HOMÖOPATHIE auf
den Punkt gebracht.

Herstellung

Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel ist im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) streng geregelt. Je nach Ausgangssubstanz und Darreichungsform kommen unterschied-liche Produktionsschritte zur Anwendung.

Sind die Ausgangsstoffe löslich, wird zuerst die Urtinktur hergestellt. Nicht-lösliche Ausgangssubstanzen werden durch Verreibung in Pulverform gebracht. Dann werden Urtinktur bzw. Verreibung potenziert, also in einem bestimmten Verhältnis verdünnt. Bei flüssigen Stoffen nennt man diesen Vorgang Verschütteln, bei Festen Verreiben.

Verschüttelt und Verrieben
Bei flüssigen Ausgangsstoffen wird ein Teil der Urtinktur mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch verschüttelt, bei D-Potenzen im Verhältnis 1:10, bei C-Potenzen im Verhältnis 1:100. So erhält man Lösungen der Potenz D1 bzw. C1. Verschüttelt man einen Teil dieser D1 bzw. C1 Potenz mit neun bzw. 99 Teilen des Wasser-Alkohol-Gemisches, erhält man die Potenz D2 bzw. C2. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis man die gewünschte Potenz erreicht hat. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist hier die Handverschüttelung, wie sie Hahnemann beschrieben hat und bis heute bei der Dr. Peithner KG praktiziert wird.

Bei der Herstellung von Tabletten wird – analog zur Produktion flüssiger Arzneimittel – ein Teil des Ausgangsstoffes mit neun (D-Potenz) bzw. 99 (C-Potenz) Teilen Milchzucker verrieben. Die so erhaltene D1 bzw. C1 Potenz wird nun wieder im Verhältnis 1:10 bzw. 1:100 verrieben. Dieser Schritt wird wiederholt bis man die gewünschte Potenz erreicht hat.

Sind feste Substanzen verrieben, können sie aber ebenfalls in Alkohol gelöst und durch Verschüttelung weiter potenziert werden.

Globuli
Bei Globuli handelt es sich um kleine Saccharosekügelchen die mit einem flüssigen Arzneimittel der gewünschten Potenz imprägniert werden. Sie sind die bevorzugte Form homöopathischer Arzneimittel.

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