Maßnahmen des Unternehmens zur Gesundheitsprävention wurden auf sportliche Aktivitäten ausgeweitet. „Seit März 2009 steht unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zwei Mal wöchentlich ein professioneller Lauftrainer zur Verfügung“, freut sich Peithner. „Und sollte jemand an den von uns unterstützten Laufveranstaltungen teilnehmen wollen, übernehmen wir auch die Teilnahmegebühren.“

1 Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit, Durchschnittswerte 2003-2007.
2 Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit, Freizeitunfallstatistik 2007.
3 Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit, Durchschnittswerte 2003-2007.
4 GfK Austria/Dr. Peithner: Nutzerbefragung der österreichischen Bevölkerung – Homöopathie, 2008, 3.981 Interviews.
5 z.B. Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen.
6 Schneider, C. et al., 2005. Vergleich eines homöopathischen Salbenpräparats mit Dicolofenac-Gel. 1% bei der akuten symptomatischen Therapie von Tendopathien; Explore 2005, Vol. 1, No. 6.
7 Birnesser et al., 2004. The homeopathic preparation Traumeel S compared with NSAIDS for symptomatic treatment of Epicondylitis; Journal of Musculoskeletal Research 2004, Vol 8, Nos. 2&3.
8 Nichtsteridoale antiinflammatorische Arzneimittel. 9 Schneider et al., 2007. The role of a homoeopathic preparation compared with conventional therapy in the treatment of injuries: An observational cohort study; Complementary Therapies in Medicine 2007

Rückfragehinweis
Dr. Peithner KG nunmehr GmbH & Co
Alexandra Abrahim
PR Managerin
Tel. +43-1-616 26 44-860
Alexandra.Abrahim@peithner.at
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© Dr. Peithner KG

 

 

Foto: Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.
Fotocredit: Dr. Peithner KG
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© PeithnerHomöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
werden.
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© PeithnerHomöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
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Homöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
werden.
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Wien, 31.03.2009. Interview mit Ärzteweltmeister und Sportmediziner Dr. Holger Förster über seine Erfahrungen mit ungeduldigen Sportlern, langwierigen Sportverletzungen und erfolgreicher Regeneration mit Hilfe der Homöopathie (Woche der Homöopathie 30. März – 2. April 2009)

Sie arbeiten seit Jahren mit Sportlern, sind selber Spitzensportler. Wie sieht denn die Sportlerpersönlichkeit aus? Was kennzeichnet den typischen Leistungssportler?
Förster: Der Leistungssportler ordnet sein Leben völlig dem Thema Sport unter: Essen, Schlafen, Arbeit und Urlaubsplanung müssen im Gleichklang mit Training und regenerativen Maßnahmen wie Physiotherapie, Infrarotbehandlung, Massage oder Sauna stehen. Der Leistungssportler scheut keine Mühen und Kosten, um das Maximale aus seinem Körper herauszuholen. Der Einsatz bis aufs Letzte ist teilweise irrational. Im Idealfall steht dem Sportler aber ein professioneller Betreuerstab zur Seite, der ihm oder ihr hilft, im Wissen bestehender Risken Entscheidungen zu treffen. Manchmal – das muss man ergänzen – werden Entscheidungen auch über den Kopf des Athleten hinweg getroffen.

Welche Rolle spielt der Sport? Ist er Beruf, Sinn oder schon Sucht?
Förster: Spitzensport ist sicher mehr als ein Beruf, es ist eine Berufung, die große Freude und noch größeren Einsatz erfordert. Man muss sagen, dass Spitzensport definitiv ungesund ist, das wissen die Sportler auch, aber sie setzen den Wert des Erfolges höher an, als die körperlichen Risken. Spitzensport wird teilweise zum Sinn des Lebens gemacht, mit der großen Gefahr, dass alles zusammenbricht, wenn der Körper nicht funktioniert. Deshalb sind gerade im Spitzensport Mentaltrainer und Psychologen so wichtig.

Wie unterscheiden sich ambitionierte Laiensportler von Spitzensportlern?
Förster: Der engagierte Hobbysportler macht – wir reden jetzt über Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren, Langlauf – oftmals beinahe das gleiche wie der Leistungssportler. Nur hat er oder sie viel weniger Unterstützung durch versiertes Fachpersonal. Auch Laiensportler opfern jede Menge Zeit und Geld in ihr Hobby. Auch im Hobbysportbereich ist ein Entgleiten in die Sucht „Sport“ möglich. Signale des Übertrainings werden nicht erkannt, der Körper ausgelaugt bis schließlich Verletzungen für die nötige Pause sorgen. Wird der Sport zum Suchtfaktor, kann das dramatische Folgen haben, das geht bis zum Verlust des Arbeitsplatzes oder einem zerstörten Familienleben. Der ideale Hobbysportler positioniert den Sport neben seinem Berufs- und Familienleben. Sport fungiert dann als sinnvoller Ausgleich in physischer wie psychischer Sicht – mit weniger Überlastungs- oder Verletzungsgefahr.

Wie sieht gutes Training aus?
Zuerst muss das Ziel definiert sein, dann der Weg dahin zu kommen. Das Ziel kann sein, abzunehmen, sich wohler zu fühlen, gesund und unverletzt zu bleiben, seine Leistung über lange Zeit zu halten, oder aber in Hinsicht auf einen Wettkampf, in kurzer Zeit einen Leistungszuwachs zu erzielen. Jeder Sportler muss selbst entscheiden, wie viel er oder sie in zeitlicher, finanzieller aber auch organischer Hinsicht investieren will. Nicht jeder Körper und jede Psyche hält gleich viel Training aus. Ein guter Trainer kann dies beurteilen und daraus nach sportwissenschaftlichen Erkenntnissen ein maßgeschneidertes Programm erstellen.

Was tut man im Fall einer Verletzung?
Idealerweise nimmt der Sportler die Verletzung sofort als solche wahr und leitet rasch akute Gegenmaßnahmen ein – wie Ruhigstellen & Kühlen, um Blutung, Schwellung etc. zu minimieren. Dann folgen Diagnose, Therapie etc. in Absprache mit Ärzten und Betreuern. Gute Regeneration umfasst neben dem „Reparieren“ der verletzten Organe auch die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Gesamtorganismus in Harmonie aller Systeme – Muskulatur mit Atmung, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf. Die Muskulatur baut z.B. bei einem kompletten Trainingsstopp sehr rasch ab, das kann durch ein gezieltes Übungsprogramm teilweise vermieden werden. Man sollte sich und seinem Körper die Zeit lassen, zu spüren was wo gebraucht wird. Sportler brauchen viel Körpergefühl – besonders wenn sich durch die Verletzung die Bedingungen geändert haben. Erlauben Sie mir einen Vergleich zum Autofahren: Mit Winterreifen auf Eisfahrbahn kann man halt schlecht fahren, muss anders Gas geben, anders bremsen usw. Man kann auch stehen bleiben und Ketten auflegen, oder vorsichtig probieren, ob es nicht doch so geht ….

Wie gehen Ihrer Erfahrung nach Sportler mit dem Thema Verletzung um?
Da kenne ich mehrere Szenarien: Der eine ist voll Ärger und Zorn auf seinen Körper, der versagt hat. Der andere verleugnet die Verletzung, nimmt sie nicht ernst, versucht, mit Gewalt weiterzutrainieren. Der „geübte“ Verletzte kennt seinen Körper meist schon ganz gut und kann schon bewusst reagieren, rasch mit der richtigen Therapie beginnen.

Wie sieht eine gute Therapie aus?
Sportler sind meist Menschen voller Energie. Diese Energie muss der Sportler in die Therapie umleiten. Das neue Ziel heißt nun nicht primär „Wettkampf“, sondern „Wiederherstellen der Leistungsfähigkeit“. Das gelingt mit Hilfe von Ärzten, Therapeuten und Medikamenten – ergänzt durch komplementärmedizinische Maßnahmen wie Homöopathie oder Akupunktur. Wichtig ist auch, dem Sportler zu vermitteln, was er oder sie trotz Verletzung machen kann, ihm oder ihr einen Zeithorizont aufzuzeigen. Es ist meist schwierig, geduldig mit sich selbst zu sein und dem Körper die Zeit und Kraft zu geben, die er braucht. Aber hier gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Wenn die Therapie zu lange dauert oder Rückschläge den erhofften Verlauf verlängern, resignieren manche Sportler. Der Spitzensportler kann hier auf seine Betreuer zählen und auch längere Pausen psychisch, physisch aber auch finanziell überstehen. Der engagierte Hobbysportler kann in dieser Situation völlig den Boden verlieren. Hier ist es wichtig, neue Ziele zu definieren, auch wenn – nach sehr schweren Verletzungen – nach der Rehabilitation keine volle Leistungsfähigkeit mehr gegeben ist, chronische Einschränkungen bestehen. Es gibt immer neue Ziele, neue Aufgaben und auch neue Sportarten.

Welches Ausmaß an sportlicher Betätigung ist gesund? Was kann der oder die SportlerIn von Verletzungen lernen?
Gesund ist es, den Sport als engagiertes Hobby neben einem gelebten Beruf zu betreiben. Verletzung bedeutet im Idealfall einen Neuanfang und ein Überdenken der bisherigen Strategie in Bezug auf Technik, Trainingsumfang, Ausrüstung, Kraft, Ausdauer, Muskeldysbalancen etc. Der Sportler und sein Team müssen Ursachenforschung betreiben. Viele können nach einer Verletzung besser sein als vorher, denken Sie nur an Thomas Muster! Verletzung ist ein wichtiges, starkes Zeichen, etwas zu ändern, wenn man schon die vielen kleinen Signale vorher nicht erkannt hat. Idealerweise nimmt man also eine Verletzung nach dem ersten Schock demütig an, hört auf seinen Körper und versucht die Signale zu erkennen und richtig zu deuten.

Wie sieht die therapeutische Anwendung von homöopathischen Arzneien aus?
Wie lange und wie oft findet die Behandlung statt?
Als Akuttherapie von Verletzungen können homöopathische Arzneien relativ homogen und übersichtlich als Einzeltherapie gegeben werden. Eine Alternative sind auch hochfrequente Komplexgaben, die bis zur akuten Verbesserung gegeben werden. Oft verwende ich die Homöopathie auch als Folgetherapie – unter Einbeziehung der Gesamtheit des Menschen mit allen seinen psychischen Symptomen. Dann kommen meist hoch potenzierte Einzelgaben auch ausgefallener Arzneien zur Anwendung. Der Einsatzbereich der Homöopathie in der Sportmedizin ist vielfältig: Als Therapie von Überlastungsverletzungen, bei Überforderung durch Training, als Therapie von Krankheiten, die das Training beeinträchtigen können (Infekte), aber auch bei privaten und beruflichen Stressfaktoren. Grundlage der homöopathischen Behandlung ist neben der meist schon vorhandenen Diagnose eine ausführliche Anamnese (Patientengespräch), die viele Faktoren (alte Verletzungen, sonstige Erkrankungen, psychische Situation, Allgemeinzustand etc.) mit berücksichtigt. Wenn notwendig werden selbstverständlich schulmedizinischer Hilfen wie Operationen, Bandagen, Physiotherapie oder Medikamente miteinbezogen. Im Rahmen meiner Praxis biete ich wöchentliche Therapien von akuten Verletzungen bis hin zu Brüchen, Bänder- und Muskelrissen in Kombination mit physikalischen Maßnahmen an. Hier dauert die Behandlung Tage oder Wochen. Daneben behandle ich auch Einzelsportler mit chronischen Problemen und entsprechend längerer Therapiedauer.

Das Thema Leistungssteigerung ist wohl für viele besonders interessant …
In erster Linie kommt Leistungssteigerung durch richtiges Training, das richtige Maß an Ausdauer- und Krafteinheiten, das rechte Maß an Ruhephasen. Aber auch spezielle Energieverfahren, Massagen, Akupunktur und Homöopathie können zur Leistungssteigerung beitragen. Leistungssteigerung findet auch im Kopf statt, es geht auch darum, wie man mentale Energie bereitstellen kann. Letztlich können im Spitzensport tatsächlich kleinste Verbesserungen im Gesamtfeld den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Sportler alles wahrnehmen, was sich anbietet und einen Vorteil verspricht: besondere Kleidung, ein Schwimmanzug, bessere Aerodynamik, leichte, strapazierfähige Ausrüstung, mehr PS – sprich besondere Nahrung mit Spurenelementen, Vitaminen, viel Eiweiß oder überhaupt Nahrungsergänzungsmittel – im Extremfall bis hin zu verbotenen Substanzen (Doping). Für die allermeisten Sportler spielt das aber glücklicherweise keine Rolle und objektiv lohnt es sich nicht, Geld und Gesundheit zu riskieren um zwei Sekunden schneller zu sein und damit zehnter statt zwölfter zu werden oder Platz 463 statt 500 zu erlaufen. Und welchen Sinn macht es, wenn übergewichtige Hobbysportler ein superteures Karbonrad kaufen, um Gewicht zu sparen oder durchschnittliche Schifahrer eine Rennausrüstung verwenden? Wer als Hobbysportler seine Leistung wirklich gezielt verbessern will, startet am besten mit maßgeschneiderten Trainingsplänen und dem regelmäßigen Kampf mit dem inneren Schweinehund …

Dr. Holger Förster
Der 46-jährige Sport- und Kinderarzt, Allgemeinmediziner und Homöopath arbeitete jahrelang im Kinderspital Salzburg als Oberarzt. Zusätzlich leitete er die kindersportmedizinische Ambulanz und beteiligte sich an diversen sportmedizinischen Studien. Dr. Förster führt das Diplom der Österreichischen Ärztekammer-komplementäre Medizin: Homöopathie und ist Vorstandsmitglied in der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Er ist außerdem Notfallsmediziner und hält das Diplom für Alpin- und Höhenmedizin. Er führt seit mehreren Jahren eine Sport- und Kindermedizinische Praxis in Salzburg Stadt. Der aktive Leichtathlet nimmt regelmäßig an Wettbewerben teil, ist mehrfacher Landesmeister und konnte im vergangenen Sommer bei den Ärzteweltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen die 800m und 1500m Läufe in seiner Altersklasse klar gewinnen.

Die ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin
Die ÖGHM ist die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte Österreichs. Ziele der ÖGHM sind die Aus- und Weiterbildung von Ärzten auf Europastandard, die Repräsentation der Homöopathie gegenüber Öffentlichkeit und Medien, die EU-weite Vertretung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Homöopathie. Die ÖGHM wurde 1953 gegründet und hat ca. 900 Mitglieder. Internet: www.homoeopathie.at
Weitere Informationen: Mag. Barbara Leitgeb, Pressebetreuung ÖGHM, Tel. 0660 551 5502

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Dr. Holger Förster, Sport- und Kinderarzt, Allgemeinmediziner und Homöopath, Vorstandsmitglied
der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, aktiver Leichtathlet
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Möchten Sie für Notfälle die wichtigsten Arzneien griffbereit zu Haus haben? Die Österreichische Gesellschaft für homöopathische Medizin empfiehlt die folgenden 10 Arzneien, die Sie in jeder Apotheke in einer tiefen Potenz besorgen können.

Aconitum (blauer Eisenhut)
Schockzustände infolge eines Unfalles, auch als Miterlebender. Angst- und Panikreaktionen mit körperlicher und geistiger Unruhe.
Leitsymptome: Unerwartet heftige Reaktion; Angst, Unruhe; trockene schweißlose Haut, blass, großer Durst auf kalte Getränke. Wärme und frische Luft tun gut.

Arnica (Bergwohlverleih)
erstes Mittel bei allen akuten Verletzungen, nach Operationen, Zahnextraktion, nach Knochenbrüchen, Prellungen, Sturz, Schlag, Verrenkung, Verstauchung, Zerrung von Muskeln, Gelenken, Sehnen, sportlicher Überanstrengung, Bluterguss.
Auch bei Schock kann Arnica gegeben werden, wenn der Patient rot, unruhig, ängstlich und abweisend ist und empfindlich auf kleinste Erschütterungen reagiert.
Leitsymptome: Unruhe, Zerschlagenheitsgefühl, schmerzempfindlich, will allein gelassen werden; Ruhe und flaches Hinlegen bessern die Beschwerden.
Oberflächliche Verletzungen mit Blutaustritt ins Gewebe verlangen nach Arnica, sind jedoch die tieferen Gewebe betroffen und bilden sich dort harte Blutergüsse, braucht man:

Bellis perennis (Gänseblümchen)
Verletzungen der Weichteile, tiefe, berührungsempfindliche Blutergüsse, Verhärtung, Verkapselung, Gelenksbeschwerden, Tennisellbogen.
Leitsymptome: starker Wundschmerz, brennende Schmerzen, Zerschlagenheitsgefühl, Bewegung und lokale Kälteanwendung bessern. Achtung: nicht am Abend einnehmen – kann Schlaflosigkeit verursachen!

Bryonia (Zaunrübe)
geschwollene, schmerzhafte Gelenke, Gelenke knacken! Hexenschuss mit Steifigkeitsgefühl, die Beschwerden entwickeln sich langsam, stechende Schmerzen, schlechter durch die kleinste Bewegung. Trockene Schleimhäute.
Leitsymptome: Durst, Reizbarkeit, will allein gelassen werden. Beschwerden besser an der frischen Luft, durch Wärme und bei festem Druck, bzw. Liegen auf der schmerzhaften Seite.

Hypericum (Johanniskraut)
Eine Arznei für Verletzungen an Körperteilen, die reich an sensiblen Nerven sind – Fingerspitzen, Handflächen, Zehen, Steißbein, Lippen. Die Schmerzen sind stechend, schießend entlang der Nervenbahnen. Die Wunde ist empfindlich auf Berührung. Risswunden, Schnittwunden, Gehirnerschütterung, Kopfschmerzen nach Sturz, Neuralgien.
Leitsymptome: Luftzug, Kälte und Bewegung verschlechtern die Beschwerden, ruhiges Liegen tut gut.

Ledum palustre (Sumpfporst)
Bei Verletzungen durch spitze Gegenstände oder lokalisierte Schläge; rheumatische Beschwerden in den kleinen Gelenken, Hexenschuss. Auch bei Stich- und Schnittverletzungen, die sich entzünden, sowie nach Verstauchungen, bei denen lokale Kälte und Hochlagern gut tun. Häufiges Verknöcheln, Schmerzen in den Fußsohlen, Steifheitsgefühl.
Leitsymptome: Ruhe, kaltes Wasser und kalte Luft verbessern Beschwerden, obwohl die Patienten insgesamt frösteln.

Rhus toxicodendron (Giftsumach)
Gliedmaßen-, Bänder-, Sehnen- u. Muskelverletzungen; Gelenksentzündung, Prellung, Verstauchung, Folge von Verrenkung, Verheben, Überanstrengen oft gepaart mit Durchnässung und Abkühlung. Auch bei Fieberblasen, Herpes.
Leitsymptome: Besser bei Bewegung und Wärme. Ruhestellung verschlechtert die Beschwerden.

Ruta graveolens (Weinraute)
Beschwerden durch Überanstrengung: Verletzungen der Knorpel und Sehnen; Bänderrisse; Knochenbrüche mit Beteiligung der Knochenhaut; Verrenkungen u. Verstauchungen. Lähmungsgefühl, Tennisellbogen, Hexenschuss nach Überanstrengung; Knötchen an den Sehnen
Leitsymptome: Liegen und Wärme bessern, Unruhe und Angstgefühle vor allem am Abend

Symphytum (Beinwurz)
Verletzungen der Knochen u. der Knochenhaut, starke stechende Schmerzen an der Bruchstelle. Begleitend zum Ausheilen von schlecht heilenden und komplizierten Knochenbrüchen, fördert Kallusbildung. Verletzungen des Augapfels (Schneeball, Golfball)
Leitsymptome: Sanfte Bewegung, Ruhe und Wärme tun gut. Neigung zu blauen Flecken.

Veratrum album (weiße Nieswurz)
Kollaps mit kaltem Schweiß, Ohnmachtsanfälle nach Überanstrengung, Blutverlust und bei Schock, Schwindel, Kreislaufbeschwerden. Blasse oder bläuliche Gesichtsfarbe, dunkle Ringe unter den Augen.
Leitsymptome: kalter Schweiß, allgemeines Kältegefühl, kaltes Gesicht; Umhergehen bessert.

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Arzneimittel retten Leben. In richtiger Form und richtiger Indikation sind sie ein Segen für kranke Menschen. Dasselbe Arzneimittel, das auf der einen Seite Menschenleben rettet, kann auf der anderen Seite bei missbräuchlicher Verwendung zum verbotenen Dopingmittel werden.

Doping kommt häufig vor. Auch im Alltag. Wenn ein Student abends ein koffeinhältiges Kopfschmerzmittel schluckt, um länger lernen zu können, kann das als Doping bezeichnet werden. Unerlaubt ist Doping, wenn Sportler Arzneimittel einnehmen, die eigentlich für schwer kranke Menschen entwickelt wurden, nur um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.

Doping mit Arzneimitteln
Manche Arzneimittel sind im Sport sowohl während des Trainings als auch während des Wettkampfs absolut verboten. Andererseits gibt es Substanzen, die nur während des Wettkampfs verboten sind beziehungsweise Substanzen, die im Erkrankungsfall verwendet werden dürfen aber gemeldet werden müssen, da sie sonst als Dopingmittel eingestuft werden.

Streng verboten sind muskelaufbauende Substanzen aus dem Bereich der Hormone. Verboten sind auch Insuline, wobei diese für Diabetiker natürlich unabdingbar sind und gemeldet werden müssen. Nahezu jedes Asthmamittel – sei es eines, das die Bronchien erweitert sowie auch alle Kortison-Sprays – sind auf der Dopingliste. Auf jeden Fall müssen diese Substanzen im Falle einer schweren Erkrankung gemeldet werden. Auch Mittel gegen Heuschnupfen können Dopingalarm auslösen. Hat jemand mit hohem Blutdruck zu kämpfen oder muss er ein Diuretikum einnehmen, so fallen auch diese Substanzen in die „verbotene“ Liste (wobei Diuretika auf Grund einer möglichen „Verschleierung von anderen Substanzen“ grundsätzlich verboten sind). Beta-Blocker, die zur Blutdrucksenkung segensreich eingesetzt werden, sind in gewissen Sportarten verboten. Auch alle Arten von Glucocorticoiden sind strengstens untersagt.

Arzneimittel im Sport
Bei banalen Infekten wie Husten oder Schnupfen muss man auf die Zusammensetzung der Arzneimittel besonders achten. So ist die Substanz Ephedrin, die in machen Nasentropfen, Hustentropfen oder in Erkältungssäften für die Nacht enthalten ist, verboten. Auch Codein-Präparate dürfen nicht eingenommen werden. Schon ein „Stamperl“ Schnaps fällt direkt vor dem Wettkampf unter Doping. Für Sportler gibt es eine eigens zusammengestellte Liste von Arzneimitteln, die bei banalen Infekten eingenommen werden dürfen und nicht unter Doping fallen. Über die erlaubten Präparate informiert gerne jede Apothekerin/jeder Apotheker.

Doping und Homöopathie
Homöopathische Arzneimittel fallen in den seltensten Fällen unter Doping-Präparate, da die Konzentrationen der Wirkstoffe zu gering sind. Allerdings gibt es im Ausland zum Beispiel homöopathische Schlankheitstropfen, die eine verbotene Substanz enthalten. Vorsicht ist bei Präparaten geboten, wo den homöopathischen Bestandteilen andere, eventuell nach dem Dopinggesetz verbotene Substanzen, beigemengt sind. Eine Überprüfung der Zusammensetzung ist für Sportler dringend erforderlich. Verboten sind von der Darreichungsform her grundsätzlich auch alle Präparate, die infundiert werden müssen.

Mag.pharm. Dr. Christiane Körner. Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

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Mag.pharm.Dr.phil. Christiane Körner, 1.Vizepräsidentin der Österreichischen
Apothekerkammer
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Wien, 31. März 2009. Jedes Jahr verletzen sich allein in Österreich bis zu 200.000 Menschen beim Sport, Tendenz steigend. Ursachen dafür sind die wachsende Zahl von Freizeitsportlern, der Trend zu Modesportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko und eine vermehrte Risikobereitschaft bei den Sportlern. Hatte Winston Churchill mit seinem „No sports“ also doch recht? Keineswegs, sagen Experten, der Nutzen des Hobbysports überwiegt die Risiken um ein Vielfaches. Und mit gezieltem Kraft- und Aufbautraining können viele Sportverletzungen vermieden werden.

Woran liegt es, dass jedes Jahr in den Ferienzeiten die Unfallambulanzen voller Sportler sind? „Die Bewegungsabläufe sind häufig ungenügend erlernt und Vorsichtsmaßnahmen werden nicht beachtet.“, so Martin Kronsteiner Bakk., Cheftrainer von John Harris Fitness „Am Schillerplatz“, einem der größten österreichischen Fitnessclubs. „Außerdem nehmen sich die Sportler zu wenig Zeit. Vom Schreibtisch auf direktem Weg zum Fitness-Parcours, Bewegung ohne Aufwärmphase, Überbelastung – auf diese Weise wird der Freizeitsport leider immer wieder zum Gesundheitsrisiko.“

Mangelhaftes oder zu kurzes Aufwärmen, ein schlechter Trainingszustand oder abrupte und starke Belastungen des Bewegungsapparates (z.B. bei Ballsportarten) führen häufig zu übermäßiger Beanspruchung der Muskelfasern und in Folge dessen zu Verletzungen. Angeführt wird die Liste der Sportverletzungen von Prellungen und Verstauchungen (35,5%). Es folgen Knochenbrüche und Verrenkungen (28,4%), Verletzungen von Sehnen, Bändern, Muskeln (21,3%), Weichteilverletzungen (7,2%), Zahnverletzungen (4,0%), Verletzungen von Nerven und Gehirn (2,9%), sonstige Verletzungen (0,7%). (www.gesund.co.at)

Zwei Grundregeln zur Verletzungsprophylaxe: Warm-up und Cool down
Die wichtigste Regel in Sachen Verletzungsprophylaxe: Auf- und Abwärmen (5-10 Minuten Warm-up und fünf Minuten Cool-down). Albert Fellinger, Cheftrainer bei John Harris Fitness in Salzburg: „Arm- oder Beinkreisen und langsames Einlaufen für fünf bis zehn Minuten bringen Gelenke und Muskeln auf Betriebstemperatur. Je mehr Gelenke beim Sport bewegt werden, umso wichtiger ist das Aufwärmen. Die letzten Meter des Trainings sollen zum Abkühlen genutzt werden um den Körper langsam auf die Regeneration vorzubereiten.“

Was ist Fitness? Wie sieht ein gutes Training aus?
Unter Fitness versteht man eine gute, allgemeine körperliche Verfassung und Leistungsfähigkeit, die Mann und Frau durch richtiges Training erreichen. Fellinger: „Ein optimales Training zur Verletzungsprophylaxe setzt sich aus den vier Bausteinen Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeit- und Koordinationstraining zusammen. Diese Bausteine sind in Abhängigkeit von der verfügbaren Zeit beliebig kombinierbar. Wichtig für Sporteinsteiger ist, dass ein Training nicht länger als 60 Minuten dauern sollte. (z.B. 25 Minuten Kraft, 5 Minuten Koordination, 20 Minuten Ausdauer, 10 Minuten Beweglichkeit). Achten Sie, dass Sie sich zu Beginn nicht überlasten und nach einem Trainingstag auch für eine ausreichende Regeneration sorgen. Der Körper kann nur in Ruhephasen das Training verarbeiten und Ihre persönliche Fitness auf ein neues Niveau steigern.“

Am Anfang steht die Kraft
Krafttraining ist die Basis für alle sportlichen Aktivitäten und senkt das Verletzungsrisiko. Nur ein gut ausgebildetes Muskelkorsett kann den Körper vor Verletzungen z.B. bei Zusammenstößen oder Stürzen schützen. Regelmäßiges Training mit Gewichten verbessert die Stabilität des Bewegungsapparates und erhöht die Festigkeit von Sehnen, Bändern und Knochen.

Ausdauer
Regelmäßiges Herzkreislauftraining verbessert die Kondition und der Organismus wird leistungsfähiger und ermüdet nicht so schnell!

Koordination
Gezieltes Koordinationstraining (z.B. Gleichgewichtstraining) verbessert das Zusammenwirken aller Muskeln des Körpers und erhöht damit Ihre Bewegungsökonomie. Koordinationstraining trägt maßgeblich zur Genesung bei vielen Verletzungen bei und mindert die Ermüdungs- und Verletzungsgefahr in Beruf und Freizeit.

Beweglichkeit stärkt Bänder und Sehnen
Das Beweglichkeitstraining verbessert nicht nur allgemein die Körperhaltung, die Muskeln werden auch geschmeidig, Sehnen und Bänder verstärken sich, was wiederum die Verletzungsgefahr sinken lässt.

Last but not least: Pausen machen!
Wer Verletzungen vorbeugen will, braucht nicht nur optimales Training, sondern auch Pausen. Sie sind genauso wichtig wie das Training selbst. Kronsteiner: „Viele Menschen lassen sich zu wenig Zeit für die Regeneration. Die Ruhephase nutzt der Körper allerdings unter anderem zum Muskelaufbau. Wie lange die Pause sein sollte, richtet sich nach der Art des Trainings.“

JOHN HARRIS FITNESS
John Harris Fitness wurde bereits zum 4. Mal von www.fitness.at in Serie zum Fitnessclub des Jahres in Österreich gekürt. Der Fitness-Profi verfügt über 9 Standorte, davon sechs in Wien und jeweils einer in Linz, Salzburg und Steyr. Bei zwei Standorten in Wien und jenem in Salzburg sind Ärztezentren angeschlossen. Jede Mitgliedschaft bei John Harris Fitness enthält mindestens eine Stunde mit einem qualifizierten Privattrainer inklusive Anamnese und individueller Trainingsplanerstellung. Für das gesamte Programm stehen die neuesten Trainingsgeräte unter laufender Trainerbetreuung zur Verfügung. Zum Relaxen laden großzügige Wellnessbereiche mit Pool, Whirlpool, Sauna, Dampfbad und Sanarium (Biosauna) ein. Das Wohlfühlerlebnis kann mit einem Besuch im Solarium, einer Massage oder mit einem gesunden Snack in der eleganten Fitness Lounge abgerundet werden. Alle Filialen bieten Privattraining an. Diese Trainingseinheiten werden individuell an die besonderen Bedürfnisse jedes Kunden angepasst. Wöchentlich finden mehr als 70 verschiedene Kurse statt, an denen die Mitglieder einfach und ohne Voranmeldung teilnehmen können. Dazu zählen auch Body-, Strech- oder Cardioworkouts, Yoga, Tai Chi, Meditationsübungen oder Outdooraktivitäten.
Internet: www.johnharris.at

Rückfragehinweis
Martin Kronsteiner Bakk.
Cheftrainer John Harris Fitness “Am Schillerplatz”
Tel. +43-1-587 37 10-45
E-Mail martin.kronsteiner@johnharris.at

Albert Fellinger
Cheftrainer John Harris Fitness Salzburg
Tel. +43-664-858 27 47
E-Mail: albert.fellinger@johnharris.at

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Martin Kronsteiner, Bakk., Cheftrainer John Harris Fitness „Am Schillerplatz“ Wien
Foto: Kronsteiner

 

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Albert Fellinger, Cheftrainer John Harris Fitness Salzburg
Foto: Fellinger

 

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Regelmäßiges Herzkreislauftraining verbessert die Kondition und der Organismus wird
leistungsfähiger.
Foto: Singer/John Harris Fitness

 

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Regelmäßiges Herzkreislauftraining verbessert die Kondition und der Organismus wird
leistungsfähiger.
Foto: Singer/John Harris Fitness

 

 

 

Wien, 30. März 2009. Interview mit Dr. med. univ. Andreas Lotz, anlässlich der Woche der Homöopathie 2009 vom 30. März bis 2. April.

Erkrankungen des Bewegungsapparats – welche Verletzungen sehen Sie in Ihrer Sportmedizinischen Praxis am häufigsten? Welche Unterschiede gibt es, wenn man die Beschwerden von Nichtsportlern, Laiensportlern und Spitzensportlern vergleicht?
Dr. Lotz: Am häufigsten sehe ich Verletzungen und Beschwerdebilder an der Wirbelsäule, dem Becken und an den großen Extremitätengelenken, vor allem an Sprunggelenk, Kniegelenk, sowie Hand- und Schultergelenk.

Bei Nichtsportlern entstehen Verletzungen und Beschwerden am Bewegungsapparat zumeist aufgrund mangelnder Koordinations- und Stabilisationsfähigkeit. Die körperliche Inaktivität begünstigt bereits bei geringen Fehlbelastungen Verletzungen (z.B. Kipptrauma am Sprunggelenk) – auch aufgrund schwacher Gewebsstrukturen“. Außerdem weisen körperlich inaktive Personen häufiger Fehlhaltungsschäden auf als aktive.

Im Spitzensport führt sehr oft Überbeanspruchung gewisser Gewebsstrukturen (z.B. Gelenksknorpel, Sehnenansätze ) zu Verletzungen bzw. teils chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat. Immer dichtere Wettkampfeinsatzpläne lassen eine adäquate Regeneration meist nicht zu. Man sollte wissen, dass der passive Bewegungsapparat die zwei- bis dreifache Regenerationszeit des aktiven Bewegungsapparats benötigt, diese Tatsache wird nach Verletzungen oft außer Acht gelassen.

Die Gruppe der Laien- bzw. Hobbysportler gliedert sich in drei Untergruppen:

  • Gelegenheitssportler können ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit nicht richtig einschätzen und so „passieren“ im Übereifer, bei mangelnder konditioneller Grundlage, Verletzungen und Überlastungsbeschwerden am Bewegungsapparat.
  • Fanatische Hobbysportler versuchen, den Spitzensportlern nachzueifern, es diesen in Training und Wettkampf gleichzutun. Bei fehlendem professionellem Aufbau-Know-how und Umfeld führt dies oft zu Verletzungen und Überlastungen (z.B. Ermüdungsfrakturen).
  • Die wohl am besten und gesündesten agierende Gruppe ist jene der kompetenten Hobbysportler, deren sportliche Aktivität sich konsequent auf gesundheitsbezogene Inhalte wie adäquates Kräftigungs-, Koordinations- und Grundlagenausdauertraining konzentriert. Dadurch wird das Verletzungsrisiko aber auch die Inzidenz von Beschwerden am Bewegungsapparat wesentlich vermindert.

Welche Therapien werden – zusätzlich zu schulmedizinischen Ansätzen – angewendet, um – z.B. die Immunsituation von Leistungssportlern zu verbessern? Was können und dürfen aktive Sportler bei Verletzungen oder bei akuten Beschwerden wie grippalen Infekten überhaupt einnehmen?
Dr. Lotz: Aufgrund der Tatsache, dass die Anti-Doping-Bestimmungen immer strenger werden und daher kaum noch potente schulmedizinische Medikamente zur Behandlung im Spitzensport zur Verfügung stehen, ist die Anwendung homöopathischer Präparate sowohl bei Sportverletzungen als auch in der Behandlung akuter Erkrankungen wie grippaler Infekte in den letzten Jahren immer interessanter und wichtiger geworden.

In der Behandlung von Muskel-, Sehnen-, Bänder- und Gelenksverletzungen kommen dabei vor allem die Komplexpräparate Traumeel und Zeel in unterschiedlichen Kombinationen mit weiteren Präparaten in allen Darreichungsformen und Verwendungsbereichen von der intraarticulären Injektion bis zur topischen Auftragung zur Anwendung.

Zur Behandlung grippaler Infekte hat sich der sogenannte „Grippecocktail“ (mit je einer Ampulle Gripp-Heel, Engystol, Lymphomyosot, Echinacea forte, Multivit-B, Bepanthen und Cevitol als i.v. Mischinjektion) seit Jahren mit großem Erfolg bewährt.

All diese und auch weitere Therapieformen mit homöopathischen Komplexpräparaten finden nicht nur bei Spitzensportlern, sondern natürlich auch bei allen anderen Patienten mit großem Erfolg Anwendung.

Wie geht man als Sportmediziner mit dem Thema Doping um?
Dr. Lotz: Das Thema Doping bzw. die Anti-Doping-Bestimmungen beherrschen leider immer mehr den sportmedizinischen Alltag. Umso wichtiger ist es deshalb für den Sportarzt, in diesen Fragen immer am aktuellen Stand zu sein und, auch wenn etliche der Bestimmungen aus medizinischer Sicht nicht wirklich nachvollziehbar sind, sich im strengsten Sinne der Auslegungsmöglichkeit und peinlichst genau an diese Bestimmungen zu halten. Dies ist auch ein absolutes Kriterium in der Vertrauensbeziehung zwischen Arzt und Athlet, Spitzensportler müssen sich absolut auf ihren Sportarzt verlassen können.

Welche Therapien dürfen Spitzensportler überhaupt anwenden, ohne in Dopinggefahr zu geraten?
Dr. Lotz: Die verbotenen Substanzen und Methoden sind in der Verbotsliste der WADA (World Anti-Doping Agency) definiert. Eine Liste der in Österreich registrierten verbotenen Arzneispezialitäten ist auf der Homepage der NADA Austria (Nationale Anti-Doping-Agentur) abrufbar. Auf dieser werden jedoch missverständlicher Weise alle – also auch homöopathische – Ampullen als verboten ausgewiesen.
Dieses Verbot bezieht sich jedoch lediglich auf die Anwendung dieser Ampullen in Infusionen. Diese dürfen laut Bestimmung ausschließlich in medizinischen Notfällen, bei Operationen und zu klinischen Untersuchungen angewendet werden.

Einfache intravenöse Injektionen mit nicht verbotenen Mitteln sind bis zu einer Menge von 50 ml ausdrücklich erlaubt. Auf der NADA Homepage findet sich auch eine Liste erlaubter Medikamente bei banalen Erkrankungen, welche jedoch sehr dürftig angelegt ist und homöopathische Substanzen nicht berücksichtigt.

Kann Homöopathie auch Doping sein?
Dr. Lotz: De facto sind homöopathisch verarbeitete Substanzen aufgrund der hohen Verdünnung in Dopingtests nicht nachweisbar und es ist mir auch kein einziger positiver Dopingfall mit Homöopathika bekannt. De jure ist jedoch die Verwendung verbotener Substanzen, auch wenn sie nicht nachweisbar sind, also auch in homöopathischen Präparaten, verboten. Daher muss auf die Anwendung dieser Substanzen im Spitzensport unbedingt verzichtet werden.

Die Fragen wurden vom Internetportal „Homöopathie in Österreich“ und der Redaktion von „Homöopathisch“ zusammengestellt.

Rückfragehinweis
Dr. Andreas Lotz, Arzt für Allgemeinmedizin und Sportarzt
Tel. +43-512-36 04 62, Fax +43-512-36 04 62-25, E-Mail: dr.a.lotz@utanet.at
Dr. Andreas Lotz war von 1985 bis 2004 Mannschaftsarzt des ÖSV und betreute die österreichische Olympiamannschaft bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998 und Turin 2006. Seit 2004 ist Lotz betreuender Arzt der österreichischen Rodel, Skeleton- und Bob-National-Mannschaft sowie des Volleyball Teams Hypo Tirol. Lotz leitet seit 17 Jahren eine Sportmedizinische Praxis in Innsbruck. Er behandelte als niedergelassener Arzt über 500 Athleten aus 21 verschiedenen Nationen, darunter 36 Olympiasieger und 53 Weltmeister.

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Dr. Andreas Lotz, Sportmediziner, betreuender Arzt der österreichischen Rodel, Skeletonund
Bob-National-Mannschaft und des Volleyball Teams Hypo Tirol Foto: Lotz
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Dr. Holger Förster
Sport- und Kinderarzt, Allgemeinmediziner und Homöopath, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, aktiver Leichtathlet, Foto: Förster
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Mag.pharm.Dr.phil. Christiane Körner, 1.Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer
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Albert Fellinger, Cheftrainer John Harris Fitness Salzburg
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Martin Kronsteiner, Bakk., Cheftrainer John Harris Fitness „Am Schillerplatz“ Wien
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Dr. Andreas Lotz, Sportmediziner, betreuender Arzt der österreichischen Rodel, Skeletonund
Bob-National-Mannschaft und des Volleyball Teams Hypo Tirol Foto: Lotz
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Foto: Mag. Martin Peithner, MBA, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG
Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig.
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Homöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
werden. Foto: Dr. Peithner KG
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Homöopathische Arzneimittel können auch als Akuttherapie von Verletzungen gegeben
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Regelmäßiges Herzkreislauftraining verbessert die Kondition und der Organismus wird leistungsfähiger.
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Regelmäßiges Herzkreislauftraining verbessert die Kondition und der Organismus wird leistungsfähiger.
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