Homöopathie-Forschung: Dr. Peithner Preis 2018 verliehen

Dr. Peithner Preisverleihung 2018: Mag. Martin Peithner, Dr. Melanie Wölk und Dr. Erfried Pichler bei der

Homöopathie – eine wirksame Therapie? Ja! Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Melanie Wölk in ihren Untersuchungen – für die sie jetzt mit dem Dr. Peithner Preis ausgezeichnet wurde.

„Die Debatten rund um die Homöopathie scheinen eher ein gefühlsgeladener und irrationaler Streit um Weltanschauungen zu sein als eine wissenschaftliche und vor allem vorurteilsfreie Diskussion über dieser Therapieform,“ hält Dr. Melanie Wölk fest. Die Ärztin, die nach ihrem Turnus an der Donau-Uni in Krems das Studium „Natural Medicine“ absolvierte, setzte sich daher zum Ziel, sich auf die wissenschaftliche und evidenzbasierte Auseinandersetzung mit der Homöopathie zu konzentrieren.

Wissenschaftliche Evidenz durch Homöopathie-Studien?

Die junge Allgemeinmedizinerin aus Niederösterreich, die in Wien Medizin studierte, stellte sich zu Beginn ihrer Masterarbeit die Frage, ob aktuelle Homöopathie-Studien den ersten beiden Evidenzstufen – Ia und Ib – zuzuordnen sind. Standardisierte Evidenzklassen zur Bewertung von Studien geben Aufschluss darüber, wie hoch die wissenschaftliche Begründbarkeit von Therapieempfehlungen ist – oder anders ausgedrückt: Evidenz ist als Nachweis auf Wirkung zu verstehen. Das Resümee: Die Homöopathie entspricht modernen Maßstäben der evidenzbasierten Medizin!

Fazit: Homöopathie wirkt

Das Ergebnis beweist, was sich in der homöopathischen Praxis täglich zeigt und was viele Patientinnen und Patienten immer wieder aufs Neue erleben: Die Homöopathie wirkt! Und die Studienlage zu dieser komplementären Form der Therapie entspricht den höchsten Kriterien für evidenzbasierten Medizin.

Für diese Conclusio untersuchte Dr. Melanie Wölk:

  • die Frass Sepsisstudie 2005 und Linde 1997, auf die sich Befürworter der Homöopathie häufig stützen.
  • die zwei populären Studien Shang 2005 und Ernst 2002, die gern von Homöopathie-Kritikern zitiert werden
  • die Studie der Australischen Gesundheitsbehörde NHMRC aus dem Jahr 2015
  • den Schweizer HTA-Bericht 2006
  • Reviews und Metaanalysen der ersten beiden Evidenzklassen (darunter alle randomisierten, doppelblinden und kontrollierten klinischen Studien, die zwischen Jänner 2010 und Februar 2016 publiziert wurden)

Mit 3000 Euro dotiert – Dr. Peithner Preis an Dr. Wölk verliehen

Für ihre hochqualitativen Untersuchungen erhielt die Ärztin im März 2018 den Dr. Peithner Sonderpreis für die Forschung in der Homöopathie in Höhe von 3.000 Euro. Überreicht wurde die Auszeichnung von Mag. Martin Peithner und Dr. Erfried Pichler persönlich im Zuge einer Feier.

„Die Masterarbeit von Frau Dr. Wölk ist eine hervorragende, die zum Ergebnis kommt, dass die Wirksamkeit der Homöopathie durchaus bewiesen werden kann – und zwar mit dem Goldstandard in der evidenzbasierten Medizin entsprechenden Studien“, merkte Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG, im Rahmen der Preisverleihung an.

ÖGHM: Qualitative Studienlage zu Homöopathie bewiesen

Das Ergebnis der Masterarbeit ist auch für die größte Vereinigung homöopathischer Ärzte in Österreich – die ÖGHM . ein erfreuliches. So meint der ÖGHM-Präsident Dr. Erfried Pichler: „Diese für die Homöopathie so wichtige Arbeit beweist ein weiteres Mal, was wir Ärzte in der Praxis jeden Tag erleben: Homöopathika wirken! Und es gibt eine absolut qualitative Studienlage dazu. Die Hexenjagd, mit der eine wirksame medizinische Therapie diskreditiert werden soll, ist zu beenden. Klassische Medizin und homöopathische Therapie sollten endlich ineinander greifen, damit Patientinnen und Patienten letztlich davon profitieren können.“

Wölk, Melanie: Eminenz oder Evidenz: Die Homöopathie auf dem Prüfstand der Evidence based Medicine.
Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Abschlusses Master of Science im Universitätslehrgang Natural Medicine. Donau-Universität Krems, Department für Gesundheitswissenschaften und Biomedizin. Krems, Mai 2016

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