HOMÖOPATHIE auf
den Punkt gebracht.

Homöopathie

Die Homöopathie ist mit 96 % die komplementär-medizinische Methode mit dem größten Bekanntheitsgrad in Österreich. Und sie ist die populärste, denn Studien zeigen, dass rund die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher homöopathische Arzneimittel verwenden.

Das ist lt. GfK Studie mehr als bei jeder anderen komplementär-medizinischen Methode. Viele würden im Falle eines Falles eine homöopathische Behandlung auch bevorzugen – je nach Beschwerdebild alternativ oder komplementär. Doch:

Finden Sie auf den nächsten Seiten Antworten auf diese und andere Fragen.

244552 Gesundheitsstudie – Homöopathie, Jänner 2012, Eine Studie von GfK Austria im Auftrag der Dr. Peithner AG (siehe Pressemappe auf www.homoeopathiehilft.at).

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Die Homöopathie ist eine Regulationstherapie.

Das heißt, sie regt die körpereigenen Abwehrkräfte an und unterstützt auf diese Weise den Organismus bei der Heilung. Von großer Bedeutung dabei ist die Wahl des richtigen Arzneimittels. Mit ihm werden in der klassischen Homöopathie nicht nur die Symptome behandelt, sondern der Mensch wird ganzheitlich betrachtet. Das bedeutet, dass auch seelische Befindlichkeiten, Vorlieben und Abneigungen und vieles mehr in die Arzneimittelwahl einbezogen werden.

Ähnlichkeiten
Schon das Wort „Homöopathie“ gibt einen Hinweis auf eines der wichtigsten Prinzipien dieser Therapierichtung. Es kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ähnliches Leid“ (Homoios = ähnlich, pathos = das Leiden, ähnliches Leiden). Eines der Grundprinzipien der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“. Solche Ähnlichkeiten werden im Rahmen von Arzneimittelprüfungen, die ein weiteres Prinzip der Homöopathie darstellen, herausgefunden. Dabei wird die Frage gestellt: „Welche Symptome löst ein Arzneimittel beim gesunden Menschen aus?“ Genau diese Symptome sind es dann, die bei einem kranken Menschen mit diesem Mittel geheilt werden können.

Gut geprüft
Im Rahmen der Arzneimittelprüfungen werden neben körperlichen Symptomen auch seelische Zustände, Vorlieben, Abneigungen und einiges mehr erfasst. All das wird von den Testpersonen genauestens protokolliert und von der Studienleiterin/vom Studienleiter ausgewertet. Nur das Gesamtbild – das sogenannte Arzneimittelbild – führt homöopathische Ärztinnen und Ärzte zur richtigen Arznei.

Potenzierung
Ein weiteres Prinzip der Homöopathie ist die Potenzierung. Viele Ausgangsstoffe homöopathischer Arzneimittel sind giftig. So etwa Belladonna (Tollkirsche), Acidum arsenicosum (Arsen) oder Schlangengifte. Würden sie unverdünnt eingenommen, würde sich der Zustand des Kranken verschlimmern. Genau solche Szenarien beobachtete auch Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, denn zu seiner Zeit wurden Gifte häufig in der Medizin eingesetzt. Er führte daher das Prinzip der Potenzierung (Verdünnung) ein und führte viele Tests – auch am eigenen Leib – durch.

Die Homöopathie bewährt sich bereits seit mehr als 200 Jahren und hat inzwischen weltweit viele Befürworter.

Als Begründer der Homöopathie gilt der Arzt, Chemiker und Pharmazeut Samuel Hahnemann (1755-1843).

Er stand der Medizin seiner Zeit kritisch gegenüber, denn damals praktizierte Heilmethoden wie Aderlass oder die Verabreichung unverdünnter Gifte waren für ihn keine adäquaten Heilmittel. Im Gegenteil, seiner Meinung nach wurde dadurch den Menschen mehr Schaden zugefügt als geholfen.

Selbstversuche
Enttäuscht über diese Behandlungsmethoden gab er seine Tätigkeit als Arzt auf und widmete sich fortan der Übersetzung medizinischer Texte. Dabei stieß er immer wieder auf Hinweise für bessere Heilmittel. So erfuhr er auch von der interessanten Eigenschaft der Chinarinde, je nach Dosis, Fieber erzeugen oder senken zu können. Diese Erkenntnis führte im Jahr 1790 zu seinen berühmten Selbstversuchen. Er nahm eine kleine Menge Chinarinde ein und sie löste bei ihm Symptome ähnlich denen von Malaria aus: Fieber, Schüttelfrost und Schweißausbrüche.

Geburtsstunde der Homöopathie
Aus diesen Erfahrungen folgerte Hahnemann, dass bestimmte Substanzen bei gesunden Menschen jene Symptome hervorrufen können, wie die Krankheiten, gegen die sie angewendet werden. Im Jahr 1796 publizierte er seine Theorie und schrieb: „Man ahme die Natur nach und wende in der zu heilenden Krankheit dasjenige Mittel an, welches eine andere, möglichst ähnliche künstliche Krankheit zu erregen imstande ist.“ „Similia similibus currentur.“, also „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ wurde das erste Prinzip der Homöopathie. Die Veröffentlichung dieser homöopathischen Grundregel gilt bis heute als Geburtsstunde der Homöopathie.

Vielfach geprüft
Doch nun musste herausgefunden werden, welche (pflanzlichen) Substanzen wie auf den gesunden Organismus wirkten. Auch dazu führte Hahnemann viele Selbstversuche durch. Seine Familienangehörigen unterstützten ihn dabei indem sie sich auch als Testpersonen engagierten. Damit war das zweite Prinzip der Homöopathie – die Arzneimittelprüfung am Gesunden – aus der Taufe gehoben.

Die Dosis macht das Gift
Erst später wandte sich Hahnemann dem Problem der Dosis zu und begründete mit der stufenweisen Verdünnung – der Potenzierung – das dritte Prinzip der Homöopathie. Damit war auch das Problem der Vergiftung durch die Verabreichung unverdünnter Substanzen, wie in der damaligen Medizin üblich, gelöst.

Berühmte Anhänger
Von den Ärzten seiner Zeit wurde Hahnemannn nun seinerseits kritisiert, ja sogar angefeindet. Das Blatt wendete sich erst mit der Veröffentlichung seines Hauptwerkes mit dem Titel „Organon – Traditionelle Heilkunde“, im Jahr 1810. Es rückte die Homöopathie immer weiter in das öffentliche Interesse. Berühmtheiten wie Ludwig van Beethoven, Johann Wolfgang von Goethe, Feldmarschall Radetzky und Fürst Schwarzenberg, ließen sich nun homöopathisch behandeln.

Welteroberung
Bald verbreitete sich die neue Heilmethode auch in Österreich und den Kronländern. Mit Hahnemanns Übersiedlung nach Paris wurde sie auch in Frankreich bekannt. Andere europäische Länder folgten. Mit dem deutschen Arzt Constantin Hering (1800-1880) überquerte die Homöopathie auch den Atlantik und fasste in Nordamerika Fuß. Von dort verbreitete sie sich weiter nach Lateinamerika und nach Indien.

Die Homöopathie ist eine sehr vielfältige Therapieform.

Das zeigt sich in erster Linie an den zahlreichen Ausgangssubstanzen und Potenzen, aber auch bei den unterschiedlichen Arten von Arzneimitteln und Darreichungsformen.

Einzelmittel
Sie beinhalten nur eine einzige Ausgangsubstanz und werden in der Klassischen Homöopathie eingesetzt. Solche Ausgangssubstanzen sind nicht, wie oft angenommen, nur pflanzlicher Natur. Auch Tiere bzw. tierische Produkte oder Mineralien und Metalle spielen in der Homöopathie eine Rolle. So zum Beispiel Apis mellifica (Honigbiene), Natrium chloratum (Kochsalz) oder Aurum metallicum (Gold). Weiters gibt es Nosoden, die u.a. aus Krankheitserregern hergestellt werden. Wie bei der Herstellung von Impfstoffen mit und ohne Lebendorganismen, geschieht dies in speziell ausgestatteten Produktionsstätten. Insgesamt gibt es rund 3000 homöopathische Einzelmittel.

Das richtige Mittel
Das richtige Einzelmittel zu finden ist also schon aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten nicht einfach. Hinzu kommt, dass nicht nur die körperlichen Symptome für die Wahl wichtig sind, auch seelische Zustände, soziale Befindlichkeiten, Vorlieben und Abneigungen werden in die Mittelwahl einbezogen. Deshalb gehören Einzelmittel in den meisten Fällen in die Hand eines erfahrenen Arztes mit Homöopathie-Ausbildung.

Eine Ausnahme bilden die „Bewährten Indikationen“. Einen guten Überblick über diese Anwendungsgebiete bietet Ihnen die Internetseite der Initiative „Homöopathie hilft!“, die vom Verein zur Förderung der Homöopathie und Gesundheit (VHG) ins Leben gerufen wurde und von uns unterstützt wird.
www.homoeopathiehilft.at

Komplexmittel
Auch für die Selbstmedikation geeignet sind hingegen homöopathische Komplexmittel. Sie enthalten eine Kombination von Einzelmittel deren Arzneimittelbilder einander ergänzen. Sie wurden von erfahrenen homöopathischen Ärzten zusammengestellt. Homöopathische Komplexmittel werden indikationsbezogen eingenommen. Bekannte Arzneimittel sind hier beispielsweise Tonsiotren® bei Halsschmerzen, Traumeel® bei Verletzungen oder Gastricumeel® bei Magen- und Verdauungs-beschwerden.

Darreichungsformen
Homöopathische Einzelmittel sind als Tropfen (Dilutionen), Tabletten und in Form von Globuli erhältlich. Salben und Zäpfchen sind hier eher selten. Alle diese Darreichungsformen sind in vielen unterschiedlichen Potenzen erhältlich. Rechnet man alle Ausgangssubstanzen, unterschiedliche Darreichungsformen und Potenzen zusammen, umfasst das Sortiment der Dr. Peithner KG mehr als 600.000 Einzelmittel.

Komplexmittel sind zumeist als Tropfen (Lösungen) oder Tabletten erhältlich. Auch Salben und Zäpfchen sind hier anzutreffen. In diesem Bereich vertritt die Dr. Peithner KG die bewährten Produkte der Firma Heel und der Deutschen Homöopathie Union (DHU).

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Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel ist im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) streng geregelt.

Je nach Ausgangssubstanz und Darreichungsform kommen unterschiedliche Produktionsschritte zur Anwendung.

Sind die Ausgangsstoffe löslich, wird zuerst die Urtinktur hergestellt. Nicht-lösliche Ausgangssubstanzen werden durch Verreibung in Pulverform gebracht. Dann werden Urtinktur bzw. Verreibung potenziert, also in einem bestimmten Verhältnis verdünnt. Bei flüssigen Stoffen nennt man diesen Vorgang Verschütteln, bei Festen Verreiben.

Verschüttelt und Verrieben
Bei flüssigen Ausgangsstoffen wird ein Teil der Urtinktur mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch verschüttelt, bei D-Potenzen im Verhältnis 1:10, bei C-Potenzen im Verhältnis 1:100. So erhält man Lösungen der Potenz D1 bzw. C1. Verschüttelt man einen Teil dieser D1 bzw. C1 Potenz mit neun bzw. 99 Teilen des Wasser-Alkohol-Gemisches, erhält man die Potenz D2 bzw. C2. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis man die gewünschte Potenz erreicht hat. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist hier die Handverschüttelung, wie sie Hahnemann beschrieben hat und bis heute bei der Dr. Peithner KG praktiziert wird.

Bei der Herstellung von Tabletten wird – analog zur Produktion flüssiger Arzneimittel – ein Teil des Ausgangsstoffes mit neun (D-Potenz) bzw. 99 (C-Potenz) Teilen Milchzucker verrieben. Die so erhaltene D1 bzw. C1 Potenz wird nun wieder im Verhältnis 1:10 bzw. 1:100 verrieben. Dieser Schritt wird wiederholt bis man die gewünschte Potenz erreicht hat.

Sind feste Substanzen verrieben, können sie aber ebenfalls in Alkohol gelöst und durch Verschüttelung weiter potenziert werden.

Globuli
Bei Globuli handelt es sich um kleine Saccharosekügelchen die mit einem flüssigen Arzneimittel der gewünschten Potenz imprägniert werden. Sie sind die bevorzugte Form homöopathischer Arzneimittel.

Bei der Einnahme homöopathischer Arzneimittel sind ein paar wenige Grundregeln zu beachten, egal ob es sich dabei um Einzelmittel oder Komplexmittel handelt.

  1. Vor und nach der Einnahme homöopathischer Arzneimittel sollte 15 bis 20 Minuten nichts gegessen oder – außer Wasser – nichts getrunken werden.
  2. Ätherische Öle, insbesondere eukalyptus- und mentholhaltige Hustenbonbons, Hustensäfte und dergleichen können die Wirkung homöopathischer Arzneimittel beeinträchtigen.
  3. Auch auf das Zähne putzen mit herkömmlichen Zahnpasten sollte 15 bis 20 Minuten vor und nach der Einnahme verzichtet werden. Es gibt jedoch spezielle homöopathieverträgliche Zahnpasten, die die Wirkung von Homöopathika nicht beeinträchtigen.
  4. Eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme homöopathischer Arzneimittel sollte nicht geraucht werden. Auch der Kaffeegenuss wird in diesem Zeitraum von einigen Homöopathen abgelehnt.
  5. Die Aufnahme homöopathischer Arzneimittel erfolgt über die Mundschleimhaut. Globuli und Tabletten sollten daher langsam unter der Zunge zergehen, Tropfen direkt auf die Zunge geträufelt werden.

Dosierung
Aufmerksamen Lesern von Büchern zum Thema Homöopathie fällt auf, dass die Einnahmeempfehlungen sehr unterschiedlich sind. Bei der Dosierung und der Wahl der Potenz homöopathischer Arzneimittel kommt es jedoch auf mehrere Faktoren an. So ist beispielsweise wichtig, ob es sich um eine akute Befindlichkeitsstörung oder um eine chronische Erkrankung handelt. Für die Dosierung ist aber auch die Potenz von Bedeutung.

Bei chronischen Erkrankungen sollte unbedingt eine Ärztin/ein Arzt mit Homöopathieausbildung zu Rate gezogen werden. Auch Hochpotenzen gehören in die Hände eines erfahrenen Homöopathen.

Bei leichten Befindlichkeitsstörungen halten sich Homöopathie-Produzenten, wie auch die Dr. Peithner KG, in ihren Empfehlungen zumeist an die Kommission D des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.bfarm.de/DE/Arznei-mittel/2_zulassung/zulArten/besTherap/amAnthropo/neufass-dos-empfehlung.html?nn=1014478). Mitglieder der Kommission D sind Ärztinnen und Ärzte mit jahrelanger Erfahrung im Bereich der Homöopathie.

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Im Prinzip sollten Homöopathika ebenso gelagert werden wie herkömmliche Arzneimittel: kühl (jedoch nicht im Kühlschrank), trocken und lichtgeschützt.

Doch es gibt noch eine Besonderheit. Bei elektrischen Geräten wie Mobiltelefonen, Mikrowellen, TV, Computer und dergleichen ist Vorsicht geboten, denn ihre Strahlung kann die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel negativ beeinflussen. Sie sollten daher nicht in der Nähe solcher Geräte aufbewahrt oder in Taschen mit eingeschaltetem Mobiltelefon befördert werden.

Außerdem sollten kampferhaltige Arzneimittel nicht in der Nähe von homöopathischen Arzneimitteln aufbewahrt werden. Kampfer ist ein starkes Gegenmittel, ein sogenanntes Antidot, zu anderen Homöopathika.

Und natürlich sind auch homöopathische Arzneimittel, ebenso wie alle anderen, unerreichbar für Kinder aufzubewahren.

Mythen über die Homöopathie

 

Mythos 03
Homöopathie – Hilft’s nix, schad’s nix?
„Hilft´s nichts, schadet´s nichts“, dieser Mythos sorgt immer wieder dafür, dass homöopathische Arzneien wahllos und zu lange eingenommen werden. Homöopathische Arzneien sind hochwirksame Heilmittel, die, je nach Fall, eine mehr oder weniger spürbare Wirkung haben.

Nach der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels stellt sich, wenn es richtig gewählt war, rasch eine positive Wirkung ein – die Beschwerden lassen nach, die Krankheit heilt aus. Hat man ein nicht zu den Beschwerden und zur Person passendes Mittel gewählt und nur einmal eingenommen, wird nichts Unangenehmes passieren, der Organismus reagiert auf diese Gabe nicht.

Nimmt man wahllos verschiedene homöopathische Arzneien ein, so kann es zu störenden Folgen und Symptomen kommen. Viele Arzneien beeinflussen sich gegenseitig, eine Wirkung kann verstärkt, modifiziert oder abgeschwächt werden. Zuerst nimmt man ein Mittel gegen den Schnupfen, dann ein anderes gegen die Halsschmerzen und vielleicht dann noch eines gegen das Fieber. Dann kann es passieren, dass z.B. die Halsschmerzen stärker werden und noch Ohrenschmerzen dazukommen, ein Durchfall auftritt oder man sich sehr müde und abgeschlagen fühlt. Um unangenehme Wechselwirkungen bei sogenannten Komplexmitteln, einer Mischung einiger Einzelmittel für eine bestimmte Indikation, zu verhindern, werden diese von erfahrenen Homöopathinnen und Homöopathen sorgfältig aufeinander abgestimmt zusammengestellt. Ist man in homöopathischer Behandlung, sollte man immer vor der Einnahme einer Arznei Rücksprache mit seiner Therapeutin oder Therapeuten halten, um die Behandlung nicht zu stören.

Bei einer zu langen Einnahme einer Arznei kann es vorkommen, dass man eine sogenannte Arzneimittelprüfung durchmacht, das heißt, neue handfeste Symptome und Beschwerden auftreten, die mit der eigentlichen Krankheit nichts zu tun haben. Diesen Mechanismus machen sich Homöopathinnen und Homöopathen seit mehr als 200 Jahren zunutze, um das Wirkspektrum einer Arznei kennen zu lernen und zu erfassen.

In beiden Fällen setzen Sie bitte die Arznei oder Arzneien sofort ab, die Beschwerden werden wieder vergehen, ein bleibender gesundheitlicher Schaden wird nicht entstehen.

Mythos 02
Homöopathische Arzneimittel sind aus Pflanzen
Häufig werden homöopathische Arzneimittel mit pflanzlichen Arzneimitteln gleichgesetzt. Richtig ist jedoch, dass „nur“ rund 70 Prozent aller homöopathischen Arzneimittel aus pflanzlichen Ausgangsstoffen hergestellt werden. Auch tierische und mineralische Substanzen kommen zum Einsatz, manchmal auch Nosoden. So zum Beispiel die Einzelmittel Apis mellifica (Honigbiene) oder Lachesis muta (Buschmeisterschlange). Aus dem metallischen und mineralischen Bereich kennen wir unter anderem Aurum metallicum (Gold) oder Natrium chloratum (Kochsalz).

Weitere Infos zu den genannten homöopathischen Einzelmittel finden Sie auf der Website der Initiative „Homöopathie hilft!“ unter www.homoeopathiehilft.at.

Mythos 01
Homöopathie – eine Glaubensfrage?
„Man muss daran glauben, damit die Homöopathie wirkt“. Dieser Mythos taucht immer wieder in Diskussionen rund um die Homöopathie auf. Doch so unwidersprochen kann man den Satz nicht stehen lassen. Die Wirksamkeit der Homöopathie ist keine Glaubensfrage, die Klassische Homöopathie ist keine Religion, sondern eine in Österreich medizinisch anerkannte, von ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten praktizierte Therapieform.

Die seit mehr als 200 Jahren gemachten Erfahrungen von Ärztinnen und Ärzten und auch Studien in neuerer Zeit belegen die Wirksamkeit homöopathischer Arzneien, auch bei Neugeborenen, bei Bewusstlosen und bei Tieren. In all diesen Fällen kann man wohl nicht wirklich davon sprechen, dass die Betroffenen „an die Homöopathie glauben“ und dennoch kann die heilende Wirkung einer passenden homöopathischen Arznei beobachtet werden.

Ein großes Einsatzgebiet der Homöopathie ist z.B. die Behandlung von Babys und Kleinkindern, denen gar nicht bewusst ist, was sie mit dem kleinen Kügelchen in den Mund bekommen – trotzdem bewirkt die richtig gewählte Arznei die Heilung der Beschwerden. Ebenso ist es einem Tier beim Tierarzt egal, was es da verabreicht bekommt, vielleicht sogar als gefürchtete Spritze; das verängstigte Tier will nur schnellstens vom Tierarzt weg. Positiv ist diese Arzneigabe sicher nicht verknüpft, und trotzdem wirkt´s.

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